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Klimareferat

Ökoprofit Frankfurt RheinMain - Zertifizierung 2023

25.09.2023, 16:34 Uhr

Zertifizierte „ÖKOPROFIT-Betriebe Frankfurt RheinMain 2023“
Zertifizierte „ÖKOPROFIT-Betriebe Frankfurt RheinMain 2023“ © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Salome Roessler

Ökoprofit hilft Betrieben und Kommunen beim Einstieg ins betriebliche Umweltmanagement

Mit der Projektrunde 2022-2023 werden in Frankfurt und der Region 4,4 Millionen Kilowattstunde Energie, 1440 Tonnen CO2-Äquivalente und 0,9 Millionen Euro Betriebskosten eingespart.

 

Die ÖKOPROFIT-Runde 2022 -2023 fiel in eine Zeit größter Herausforderungen. Als sie begann, war ungewiss, ob das Erdgas in Deutschland über den Winter reicht, ob es zu Stromausfällen kommen würde und wie weit die Energiepreise noch steigen. „Gemeinsam haben wir diese Krise gemeistert und dabei noch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz geleistet“, sagte Rosemarie Heilig, Klimadezernentin der Stadt Frankfurt am Main, jetzt bei der Feier zum Abschluss. Im Fortbildungsakademie Zahnmedizin Hessen GmbH wurden heute insgesamt 40 Kommunen und Unternehmen als „Ökoprofit-Betrieb Frankfurt RheinMain 2023“ ausgezeichnet. Die Abschlussveranstaltung wurde vom Ensemble Modern, einem führenden Ensemble für Neue Musik – und selbst aktiver Teilnehmer der aktuellen Ökoprofit-Runde – musikalisch begleitet.
Gut gedämmte Fenster, isolierte Heizungsstränge, neue Raumthermostate und Deckenleuchten oder schlichtweg sparsameres Heizverhalten unter den Beschäftigten: Es gibt viele Wege und Mittel, den Alltag in kommunalen Einrichtungen ressourcenschonender und nachhaltiger zu gestalten. Für Betriebe geht es darüber hinaus darum, Prozesse zu analysieren und Anlagen effizienter zu betreiben.
Das demonstriert auch das Projekt Ökoprofit, das Kommunen und Unternehmen aus der Region ein Jahr lang beim Einstieg ins betriebliche Umwelt-, Energie- und Klimamanagement unterstützt. Ziel ist es, das Ressourcenmanagement eines Betriebes oder einer kommunalen Einrichtung (z. B. bei Energie, Wasser, Abfall) zu verbessern. Dabei steht jeweils der teilnehmende Standort im Fokus, der nach intensiver Beratung, Vor-Ort-Terminen und im Zuge mehrerer gemeinsamer Workshops optimiert wird.
Das Projekt Ökoprofit unter Federführung des Klimareferats der Stadt Frankfurt durchlief bereits die 11. Runde. 2019 wurde das Programm erstmals gemeinsam mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain auch auf Kommunen in der Region ausgeweitet, um auch diesen den Einstieg ins Umweltmanagement zu erleichtern. Konkret finanziert der Regionalverband drei Mitgliedskommunen die Teilnahme an der Ökoprofit-Einsteigerrunde – wer sich zuerst meldet, erhält den Platz.
„Ich danke allen beteiligten Kommunen und Unternehmen sehr für ihren großen und engagierten Beitrag zum Klimaschutz. Unsere Städte und Gemeinden sind sehr aktiv bei dieser Herausforderung. Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr wieder Kommunen durch die Teilnahme am Projekt ÖKOPROFIT bei ihren Anstrengungen unterstützen konnten“, sagte Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain und zuständig für Klima, Energie und Nachhaltigkeit.
Unterstützt wird die Ökoprofit-Runde von zwei weiteren Projektpartnern – der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt und der Wirtschaftsförderung Frankfurt.
Alle ausgezeichneten Teilnehmenden haben die Ökoprofit-Pflichtkriterien erfüllt und die sogenannte Kommissionsprüfung bestanden. Die Kommission besteht aus der Stadt Frankfurt, dem Regionalverband FrankfurtRheinMain, der IHK Frankfurt und der Wirtschaftsförderung Frankfurt.

 

Teilgenommen an der Einsteigerrunde 2022-2023 haben folgende Unternehmen und Einrichtungen:
Cairos Development GmbH
Deutsche Rentenversicherung Hessen
Ensemble Modern
Fortbildungsakademie Zahnmedizin Hessen - FAZ
Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main
Landeszahnärztekammer Hessen K.d.ö.R. - LZKH
Magistrat der Stadt Nidda
Magistrat der Stadt Niddatal
Nord-Micro AG & Co. OHG
Stadtwerke Neu-Isenburg
St. Bonifatius Frankfurt am Main KdöR Frankfurt am Main
Verlag C.H. Beck

Am Ökoprofit-Klub dagegen beteiligen sich Unternehmen und Kommunen, die nach dem Ende einer früheren Ökoprofit-Einsteigerrunde ihre Kenntnisse im Energie-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement weiter verstetigen möchten, und außerdem das Netzwerken mit anderen teilnehmenden Betrieben zum Thema Umweltmanagement schätzen. Am Ökoprofit-Klub-Netzwerk nahmen in der nun abgeschlossenen Runde weitere 28 Unternehmen und Kommunen teil.
Am 18. September wurden im Rahmen der feierlichen Auszeichnung als „ÖKOPROFT-Betrieb 2023“ von Klimadezernentin Rosemarie Heilig und Dr. Kirsten Schröder-Goga, Abteilungsleiterin Klima, Energie und Nachhaltigkeit Regionalverband FrankfurtRheinMain, die Urkunden überreicht.
Was sind nun konkret messbare Effekte von Ökoprofit? Im Projektzeitraum 2022-2023 konnten durch reduzierten Ressourcenverbrauch und gesteigerte Energieeffizienz 4.444.946 Kilowattstunden Energie und rund 1.440 Tonnen CO2-Äquivalente und damit 0,9 Millionen Euro an Betriebskosten in Frankfurt und der Region neu eingespart werden.
Wie gut das Programm ankommt, zeigt auch die positive Rückmeldung von Alec von Fersen vom teilnehmenden Verlag C.H.Beck: „Ökoprofit ist ein nützlicher und anregender Startpunkt, um sich in die ökologische und energetische Bestandsaufnahme und Verbesserung eines Betriebes einzuarbeiten. Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Unternehmen und den Fachleuten hilft dabei sehr.“

 

Die Vorbereitungen für die nächste ÖKOPROFIT-Einsteiger-Runde laufen bereits. Interessierte Unternehmen aus Frankfurt am Main und Kommunen aus dem Gebiet des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain können sich ab sofort zur Teilnahme anmelden unter: klimareferat@stadt-frankfurt.deInternal Link

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