Chronik von Nieder-Eschbach

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Chroniken der Stadtteile

Chronik von Nieder-Eschbach

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Frühzeit bis 1000 n.Chr.

Um 4000 v. Chr.:
Bandkeramische Bauern lassen sich auf den Lössterrassen des Niddatals nieder. 1911 werden jungsteinzeitliche Wohngruben in der „Fuchskaut“ ausgegraben und ähnliche Funde am Bügel und am Pfingstberg gemacht.

Um 500 v. Chr.:
Die Vorbevölkerung wird von Kelten überzogen, die die Keltenstadt Heidetränktal und den Ringwall Altkönig bauen. Auch in Nieder-Eschbacher Gemarkung finden sich Spuren der Bronze- und Eisenzeit.

11 n. Chr.:
Der römische Feldherr Drusus dringt über Mainz hinaus in die Wetterau vor.

83/85:
Im Chattenkrieg des Kaisers Domitian befestigt sich die römische Herrschaft rechts des Rheins. Das vom Grenzwall des „Limes“ umschlossene „Dekumatenland“ findet seine Hauptstadt in Nida (=Heddernheim) und ist in Landgüter (villae rusticae) aufgeteilt. In Nieder-Eschbacher Gemarkung wurden mehrere römische Gehöfte gefunden. Die Gemarkungsgrenze fügt sich an die Römerstraßen von Nida nach Okarben und von Vilbel zur Saalburg.

Um 260:
Ende der Römerherrschaft rechts des Rheins. Der Limes fällt. Alemannen und Burgunder drängen nach.

Um 500:
Franken vom Niederrhein bemächtigen sich des Rheinmaingebietes. Die Ortschaften mit der Endung „-heim“ entstehen als erste, die mit „-bach“ werden noch zur fränkischen Ausbaustufe gezählt. Althochdeutsch „ascapah“ bedeutet „Ort, an dessen Bach Eschen wachsen“.

772:
Erste urkundliche Erwähnung von „Aschebach“. (Bodenfunde seit der Jungsteinzeit machen eine Besiedelung über lange Perioden der Vor- und Frühzeit wahrscheinlich.)

8.-9. Jh.:
Das Kloster Lorsch wird durch Schenkungen zum größten Grundbesitzer des Ortes.

1000 bis 1499

1048:
Eschbach gehört nicht mehr zum Niddagau, sondern zur Wetterau (in pago Wedereiba).
Kaiser Heinrich III. schenkt Teile seines Wetterauer Reichsgutes in „Erilbach“ und „Ascebach“ seinem Gefolgsmann Swigger und dessen Frau Coniza.

1232:
Mit dem Übergang des Klosters Lorsch an das Mainzer Erzstift fallen die Lorscher Besitzungen in Nieder- und Ober-Eschbach an die Herrschaft Eppstein.

Ende 13. Jh.:
Die Deutschordenskommende erwirbt zu Sachsenhausen Land und wird zum zweiten großen Grundherrn in der Markung; etwa gleichzeitig wird zwischen Nieder- und Ober-Eschbach unterschieden.

13./14. Jh.:
Durch Belehnung entsteht in Nieder-Eschbach ein Ortsadel, der in Diensten Frankfurts, Hanaus und Katzenelnbogens steht.

1304:
Das Frankfurter Stadtgericht beurkundet einen Gültverkauf zu Nieder-Eschbach.

1324:
Das Bartholomäusstift in Frankfurt erklärt, von Elisabeth, Tochter des Peter von Eschbach, Einkünfte von einer Hufe Landes zu Nieder-Eschbach erhalten zu haben.

1333:
Das Testament der Frankfurter Patrizierin Rylind von Hohenhaus enthält eine Mark-Beschreibung und erwähnt verschiedene Flurnamen.

1373:
Philipp von Kronberg und Henne von Scharfenstein rauben dem Lotz von Eschbach den Zehnten des Dorfes Nieder-Eschbach.

1420:
Die beiden Eschbach, Steinbach und Burgholzhausen kommen an die Königsteiner Linie der Herren von Eppstein.

1438:
Verlust des Frankfurter Burgrechts, das den Bewohnern in Kriegszeiten die Flucht in den städtischen Schutz erlaubte, da die Gemeinde ihrer Pflicht, zum Mauerbau der Stadt Frankfurt beizutragen, nicht nachgekommen ist.

1487
wird die Nieder-Eschbacher Pfarrkirche genannt.

1500 bis 1799

1527:
Die Grafen von Stolberg-Königstein beerben die Eppsteiner und verpfänden wegen Schulden (23.546 Gulden) den Rest des Amtes Rodheim (mit Nieder-Eschbach).

1536:
Nieder-Eschbach wird lutherisch.

1571:
Älteste Glocke von Nieder-Eschbach in Frankfurt gegossen.

1578:
Der Rest des Amtes Rodheim mit Nieder-Eschbach wird von den Stolbergern an Graf Philipp von Hanau verpfändet, der eine straffe Steuer- und Militärverwaltung einführt.

