Trigonometrie zum Anfassen

Trigonometrie zum Anfassen

header image

Newsletter

Trigonometrie zum Anfassen

Mit Tachymeter, Theodolit und Nivelliergerät auf dem Schulgelände unterwegs

Matheunterricht einmal anders - das Stadtvermessungsamt besucht die Projekttage der Ziehenschule und zeigt anschaulich welche einfachen Berechnungen hinter Vermessung, Satellitennavigation und Co. stecken.

Das Stadtvermessungsamt bei den Projekttage an der Ziehenschule.
Das Stadtvermessungsamt bei den Projekttage an der Ziehenschule. © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stadtvermessungsamt

„Wofür brauche ich das eigentlich?“ – obwohl sich Lehrer_innen und Lehrbuchautor_innen bemühen, bleibt Mathematikunterricht oftmals theoretisch. Ist der Bezug zum Alltag in den frühen Klassenstufen noch einfach herzustellen, Geldbeträge muss schließlich jede_r beim Einkaufen zumindest grob überschlagen können, so verliert sich der Unterricht in den höheren Klassen in Formeln und komplexen Gleichungen. Trigonometrie ist so ein Fall. Hinter dem Begriff verbergen sich Sinus, Cosinus und Tangens, also die mathematischen Berechnungen rund um das Dreieck.

Eine Schülerin bestimmt den Abstand einer Gebäudeecke.
Eine Schülerin bestimmt den Abstand einer Gebäudeecke. © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stadtvermessungsamt
Eine mögliche Antwort: in der Geodäsie. Von der Bestimmung der Höhe eines Baumes bis zu komplexen Geländemodellen oder GPS-Koordinaten, vieles greift auf einfache trigonometrische Berechnungen zurück. Um den Schüler_innen einer 9. Klasse der Ziehenschule Mathe im Alltag nahezubringen – ganz praktisch, durch Anwenden und Ausprobieren – folgte das Stadtvermessungsamt der Einladung eines Lehrers. Unter fachkundiger Anleitung der Mitarbeiter_innen der Vermessungsabteilung vermaß die 9. Klasse in der Themenwoche vor den Sommerferien Gebäudeteile und Geländestücke. Mit Hilfe von Längen- und Winkelmessungen bestimmten die Schüler_innen die Entfernung zu einem unzugänglichen Punkt im Gelände, Höhenunterschiede im Gelände oder Steigungen.

An vier Stationen warteten unterschiedliche Aufgaben:

 

  • Mit einem Tachymeter (Strecken- und Winkelmessgerät) wurde die Strecke zwischen zwei Gebäudeecken bestimmt.
  • Mit einem Theodolit (Winkelmessgerät) wurde die Höhe eines unzugänglichen Punktes bestimmt
  • Mit einem Nivelliergerät wurde der relative Höhenunterschied zwischen zwei Gebäudeeingängen bestimmt.
  • Mit einem Messband wurde das Steigungsverhältnis zwischen zwei Punkten ermittelt.

 

Der Projekttag an der Schule war für alle Beteiligten eine positive Erfahrung. Nach Rücksprache mit dem verantwortlichen Lehrer plant das Stadtvermessungsamt den Besuch künftig regelmäßig zu wiederholen und die Kinder und Jugendlichen für die Mathematik und die Vermessung zu begeistern.

inhalte teilen