3 - Infrastruktur, Gebäude, Räume, Ausstattung

3 - Infrastruktur, Gebäude, Räume, Ausstattung

Gestaltungsfelder

3 - Infrastruktur, Gebäude, Räume, Ausstattung

Gute Schulen und Kitas brauchen pädagogische Konzepte, die Kinder und Jugendliche bestmöglich auf ihrem Weg begleiten sowie Räume, die diese Konzepte ermöglichen, inspirieren und unterstützen. Lernen findet heute in unterschiedlichen Situationen statt. 
Die Grundlagen und den Rahmen für die Umsetzung bilden die bereits beschlossenen Planungsrahmen für die jeweiligen Schulformen (Grundschulen, Grundschulen im Bestand, weiterführende Schulen)

Im Bereich der Kindertageseinrichtungen liegen verschiedene Beschlüsse vor, die zu beachten sind. Eine gebündelte Zusammenstellung der Beschlüsse und Grundlagen findet sich in den Leitlinien für Kindertageseinrichtungen in Frankfurt am Main (2005). Die Maßnahmen des Gestaltungsfelds 3 fokussieren die Anforderungen an Inklusion, Ganztag und Multifunktionalität.
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Maßnahmen im Gestaltungsfeld

Integrierte Raum- und Flächennutzung implementieren

Integrierte Organisationsmodelle entwickeln und implementieren, die bewirken, dass über den einzelnen Raum hinausgedacht wird. Räume werden in einen wechselseitigen Bezug gesetzt und Flächen im Verbund betrachtet. Lernräume werden so gestaltet, dass sie den unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden: nicht ausschließlich für fachlichen Unterricht, sondern als Lernräume für ganzheitliche Bildung und Erziehung. Separierende Strukturen werden vermieden. Zusätzlich ist zu prüfen, welche neuen (Frei-) räume in Schule und Quartier etabliert werden können.

Aufenthaltsqualität erhöhen

Eine anregende Lernumgebung mit hohem Aufforderungscharakter für selbstständiges und angeleitetes Lernen, Experimentieren und Ausprobieren inner- und außerhalb des Gebäudes. Ein rhythmisierter Ganztag ermöglicht einen natürlichen Wechsel von Anspannungs- und Entspannungsphasen. Gerade für die Entspannungsphasen ist es wichtig, Räume und Flächen zur Verfügung zu stellen, die noch ungestaltet sind. Gemeinschaftsbereiche wie Bibliotheken entwickeln sich zu Selbstlernzentren, die digitale und analoge Recherchematerialien zur Verfügung stellen und zur stillen Arbeit einladen. In diesem Zusammenhang sollten auch die Kinder- und Jugendhäuser als wichtige Quartiersressource miteinbezogen werden.

Bestandsaufnahme der Flächennutzung an Gymnasien und Beruflichen Schulen

Bauliche Situation der bestehenden Schulen (z. B. bauliche Barrieren für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen) im gymnasialen Bildungsgang und an den Beruflichen Schulen unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit verbessern, sodass alle Schüler:innen ungehindert und vorrangig die allgemeine Schule oder die berufsbildende Schule besuchen können.

Erweiterung des schulischen Hilfsmittelpools um den Bereich Kita

Ziel Kinder und Jugendliche mit Behinderungen erhalten bei nachgewiesenem Bedarf speziell auf sie zugeschnittene Hilfsmittel. Diese Hilfsmittel sollen schnell zur Verfügung gestellt werden. Durch Mehrfachnutzung soll auch die Wirtschaftlichkeit gewahrt werden.