Das Gräberfeld Heilmannstraße – Fundort der Frankfurter Silberinschrift
27.02.2025, 12:46 Uhr
Vortrag am 4. März im Archäologischen Museum
Das römische Gräberfeld Heilmannstraße in Praunheim liefert bedeutende neue Erkenntnisse zur Spätzeit der römischen Stadt Nida. Die Ausgrabungen führte das Frankfurter Denkmalamt in den Jahren 2017 bis 2018 unter der Leitung von Dr. Andrea Hampel durch. Die seitdem laufende Auswertung der Ausgrabungen durch Dr. Peter Fasold zur Vorbereitung der Publikation hat unser Bild von dieser Phase der römischen Herrschaft in den Gebieten rechts des Rheins nachhaltig verändert.
Ein herausragender Fund ist eine silberne Amulettkapsel aus einem Körpergrab aus
dem Zeitraum zwischen 230 und 260 nach Christus, das eine lateinische Inschrift
auf einer eingerollten Silberfolie enthielt. Diese konnte 2024 von Prof. Markus
Scholz gelesen werden, nachdem sie im Leibniz-Zentrum für Archäologie in Mainz
digital entrollt worden war. Ungewöhnlich ist ihre rein christliche Botschaft
ohne heidnische Einflüsse, was sie einzigartig macht. Einen so frühen,
authentischen Nachweis des Christentums nördlich der Alpen gab es bisher noch
nicht.
Am Dienstag, 4. März, findet um 18 Uhr im Archäologisches Museum in der Karmelitergasse
1 ein Vortrag mit dem Titel „Das Gräberfeld Heilmannstraße – Fundort
der Frankfurter Silberinschrift“ statt. Der Einlass öffnet um 17.30 Uhr.
Hampel, Fasold und Scholz werden erstmalig während dieses gemeinsamen
Vortrags die Forschungsergebnisse aus erster Hand vorstellen. Es handelt sich
um eine Kooperationsveranstaltung der Freunde des Archäologischen Museums, der
Gesellschaft für Frankfurter Geschichte und der Freunde der Archäologie in
Europa.
Der Vortrag ist für Mitglieder der Kooperationspartner ermäßigt (bitte
Mitgliedsausweis nicht vergessen).
Nichtmitglieder zahlen sechs, ermäßigt drei Euro. Die Ermäßigung gilt für Schüler, Studenten und Frankfurt- sowie Kulturpass-Inhaber.
Um vorherige Anmeldung per E-Mail an info.archaeolmus@stadt-frankfurt.deInternal Link wird gebeten.