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Mirjam Sprau leitet das Institut für Stadtgeschichte Frankfurt

03.03.2025, 12:50 Uhr

Dr. Mirjam Sprau und das Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster in der Innenstadt, Fotos: Stefan Maurer, studioline (Porträt)
Dr. Mirjam Sprau und das Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster in der Innenstadt © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Maurer, studioline

Ab Montag, 3. März, leitet Dr. Mirjam Sprau das Institut für Stadtgeschichte Frankfurt. „Ich freue mich sehr, Frau Sprau als neue Leiterin in Frankfurt willkommen zu heißen“, sagt Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig, die das Auswahlverfahren im vergangenen Jahr verantwortet und Mirjam Sprau dem Magistrat vorgeschlagen hat. „Mit ihr gewinnen wir für das Institut für Stadtgeschichte eine erfahrene Expertin, die den Zugang zur Frankfurter Geschichte weiter fördern wird. In Zeiten wie diesen ist die Weiterentwicklung der Erinnerungskultur als Teil der demokratischen Bildung wichtiger denn je und das Institut für Stadtgeschichte als eines der größten kommunalen Archive der Bundesrepublik leistet dazu einen substanziellen Beitrag, der mit der neuen Leitung nun noch gestärkt wird.“  

Erfahrene Archivarin mit Schwerpunkt Osteuropa und Wiedergutmachungspolitik

Dr. Mirjam Sprau, geboren 1980, hat Osteuropäische Geschichte, Neuere deutsche Literatur und Soziologie in Marburg und Moskau studiert. 2015 wurde sie an der Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen promoviert. Ihre archivische Laufbahn begann sie mit einem Referendariat beim Bundesarchiv 2012. Nach Stationen beim Bildarchiv und in der modernen Überlieferungsbildung (Ressorts „Inneres“ und „Justiz“) war Sprau in der Hauptdienststelle des Bundesarchivs in Koblenz zuletzt als Referatsleiterin in der Grundsatzabteilung tätig. Im Verbund mit mehreren Kooperationspartnern hat sie ein breites nationales und internationales Netzwerk etabliert und das Themenportal „Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts“ aufgebaut.  

Dieses bietet Forschenden, Studierenden, Medien und insbesondere Familienangehörigen von NS-Opfern einen zentralen Zugang zu den Unterlagen der Wiedergutmachungspolitik. Zudem war sie für die Schriftenreihe des Bundesarchivs verantwortlich. Die Stärkung nutzerfreundlicher Suchstrategien liegt Sprau besonders am Herzen, die sie in zahlreichen Fachpublikationen zur Diskussion gestellt hat.

Das Institut als „Gedächtnis der Stadt“ weiter in die Zukunft führen

„Ich freue mich sehr darauf, die so erfolgreiche Arbeit des Instituts für Stadtgeschichte gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen in die Zukunft weiterführen zu dürfen“, sagt Sprau zum Amtsantritt. „Das Institut bildet im umfassenden Sinne das ‚Gedächtnis der Stadt‘, verwahrt Frankfurts Überlieferung, bietet nutzerfreundliche Zugänge zu den historischen Quellen der Stadt und hat ein breites Angebot zur historischen Bildung. Mein Anspruch ist es, mit dem Institut an der demokratischen Erinnerungskultur Frankfurts aktiv mitzuwirken und das Haus in seiner Rolle als Kommunikationsraum zur historischen Selbstvergewisserung unterschiedlicher Zielgruppen aus archivischer Perspektive zu stärken.“  

Mirjam Sprau übernimmt den Staffelstab von Dr. Kristina Odenweller, die das Institut für Stadtgeschichte bis Ende Februar kommissarisch leitete. Vertreten wurde sie dabei vom kommissarischen Archivdirektor Dr. Sebastian Tripp. „Ich danke Frau Dr. Odenweller und Herrn Dr. Tripp sehr für die mit großem Verantwortungsbewusstsein und hohem persönlichen Einsatz geleistete Arbeit und freue mich, dass sie mit ihrer Expertise dem Haus weiterhin als Abteilungsleitungen erhalten bleiben“, sagt Hartwig.

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