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Bestattung

Bestattungskosten (Sozialhilfe)

An wen muss ich mich wenden?

  • Wenn der Verstorbene keine Sozialhilfe bezogen hat, an das Sozialamt des Sterbeortes des Verstorbenen.
  • Wenn der Verstorbene Sozialhilfe bezogen hat, an das Sozialamt, von dem der Verstorbene Sozialhilfe bezogen hat.

Zuständige Stelle

In Fragen zum Anspruch auf Kostenübernahme für Bestattungskosten nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII – Sozialhilfe) können Sie sich an den Besonderen Dienst 4Internal Link des Jugend- und Sozialamtes Frankfurt am Main wenden. Die Vorsprache ist Montag und Donnerstag in der Zeit von 7:30 – 11:30 Uhr und von 13:00 – 15:00 Uhr möglich.


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Leistungsbeschreibung

In Deutschland besteht Bestattungspflicht. Bei einem Sterbefall sind die Angehörigen (in der gesetzlich geregelten Reihenfolge) des Verstorbenen verpflichtet für die Bestattung zu sorgen. Sie haben auch die anfallenden Kosten zu tragen, die sie vom Erben des Nachlasses – sofern sie nicht selbst Erben sind – einfordern können.
Sofern die Angehörigen nicht in der Lage sind die Bestattungskosten zu tragen und der Nachlass des Verstorbenen ebenfalls dazu nicht ausreicht, können die Angehörigen einen Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten stellen, wenn sie tatsächlich zur Übernahme der Kosten verpflichtet sind.

Verfahrensablauf

Bei der zuständigen Stelle ist ein schriftlicher Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten zu stellen. Am einfachsten ist es, wenn Sie mit den erforderlichen Unterlagen zur Behörde gehen und dort im Rahmen eines Beratungsgespräches den Antrag ausfüllen.

Voraussetzungen

  • Die Kosten der Bestattung sind unter sozialhilferechtlichen Aspekten angemessen.
  • Der Verstorbene hat keinen ausreichenden Nachlass hinterlassen.
  • Die Erben sind nicht in der Lage, die Kosten aus eigenen Mitteln zu tragen.
  • Es gibt keine anderen Personen, die zur Übernahme der Kosten verpflichtet werden können.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Nachweise des/zum Verstorbenen:

  • Sterbeurkunde
  • Aufstellung und Bewertung des Nachlasses mit Vermögensnachweisen, insbesondere:
  • lückenlose Girokontoauszüge der letzten 3 Monate
  • Sparbücher
  • Geldanlagen
  • Wohneigentum
  • Versicherungssumme von Lebensversicherungen
  • Zeitwert des Kraftfahrzeugs
  • Bausparguthaben und Ähnliches
  • falls vorhanden: Testament oder Erbvertrag
  • Aufstellung der möglichen Erben und Familienangehörigen des Verstorbenen (Ehegatten, Kinder, Eltern, Geschwister, Enkelkinder, Großeltern oder Partner in eheähnlicher Gemeinschaft, sonstige Erben)

Nachweise des Antragstellers:

  • Erbschein oder Nachweis der Erbausschlagung
  • Kopien über die Art und Höhe des Einkommens der letzten 3 Monate
  • Angaben zu weiteren Angehörigen des Verstorbenen (z.B. im Haushalt lebende Erben und Angehörige des Verstorbenen)
  • Nachweise über die Vermögensverhältnisse
  • Nachweise der monatlichen Belastungen
  • Mietvertrag und letzte Mieterhöhungserklärung des Vermieters (aktuelle Miethöhe)
  • falls der Antrag erst nach der Bestattung gestellt wird: Originalrechnung des Bestattungsinstituts


Welche Kosten im Einzelfall übernommen werden, entscheidet das Sozialamt nach pflichtgemäßem Ermessen.

Die Hilfe ist einkommens- und vermögensabhängig. Für die Kosten der einzelnen Bestattungsbestandteile gibt es festgelegte Höchstbeträge. Darüber hinausgehende Kosten werden vom Sozialamt nicht beglichen.

Üblicherweise werden die Kosten eines einfachen Sargs bzw. einer Urne sowie eines Holzkreuzes übernommen. Über die Ausstattung der Trauerhalle, Blumenschmuck sowie die Übernahme der Kosten für eine einfache Grabplatte wird im Einzelfall entschieden.

Welche Fristen muss ich beachten?

Der Antrag kann vor oder auch noch nach einer Bestattung gestellt werden. Es empfiehlt sich jedoch, den Antrag bereits vor der Bestattung zu stellen oder zumindest die Angelegenheit mit der zuständigen Behörde zu besprechen.

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