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Amt für Wohnungswesen

GIMA Frankfurt beschlossen und am Folgetag gegründet

15.11.2021, 13:00 Uhr

GIMA Gründer Mike Josef, Cora Lehnert, Robin Mohr, Arne Kilian, Matthias Henties
Mike Josef, Cora Lehnert, Robin Mohr, Arne Kilian, Matthias Henties © Stadt Frankfurt am Main

Ziel ist der Schutz von Bestandsmietern bei Immobilienverkäufen

Nachdem am Donnerstag, 11. November, die Stadtverordneten für eine Beteiligung der Stadt Frankfurt an der Genossenschaftlichen Immobilienagentur Frankfurt am Main (GIMA Frankfurt) gestimmt hatten, fand inzwischen bereits die Gründungsversammlung statt. Künftig wird die GIMA eine Anlaufstelle für gemeinwohlorientierte Immobilienverkäufe betreiben und die Eigentümerseite, Bewohner und Bewohnerinnen sowie gemeinwohlorientierte Immobilienunternehmen zusammenbringen.
 
Denn nach dem Verkauf von Mehrfamilienhäusern kommt es häufig zu Mieterhöhungen und Verdrängung, insbesondere auf angespannten Wohnungsmärkten wie in Frankfurt. Dieses Problem sehen auch viele Eigentümer und Eigentümerinnen und wünschen sich für ihre Mieterschaft nach einem Verkauf sicheres und bezahlbares Wohnen.

„Der Verkauf an ein gemeinwohlorientiertes Wohnungsunternehmen ist in diesem Fall ein Ziel, um den Immobilienverkauf sozialverträglich zu gestalten. Erklärtes Ziel der GIMA Frankfurt ist der Schutz von Bestandsmietern und -mieterinnen“, erklärt Oberbürgermeister Peter Feldmann: „Der Verkauf ihrer Wohnung darf für Mieterinnen und Mieter nicht zum Glücksspiel werden! Die GIMA ist ein wichtiger Baustein für mehr Schutz vor Mieterhöhung und Verdrängung – und eine Anlaufstelle für Eigentümerinnen und Eigentümer, die mit guten Gewissen verkaufen wollen. Ich bin überzeugt: Dieses Konzept wird Schule machen.“
 
Nach der einjährigen Gründungsphase, in der das Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Gründung der GIMA geprüft und gemeinsam mit der städtischen Verwaltung die nötigen Beschlüsse für eine Beteiligung der Stadt Frankfurt vorbereitet hat, startet nun eine einjährige Pilotphase. „Endlich kann die GIMA ihre Arbeit aufnehmen und ich bin überzeugt, dass sie einen Unterschied für viele Frankfurterinnen und Frankfurter machen wird“, sagt Planungsdezernent Mike Josef. Wenn sich nach einem Jahr zeigt, dass das Konzept funktioniert, soll der Betrieb der Agentur verstetigt werden.
 
Gründungsmitglieder der GIMA sind die Stadt, die teilstädtische Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (KEG), das Netzwerk für gemeinschaftliches Wohnen und zwei Wohnungsgenossenschaften: der Beamten-Wohnungs-Verein und die Wohnbaugenossenschaft in Frankfurt am Main. Stadtrat Josef, der in den Aufsichtsrat der genossenschaftlichen organisierten Agentur gewählt worden ist, lobt das Engagement: „Ich bin froh, dass wir hier in Frankfurt Menschen und Institutionen haben, denen das Wohl unserer Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner am Herzen liegen und bedanke mich ausdrücklich bei den Gründungsmitgliedern.“
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der GIMA Frankfurt unter gima-frankfurt.deExternal Link.
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