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Kommunale Kinder-, Jugend- und Familienhilfe

ONLINE VORTRAG - Kinder in Heimen zwischen 1945 und 1975

17.01.2022, 12:50 Uhr

Die Trägerübergreifende Veranstaltungsreihe beleuchtete den Weg der Heimerziehung von 1945 bis heute.

 

Wanderausstellung "Kinder in Heimen von 1945 bis 1975"

Die Verletzungen der Menschenrechte junger Menschen in der Heimerziehung zwischen 1945 und 1975 sind umfangreich und schmerzhaft. Forschung und Praxis belegen, was ehemalige Heimkinder schon lange berichten: Gewalt, Demütigungen, Kontaktsperren, Essensentzug waren in vielen Heimen Alltag. Eine trägerübergreifende Veranstaltungsreihe beleuchtete in Frankfurt diese traurige Thematik.

Sozialdezernentin Elke Voitl eröffnete die Veranstaltungsreihe und sagt: „Das, was jahrzehntelang von staatlichen Institutionen Schutzbefohlenen angetan wurde, macht mich tief betroffen. Die Aufarbeitung dieses strukturellen Versagens ist eine notwendige Pflicht und ein wesentlicher Beitrag zur Weiterentwicklung einer modernen Kinder- und Jugendhilfe.“ Die Veranstaltungsreihe ermöglichte es, sich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven dem Thema zu nähern. „Die Reihe leistet so in der Auseinandersetzung einen wichtigen Beitrag“, sagte die Dezernentin.

In der Bundesrepublik waren in dieser Zeit rund 750.000 Kinder und Jugendliche in Heimen untergebracht. Die Erfahrungen, die Kinder, Jugendliche und Eltern mit der Heimerziehung machen mussten, enden nicht mit dem Auszug aus der Wohngruppe. Diese Erfahrungen sind prägend und bleiben, mindestens als seelische Folgen, ein Leben lang erhalten.

Die Ausstellung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zeichnet die Geschichte evangelischer Kinderheime in Hessen nach. Sie setzte sich mit dem damaligen Alltag der Einrichtungen in der Zeit zwischen 1945 und 1975 auseinander und zeigte auf, mit welchem pädagogischen Verständnis Heimerziehung damals umgesetzt wurde.

Die Veranstalter - der Eigenbetrieb Kommunale Kinder-, Jugend- und Familienhilfe und die Stiftung Waisenhaus – beleuchtete auch das Schicksal betroffener Frankfurter Kinder.

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Ein Vortrag von Prof. Behnisch zum aktuellen Stand der Heimziehung ist in der Mediathek Hessen abrufbar -   Veranstaltung Kinder in Heimen von 1945 bis 1975External Link

Kinder in Heimen – Eröffnungsvortrag „Pippi Langstrumpf und die Angst vor den Schmuddelkindern“

Sendetermine für die Eröffnungsveranstaltung:

Mo, 24.1., 18 Uhr und 22 Uhr
Di, 25.1., 10 Uhr und 14 Uhr
Sa, 29.1., und So, 30.1., um 6 Uhr morgens

In der Mediathek Hessen ist die Aufzeichnung hier abrufbar:

EroeffnungsveranstaltungExternal Link

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