1587:
Musterungsliste der Hanauer Kriegskammer, die 71 waffenfähige Männer verzeichnet (ergibt eine Einwohnerzahl von etwa 350 Personen).

1596:
Einführung des reformierten Glaubens, nachdem das Dorf 1536 lutherisch geworden war. Bestehen beider Konfessionen nebeneinander.

1617/18:
An Stelle einer alten baufälligen Kirche wird eine neue (für 2.321 Gulden) errichtet.

1618/48:
Dreißigjähriger Krieg. Nieder-Eschbach leidet Einquartierung, Plünderung und Brandschatzung.

1655:
Die Kirche wird wieder in Stand gesetzt.

1672:
Die Lutheraner dürfen ihren eigenen Gottesdienst haben.

1735:
Nach Aussterben der Grafen von Hanau fällt das Gebiet nördlich des Mains (mit Nieder-Eschbach) an Hessen-Kassel.

1760-85:
Verkauf von Nieder-Eschbachern durch Friedrich II. von Hessen-Kassel als Soldaten an die Engländer im nordamerikanischen Befreiungskrieg.

1770:
Die Chaussee von Frankfurt nach (Bad) Homburg wird in der Gemarkung Nieder-Eschbach gepflastert.

1800 bis 1899

1806:
Nach dreimonatiger Zugehörigkeit zum Großherzogtum Frankfurt fällt das Dorf zurück an das Großherzogtum Hessen-Kassel und gehört damit zum Königreich Westfalen.

1810:
Nieder-Eschbach gelangt an Hessen-Darmstadt.

1818:
Nieder-Eschbach hat 640 Einwohner.

1820:
Die Union zwischen Lutheranern und Reformierten kommt zu Stande.

1841-56:
In Folge wirtschaftlicher Not wandern 229 Einwohner nach Nordamerika aus, andere verdingen sich als Tagelöhner in Frankfurt.

1848:
Nieder-Eschbacher Revolutionäre beteiligen sich an den Frankfurter Volksaufständen.

1850:
Eröffnung der Eisenbahnlinie Frankfurt-Friedberg über Bonames.

1861:
Nieder-Eschbach hat 694 Einwohner.

1871:
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.

1889:
Einführung des Telegrafen.

1890:
Bau eines neuen Schulhauses.

1892:
Die evangelische Kirche erhält eine neue Orgel.
Gründung des Männergesangvereins „Sängerlust“.

1894:
Gründung des Turn- und Sportvereins Nieder-Eschbach.

1900 bis 1949

1900:
Nieder-Eschbach hat 704 Einwohner.

1905:
In Nieder-Eschbacher Gemarkung findet vor Kaiser Wilhelm II. das Truppenmanöver des 18. Armeekorps (4.000 Mann) statt.

1910:
Die Frankfurter Lokalbahn AG eröffnet die Straßenbahnstrecke Frankfurt-Homburg und wird durch Nieder-Eschbacher Gebiet geführt.

1925:
Nieder-Eschbach hat 1.022 Einwohner.

1928:
Eine katholische Gemeinde als Filialgemeinde von Ober-Erlenbach entsteht.

1930:
Einweihung des im Rahmen der Notstandsarbeiten erbauten Schwimmbades (Neubau 1969).
Gründung des Kleintierzuchtvereins Nieder-Eschbach.

1931:
Bau der katholischen St.-Josefskapelle.

1932:
Rathausbau.

1939:
Nieder-Eschbach hat 1.376 Einwohner.

1946:
Aufnahme von 450 Heimatvertriebenen.

1950 bis 1969

1950:
Die Zahl der Einwohner ist auf 2.117 gestiegen.

1952:
Bau von 42 Nebenerwerbsstellen für die Landwirtschaft und 28 Siedlungshäusern für Ungarndeutsche.

1956:
Zentrale Wasserversorgung eingerichtet.

1958:
Nieder-Eschbach hat 2.630 Einwohner.
Bau der Kanalisation.

1960:
Anschluss an die Abwasserversorgung des Frankfurter Kanalnetzes.
Einführung der staubfreien Müllabfuhr.

1961:
Nieder-Eschbach hat 3.004 Einwohner.

1962:
Abschluss der Flurbereinigung.
Erschließung des Industriegebiets am Bügel.

1963:
Übergabe des Erweiterungsbaues der neuen Volksschule mit Gymnastikhalle an der Friedensstraße.

1964:
Nieder-Eschbach hat 6.000 Einwohner.

1965:
Einweihung der neuen Trauerhalle auf dem Friedhof.
Verbesserung des Wasserwerks (Wasseraufbereitungsanlage).

1967:
Partnerschaft mit Deuil-la-Barre bei Paris (mit ähnlichem funktionalen Bezug wie Nieder-Eschbach zu Frankfurt).
Weihe der katholischen St.-Stephanskirche.

