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Klimareferat

Fast 150 Tonnen CO2 und mehr als 150 Tausend Euro gespart: Städtische Verwaltung macht ÖKOPROFIT

20.03.2024

Abschlussveranstaltung Ökoprofit Stadtverwaltung 2024
Abschlussveranstaltung Ökoprofit Stadtverwaltung 2024 © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Sonja Breining

Nach elf Runden mit externen Unternehmen hat das Klimareferat im Rahmen der Klimaallianz erstmalig eine stadtinterne ÖKOPROFIT®-Runde für die eigene Verwaltung und städtische Betriebe durchgeführt.

Mit dem Projekt „ÖKOPROFIT“ erhalten seit 2007 Unternehmen, Kommunen und sonstige Einrichtungen die Möglichkeit, mit Hilfe des städtischen Klimareferats ins Umwelt-, Energie- und Klimamanagement einzusteigen. Die Projektteilnehmenden sparen CO2 ein, reduzieren ihren Papierbedarf oder optimieren ihre Beleuchtung oder Heizung. ÖKOPROFIT® setzt den Prozess gemeinsam mit den teilnehmenden Organisationen auf und begleitet ihn.

Die Zusammensetzung im vergangenen Jahr gestaltete sich bunt gemischt aus Ämtern, Referaten und städtischen Betrieben. Diese stammen von 16 Standorten – ein Rekord seit Einführung des Programms. So konnten zum Beispiel das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik den Energieverbrauch für die Serverkühlung signifikant senken, das Brand- und Rettungsdienstzentrum eine energetische Dachsanierung beginnen und jedes teilnehmende Haus den Stromverbrauch durch Umrüstung auf LED-Beleuchtung reduzieren. Alle haben ihr Ziel, Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Stadtverwaltung mit konkreten Maßnahmen zu verankern, erreicht. Mit den bislang umgesetzten Maßnahmen sparen die Standorte dieser Projektrunde 410.440 Kilowattstunden Strom, 88.500 Kilowattstunden Wärme und etwa 150 Tonnen Treibhausgase. Die in der Projektlaufzeit erreichte Kosteneinsparung beträgt über 150.000 Euro. Darüber hinaus wurden Maßnahmenpakete für die nächsten Jahre entwickelt.

„Die erzielten Ergebnisse begeistern mich”, sagt Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig, „denn sie gehen weit über die reinen Einsparzahlen hinaus. Wir konnten zu unterschiedlichen Themenfeldern praxisnahe Lösungen erarbeiten, die andere Ämter und Liegenschaften übernehmen können. Auch wurden Themen mit großer Strahlkraft aufgegriffen, wie zum Beispiel der Umgang mit angemieteten Liegenschaften. Dieser Programm-Durchlauf von ÖKOPROFIT hat unsere Erwartungen mehr als erfüllt und bestätigt unsere Entscheidung, auf diese Weise die Verankerung des Klimaallianz-Beschlusses in der städtischen Verwaltung anzugehen“, führt Rosemarie Heilig weiter aus.

Die Klimaallianz wurde im Dezember 2019 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen und hat eine Verankerung des Klimaschutzes und der Klimaanpassung im gesamten Verwaltungshandeln zum Ziel. Eine Steuerungsgruppe, bestehend aus Verteter:innen der Dezernate koordiniert diese gesamtstädtische Aufgabe in gemeinsamer Verantwortung. Mit den Grundsatzbeschlüssen, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden, hat die Stadtverordnetenversammlung im Mai 2022 das Ziel für Frankfurt am Main weiter konkretisiert. Für die Stadtverwaltung soll die Klimaneutralität sogar bis zum Jahr 2030 erreicht sein. Die ÖKOPROFIT-Runde hat den teilnehmenden Standorten das dafür nötige Handwerkszeug mitgegeben.

Teilnehmende Ämter, Referate und Betriebe waren das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik, das Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum BKRZ, das Frauenreferat, das Gesundheitsamt, die Friedhöfe Bornheim, Enkheim und Westhausen, das Institut für Stadtgeschichte, das Jugend- und Sozialamt, das Kassen- und Steueramt, die Kinderzentren Bornweidstraße und Stieglitzenweg, das Museum für Moderne Kunst, die Städtischen Bühnen, die Tourismus + Congress GmbH und der Zoo. Eine Broschüre mit der Darstellung der Maßnahmen und Ergebnisse aller teilnehmenden Ämter, Referate und städtischen Betriebe ist beim Klimareferat erhältlich.

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