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Geschäftsstelle der KAV

Fall Iranbomy – eine Gelegenheit zur Kehrtwende

22.10.2019, 08:00 Uhr

Als im Sommer 2019 der Sohn des Frankfurter Rechtsanwalts Dr. Seyed Iranbomy in den USA verstarb, wurde ein zutiefst menschliches Problem der aktuellen US-Außenpolitik deutlich: Dem Vater wurde die Einreise zur Beerdigung verweigert, selbst ein 3-Tages-Visum wurde – ohne Nennung von Gründen – abgelehnt.

Am 21. Oktober schilderte Dr. Iranbomy den Vorfall der Kommunalen Ausländerinnen- und Ausländervertretung (KAV). Die Beerdigung seines Sohnes ist nun geschehen, die fehlende Würde kann nicht mehr hergestellt werden. Aber Dr. Iranbomy ist zu einem Kämpfer dafür geworden, dass es in Zukunft wieder menschlicher werden soll, dass andere Menschen aus welchem Land sie auch immer stammen, wieder nach Menschlichkeit und nicht nach der momentanen politischen Weltsituation beurteilt werden.

Die KAV schließt sich diesem Bemühen mit Nachdruck an. Wir erinnern daran, dass die USA durch politische Ungleichheit und dem Streben nach Gerechtigkeit entstanden sind und das in ihrer Unabhängigkeitserklärung deutlich festgeschrieben haben.
Wir sehen den Fall Iranbomy als eine gute Gelegenheit zur Kehrtwende.

gez. Jumas Medoff
(Vorsitzender der KAV)
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