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UEFA EURO 2024

UEFA EURO 2024: Einsatz der Stadtpolizei

11.07.2024, 15:56 Uhr

Mit der Spätschicht unterwegs in der Fan Zone am Mainufer vor dem Deutschlandspiel gegen Spanien

Die Spätschicht der Stadtpolizei startet bereits um 14 Uhr mit Lagebesprechung im Ordnungsamt in der Kleyerstraße. An den UEFA EURO 2024-Spieltagen liegt der Einsatzfokus auf der Innenstadt und der Fan Zone. In der Einsatzleitzentrale hängt eine große Karte der Fan Zone an der Wand.
 
Hier befindet sich die Befehlsstelle für die Zeit der UEFA EURO 2024, in der alle Maßnahmen koordiniert und die Einsatzkräfte eingeteilt werden. Die Befehlsstelle steht in ständigem Kontakt zur Gesamteinsatzleitung sowie dem Host City Coordination Center (HCCC) und dem Behördenhof in der Fan Zone. Aufgrund der Gesamtbewertung der aktuellen Lage werden die Schwerpunkte festgelegt, Aufgaben zugewiesen und auch kurzfristige Umplanungen vorgenommen.
 
Drei Teams à vier Personen starten an diesem Tag ihre Schicht, die bis 22.30 Uhr andauern wird. Unterstützung erhalten sie ab 16.30 Uhr, wenn der verschobene Spätdienst mit 14 Personen dazu kommt, die dann bis 1 Uhr nachts auf Streife sein werden. Durch die Überschneidung der Dienste sind zum Zeitpunkt des Anstoßes Deutschland – Spanien circa 26 Stadtpolizistinnen und Stadtpolizisten im Einsatz.
 
Die komplette Lage im Blick hat Matthias Heinrich, Leiter der Stadtpolizei, der als Gesamteinsatzleiter sowohl von der Kleyerstraße als auch vom HCCC in der Braubachstraße den Einsatz der Stadtpolizei steuert. Steffen Gransow als sein Vertreter übernimmt diese Aufgabe gemäß eines festgelegten Dienstplans. Im HCCC sind vertreten: Führungskräfte aller Ämter der Stadt, die während der UEFA EURO 2024 Sicherheitsaufgaben zu bewältigen haben, Landes-, Bundes-, und Stadtpolizei, Feuerwehr, Deutsche Bahn, Tourismus und Congress GmbH Frankfurt am Main (TCF) sowie die für das Sicherheitskonzept verantwortliche Firma AES. Dies ermöglicht eine schnelle und reibungslose Abstimmung aller Beteiligten, auch der Dienstgruppen, die in zivil unterwegs sind. Im Behördenhof sind die TCF, die Feuerwehr, die Polizei, die AES und die Rettungsdienste vertreten. Hier finden unter Beteiligung der Stadtpolizei die Lage­besprechungen und die daraus folgenden Umsetzungen vor Ort statt.

Vielfältige Gefahrenabwehr in der Fan Zone
 

Zweieinhalb Stunden vor Beginn des EM-Viertelfinales strömen bereits deutsche und spanische Fans in kleinen und großen Gruppen Richtung Fan Zone. Die Stimmung ist sehr gut und voller Vorfreude auf das Spiel. Die große Polizeipräsenz und die Anwesenheit der Stadtpolizei rund um und auf der Fan Zone sowie in der Innenstadt sorgt dafür, dass sich die Menschen sicher und geschützt fühlen. Die Kolleginnen und Kollegen sind schon öfter auf der Fanmeile im Einsatz gewesen. Sie kennen die versteckten Stellen gut, an denen sich immer wieder Obdachlose mit ihrem Hab und Gut einrichten und zwischen Toilettenhäusern und Bäumen versuchen, ein Lager aufzuschlagen. Auch an diesem Tag fordern sie einen jungen Mann auf, den Bereich umgehend zu verlassen.
 
Auch Gewerbekontrollen und die Überprüfung fliegender Händler gehören zu den Aufgaben der Stadtpolizei. Immer wieder kommt es vor, dass an der Fan Zone, aber auch im Bereich der Innenstadt Fanartikel-Verkäufer keine Reisegewerbekarte vorweisen können oder keine Preisauszeichnung an der angebotenen Ware vorhanden ist. Die Stadtpolizistinnen und -polizisten müssen dann den weiteren Verkauf untersagen und klären die Händler darüber auf, wie ein solches Gewerbe rechtmäßig ausgeübt werden kann. Die Ware wird sichergestellt und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Bei Sonntagsspielen herrscht generell Verkaufsverbot, es sei denn, es liegt eine Ausnahmegenehmigung vor. Immer wieder werden auch Fanshirts mit UEFA-Logo an Verkaufsständen entdeckt. Hier kümmert sich die Stadtpolizei um die Abklärung mit der UEFA, ob es sich um Plagiate oder zertifizierte Ware handelt.
 
Der Einsatzbereich der Stadtpolizei in der Fan Zone ist sehr vielfältig: Eine Bürgerin übergibt eine leere Kosmetiktasche, in der sie Drogen vermutet und die von den Kolleginnen und Kollegen überprüft wird. Eine andere Person verweist auf einen Stand, an dem ihrer Meinung nach die Lebensmittellagerung nicht gesundheitskonform ist. Der Sachverhalt wird an die Lebensmittelkontrolle des Ordnungsamtes weitergegeben. Auch wenn für Verkehrskontrollen die Kolleginnen und Kollegen der Verkehrspolizei zuständig sind, schreitet die Stadtpolizei ein, wenn sie beobachtet, wie mit E-Rollern zum Beispiel Rotlichtvergehen begangen werden. Dabei kommt es auch zu Personenkontrollen und zur Erhebung von Sicherheitsleitungen. In der Fan Zone ist zudem der Konsum von Cannabis verboten, auch hier muss die Stadtpolizei immer wieder einschreiten und bittet die Personen, den Bereich der Fan Zone zu verlassen.
 
Auch wenn das EM-Spiel an diesem Abend zum Aus des deutschen Teams führt, für die Kolleginnen und Kollegen der Stadtpolizei ist die Schicht noch nicht vorbei. Während deutsche und spanische Fans die Fan Zone verlassen, warten bereits portugiesische und französische Fans an den Absperrungen auf den Einlass in die Fan Zone, um das nächste Viertelfinale anzusehen. Außerdem ist nach dem Spiel das weitere Verhalten der Fans in der Innenstadt zu beobachten und gegebenenfalls einzuschreiten.
 
Die Stadtpolizei hat seit dem Beginn der UEFA EURO 2024 den Fokus auf die Fußstreifen gelegt: In einer Schicht kamen pro Person schnell bis zu 18.000 Schritte zusammen. Für die Versorgung der Kolleginnen und Kollegen wurden 2000 Vesperbeutel zur Verfügung gestellt und 1900 Liter Wasser ausgegeben.

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