Alle können ihren Beitrag zum Artenschutz leisten
28.02.2025, 14:20 Uhr

Zum Welttag des Artenschutzes am Montag, 3. März,
informiert Klima- und Umweltdezernentin Zapf-Rodríguez über Möglichkeiten, wie
alle den Artenschutz in Frankfurt unterstützen können
Städte sind nicht nur Lebensräume für Menschen, sondern auch für
zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Doch zunehmende Flächenversiegelung,
intensive Bebauung und der Rückgang naturnaher Lebensräume gefährden die
Artenvielfalt. Der jährlich am 3. März stattfindende Internationale Tag des
Artenschutzes erinnert daran, wie wichtig der Erhalt der Artenvielfalt für
unsere Gesellschaft ist.
„Fast 7000 heimische Tierarten sind gefährdet, weltweit ist rund ein Drittel
aller Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Der Schutz der
Artenvielfalt ist nicht nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern auch
entscheidend für unsere Lebensqualität: Sie trägt zur Stabilität und Gesundheit
von Ökosystemen bei, die saubere Luft, frisches Wasser und fruchtbare Böden
liefern. Zudem fördert eine artenreiche Natur Erholung, Wohlbefinden und
nachhaltige wirtschaftliche Möglichkeiten“, betont Klima- und Umweltdezernentin
Tina Zapf-Rodríguez. „Der Erhalt der lokalen Biodiversität beginnt vor unserer
Haustür. Nur wenn wir gemeinsam handeln, können wir das Artensterben aufhalten
und die biologische Vielfalt langfristig sichern. Denn kahle Wiesen summen
nicht!“
Während die Stadt Frankfurt unter anderem Maßnahmen aus dem Arten- und
Biotopschutzkonzept wie ezwa jährliche Feldhamsterauswilderungen ergreift,
können sich auch Bürgerinnen und Bürger aktiv am Schutz von Frankfurts
Artenvielfalt beteiligen.
Folgende Artenschutz-Maßnahmen sind schnell und unkompliziert umgesetzt
- Gärten und Balkone naturnah gestalten: Heimische Blumen und Sträucher pflanzen, die Insekten und Vögeln Nahrung bieten
- Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und stattdessen natürliche Alternativen nutzen
- Laubhaufen und Totholzhaufen als Lebensräume für Igel bereitstellen
- Ungemähte Wiesenbereiche stehen lassen, um Lebensräume für Wildbienen und Schmetterlinge zu erhalten
- Insektenhotels als Unterschlupf oder Nisthilfe für bedrohte Insektenarten bauen
- Standortgerechte Hecken und Sträucher anstelle von Zäunen nutzen, um Lebensräume für Kleintiere zu schaffen
- Lichtverschmutzung durch Außenbeleuchtung reduzieren, um nachtaktive Tiere wie Fledermäuse zu schützen
- Keine Wildtiere füttern oder aus ihrem natürlichen Lebensraum entfernen
- Weniger Plastikverpackungen und Einwegprodukte verwenden, um die Umweltverschmutzung zu minimieren
- Weitere Informationen finden Interessierte unter frankfurt.de/artenschutzInternal Link.
Zum Hintergrund
Der Tag des Artenschutzes (World Wildlife Day) wurde von den Vereinten Nationen
ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung des Artenschutzes hinzuweisen. Seit
2013 wird er jährlich am 3. März gefeiert und steht jedes Jahr unter einem
speziellen Motto, das aktuelle Herausforderungen im Naturschutz aufgreift