Zwei Jahre sind ein guter Anfang
19.02.2025, 15:34 Uhr
Frankfurter Zero Waste Lab zieht positive Jahresbilanz 2024
Abfälle vermeiden,
anfallende Abfälle wiederverwerten, mit Ressourcen sorgsam umgehen und
Maßnahmen, die dies ermöglichen, fördern. Das hat sich das Frankfurter Zero
Waste Lab zum Ziel gemacht, als es im November 2022 mit der Arbeit begann.
Seitdem haben die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger 43 Ideen eingereicht, von
denen sieben erfolgreich realisiert wurden und zwei weitere in der Umsetzung
sind.
Im Jahr 2024 wurden drei Projekte realisiert. In Niederrad öffnete die Teilerei
ihre Pforten, ein Ladenlokal, in dem nichts verkauft, aber alles geteilt wird.
Ziel der Teilerei ist es, den Second-Hand-Gedanken zu stärken, Abfälle zu
vermeiden und Menschen zusammenzubringen. An der Realisierung dieses Projekts
beteiligt waren neben der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES), die
Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main und die IHK.
Auch die Abfalljagd, eine App, die spielerisch dazu motiviert, herumliegenden
Abfall aufzusammeln und korrekt zu entsorgen, ist im vergangenen Jahr
gestartet. Pro Monat werden rund 1800 Fotos eingereicht, die zeigen, wie
Bürgerinnen und Bürger Abfall im öffentlichen Raum aufheben und korrekt
entsorgen. Ebenfalls 2024 wurde im Sommer im Secondhand-Warenhaus Neufundland
eine Repair-Ausstellung gezeigt, die den Frankfurterinnen und Frankfurtern
Inspirationen rund um das Reparieren und Selbermachen lieferte.
„Das Lab hat 2024 wertvolle Arbeit geleistet, die nun fortgesetzt wird. Abfall
zu vermeiden und mit den Ressourcen sorgsam umzugehen, die Lebenszyklen der
Produkte zu verlängern – alle Ideen, die dazu beitragen, sind wertvoll und
ermöglichen eine kinder- und enkeltaugliche Zukunft in Frankfurt”, sagt
Benjamin Scheffler, Schirmherr des Zero Waste Lab und FES-Geschäftsführer.
„Das Zero Waste Lab schafft ein Bewusstsein für nachhaltige Alternativen und
auch für den Schutz unseres Klimas und unserer Umwelt. Innerhalb der planetaren
Grenzen zu agieren heißt auch mit unseren Rohstoffen und Ressourcen bewusst
umzugehen statt sie achtlos wegzuwerfen. Nur so können wir Frankfurt zu einer
Stadt des nachhaltigen Handelns machen, auch für nachfolgende Generationen”,
sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen,
und ebenfalls Schirmherrin des Zero Waste Labs.
Das von der FES gemeinsam mit dem Umweltamt koordinierte Lab ist eine
Denkfabrik, die Elemente der Beteiligung von Bürgerinnen Bürgern sowie
ehrenamtlichem Engagement einbezieht. Ziel ist es, Wege aus der
Ressourcenverschwendung aufzuzeigen und die Stadt Frankfurt auf ihrem Weg zur
Zero Waste City zu unterstützen. Die Agenda ist ambitioniert: Gemeinsam mit
anderen europäischen Städten macht sich Frankfurt auf den Weg, Abfall zu
vermeiden und anfallende Abfälle wiederzuverwenden oder zu recyceln.
Weitere Informationen zum Zero Waste Lab finden sich unter zerowaste-lab.deExternal Link.