Initiative cleanffm

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Stabsstelle Sauberes Frankfurt

Mehr Sauberkeit, mehr Lebensqualität, mehr Frankfurt

Internationales Flair trifft auf hessische Tradition, gläserne Wolkenkratzer harmonieren mit attraktiven Grünanlagen: Frankfurt, die „kleinste Metropole der Welt“ und Stadt der Gegensätze, wird immer attraktiver. So tummeln sich täglich an zentralen Plätzen und in Parks unzählige Menschen. Doch leider fühlen sich nicht alle für ihre Hinterlassenschaften verantwortlich. Die Entsorgung von unbedacht in die Gegend geworfenem Abfall kostet die Stadt Frankfurt alleine in den Grünanlagen jedes Jahr über 2,4 Mio. Euro. Mit diesem Geld könnte man beispielsweise 1.000 neue Bäume pflanzen, um die heißen Sommer in der Stadt erträglicher zu machen.

cleanffm Abfalleimer mit Clean Fact am Mainufer
cleanffm Abfalleimer mit Clean Fact am Mainufer © Stabsstelle Sauberes Frankfurt, Foto: Marc Jacquemin

Laut einer Littering-Studie der Humboldt-Universität Berlin lassen Passantinnen und Passanten aller sozialen Schichten Zigarettenkippen oder Verpackungsmüll oft einfach fallen, obwohl der nächste Abfalleimer nur wenige Schritte entfernt ist. Die Altersgruppe der jungen Erwachsenen (21–30 Jahre) versündigt sich dabei am häufigsten, Jugendliche (bis 20 Jahre) belegen den 2. Platz. Die Studie empfiehlt, Abfalleimer besser im Blickfeld zu platzieren, öfter zu leeren und jüngere Zielgruppen mit pfiffigen Kampagnen anzusprechen ohne dabei belehrend aufzutreten.

Eben diesem Lebensgefühl jüngerer Menschen trägt die städtische Kampagne #cleanffm Rechnung. Sie adressiert alle Informationen, Maßnahmen und Ziele rund um das Thema „Saubere Stadt“ und setzt dabei auf zwei Säulen:

 

1. Eine verbesserte Infrastruktur mit mehr Material und Personal sowie zusätzlichen Dienstleistungen:

  • 1.000 zusätzliche Mülleimer in leuchtendem Grün: Sie stehen in Bereichen mit besonders hohem Müllaufkommen. Mit sogenannten „Clean Facts“ bedruckt, regen sie die Bürgerinnen und Bürger auf humorvolle Art und Weise an, über ihr eigenes Wegwerfverhalten nachzudenken.
  • Häufigere Mülleimerleerungen und Reinigungstouren: 11 zusätzliche Mitarbeiter bei der FES machen insbesondere am Samstagnachmittag und sonntags an stark frequentierten Plätzen wie z.B. der Hauptwache und der Konstablerwache zusätzlich sauber.
  • Zahlreiche #cleanffm Sauberkeitsbotschafterinnen und -Botschafter: Unterwegs in Parks und am Mainufer klären sie über eine saubere Stadt auf und führen freundliche Gespräche über Abfall und Abfallvermeidung. Dabei verteilen sie nützliche Give-aways wie Taschenaschenbecher oder Hundekotbeutel.

 

2. Eine breit angelegte Imagekampagne - positiv, humorvoll und animierend

  • Handlungsfeld Social Media: Die #cleanffm Kanäle kommunizieren gebündelt und zeitnah alles, was im Zusammenhang mit der Kampagne vor sich geht. Als interaktive Plattformen ermöglichen sie einen direkten Dialog in Echtzeit.
  • Präsenz auf wichtigen Veranstaltungen: Auf zahlreichen Veranstaltungen werden interessierte Bürger*innen persönlich informiert. Zudem bietet der monatliche #cleanffm Stammtisch die Möglichkeit, Teil der Community zu werden, sich auszutauschen, zu vernetzen und mitzudiskutieren
  • Videoreihe „Mehr Frankfurt“ mit lokalen Prominenten: Frankfurter Prominente wie Eintracht Frankfurt-Präsident Peter Fischer oder Henni Nachtsheim von Badesalz sprechen über ihre Liebe zur Stadt und fordern zu mehr Eigenverantwortlichkeit auf. Die Clips sind auch in Frankfurter Kinos zu sehen. 

In diesem Gesamtkontext von konkreten Maßnahmen und der Förderung von Kommunikation und Interaktion mit Partnern, Prominenten und interessierten Menschen soll das Thema „Sauberkeit“ wieder stärker in den Fokus der Lebenswirklichkeit rücken.  Nur so kann langfristig ein Bewusstseinswandel und ein Umdenken hinsichtlich des eigenen Wegwerfverhaltens erfolgen.

 

Quelle: Prof. Dr. Elke van der Meer, PD Dr. Reinhard Beyer, Dr. Rebekka Gerlach, »Wahrnehmung von Sauberkeit und Littering im öffentlichen Raum« Zusammenfassung Projektphase II: »Littering – Merkmale, Ursachen & Prävention« (Modul 3 & 4), Berlin, 31.10.2016.

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