„In der Feuerkette der Epoche“: Buchvorstellung und Gespräch im Jüdischen Museum
03.03.2025, 15:18 Uhr
Veranstaltung zur Dichterin Getrud Kolmar am 6. März in der Bibliothek des Jüdischen Museums Frankfurt
Im Jahr 1894 in Berlin
geboren, hat Getrud Kolmar alle entscheidenden Phasen und Umbrüche vom
Wilhelminischen Kaiserreich über den Ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik
bis hin zum Nationalsozialismus am eigenen Leib miterlebt. Deutsch und jüdisch
– diese spannungsreiche doppelte Zugehörigkeit kennzeichnet ihr Werk und wird
darin immer wieder auf offene oder verborgene Weise thematisiert. 1943 wurde
Gertrud Kolmar in Auschwitz ermordet.
In ihrem Buch „In der Feuerkette der Epoche. Über Gertrud Kolmar“ (Suhrkamp
Verlag) hat die Autorin Friederike Heimann ein anschauliches Porträt Kolmars
verfasst, das sie in den Kontext der deutsch-jüdischen Epoche in der ersten
Hälfte des 20. Jahrhunderts stellt. Sie schildert und reflektiert Leben und
Werk der Dichterin vor dem Hintergrund des Zeitgeschehens, ohne dessen Poetik
und Eigenständigkeit zu vernachlässigen. Um das deutsch-jüdische Umfeld der
Dichterin in Berlin anschaulich darzustellen, lässt sie auch Zeitgenossen, wie
Kolmars Cousin Walter Benjamin, zu Wort kommen.
Während der Buchvorstellung am Donnerstag, 6. März, ab 19 Uhr in
der Bibliothek des Jüdischen Museums am Bertha-Pappenheim-Platz 1 stellt
Heimann ihr Buch im Gespräch mit der Frankfurter Rabbinerin Prof. Elisa
Klapheck vor. Es moderiert Prof. Mirjam Wenzel, die Direktorin des
Jüdischen Museums Frankfurt.
Es handelt sich um eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe jüdisch-politisches
Lehrhaus von und mit Rabbinerin Klapheck. Karten sind unter juedischesmuseum.de/ticketsExternal Link und an der Abendkasse erhältlich. Der Eintritt kostet zehn, ermäßigt fünf
Euro.