1969:
Die Otto-Hahn-Schule nimmt den Unterricht auf (Gründung eines Schulverbandes Nieder-Eschbach, Ober-Erlenbach und später Harheim und Ober-Eschbach für eine Mittelpunktschule, später Gesamtschule).
Eröffnung des neuen Schwimmbades.

1970 bis 1989

1971:
Einführung des Realschulzweiges an der Otto-Hahn-Schule.
Einweihung des Feuerwehr-Gerätehauses.

1972:
Eingemeindung nach Frankfurt (6,37 Quadratkilometer und 6.994 Einwohner).
Bürgerverein Nieder-Eschbach gegründet.
Geschichtsverein Nieder-Eschbach gegründet.
Erster Bauabschnitt des Nieder-Eschbacher Gemeindezentrums.
Bürgerversammlung des Magistrats (25. August).

1973:
Anschluss an die Frankfurter Wasserversorgung.
Übergabe der Bezirkssportanlage Nieder-Eschbach.

1976:
Anschluss an die Frankfurter Erdgasversorgung.

1977:
Die kombinierte Schul- und Stadtteilbücherei wird eingeweiht.
Einweihung der Altenwohnungen der Neuen Heimat am Bügel.

1979:
Schulfest der Otto-Hahn-Schule mit Gedenken zum 100. Geburtstag des Namenspatrons Otto Hahn.
Der Jägersteg über den Eschbach zwischen Harheim und Nieder-Eschbach ist fertig gestellt und wird offiziell übergeben.
Auf dem Modellfluggelände des Aero-Clubs Nieder-Eschbach findet ein Modellflugtag statt, der 3.500 Besucher anlockt.

1980:
Um Verwechslungen mit dem Siedlungsnamen zu vermeiden, wurde die Straße Am Bügel in Konrad-Duden-Weg umbenannt.
Richtfest der Kindertagesstätte in der Siedlung Am Bügel.

1981:
In der Siedlung Am Bügel wird erstmals ein Wochenmarkt abgehalten.

1982:
Der erste Bauabschnitt des Gemeindezentrums der katholischen St.-Stephanus-Gemeinde ist fertig gestellt.
Die Stadtteilbibliothek in der Otto-Hahn-Schule erhält einen behindertengerechten Zugang.
Die Anwohner der Siedlung Am Bügel gründen einen Bürgerverein.

1983:
Anlässlich des Deutschen Turnfestes in Frankfurt findet in der Otto-Hahn-Schule, die als Gemeinschaftsunterkunft des österreichischen Turnerbundes diente, das erste Stadtteilfest statt.
Auf dem Gelände des Aero-Clubs finden die deutschen Meisterschaften im Modell-Seglerschlepp statt.

1984:
Das kirchliche Nachbarschaftszentrum der evangelischen Gemeinde Am Bügel wird eingeweiht.
Der Sportplatz der Otto-Hahn-Schule wird in Stand gesetzt.

1985:
Eröffnung der neuen Nieder-Eschbacher Tennisanlage, dadurch Erweiterung der bisherigen Anlage von vier Plätzen auf elf Spielflächen.
In der Siedlung Am Bügel wird ein Jugendhaus gebaut, das das vor drei Jahren eröffnete Kinderhaus am Ben-Gurion-Ring ergänzt.

1986:
Im umgebauten und renovierten „Darmstädter Hof“ wird ein Bürgerhaus eröffnet.

1989:
Die über 1.500 Pfeifen der neuen Orgel von St. Stephan erklingen zum ersten Mal.

1990 bis 1999

1990:
Gründung des Kinder- und Jugendvereins Nieder-Eschbach e. V.

1991:
Die Ortsgruppe Nieder-Eschbach des Naturschutzbundes Deutschland eröffnet entlang des Mühlgrabens einen Naturlehrpfad mit Informationstafeln.
Der Kindergarten „Lila Hexenkessel“ wird in den Räumlichkeiten der Otto-Hahn-Schule eingerichtet.

1994:
Der TuS Nieder-Eschbach feiert sein hundertjähriges Jubiläum und gründet eine Rhönrad-Abteilung.
Umzug der bislang in Rödelheim beheimateten „Deutschen Vereinigten Schuhmaschinengesellschaft“ auf das ehemalige Saab-Gelände im Gewerbegebiet von Nieder-Eschbach.
Die „Ahmadiyya Muslim Bewegung“ beginnt mit dem Umbau eines ehemaligen Teppichhauses in der Homburger Landstraße 909 in ein islamisches Kulturzentrum (geplante Fertigstellung: 1995).
Die Reiterstaffel Nord der Frankfurter Polizei, untergebracht in einer alten Hofreite in der Deuil-La-Barre-Straße 60, wird aufgelöst.
Richtfest für eine neues Studentenwohnheim im Ben-Gurion-Ring, das 196 Studierenden das Leben in einer Wohngemeinschaft ermöglichen wird (geplante Fertigstellung: Sommer 1995).

1995:
Das in diesem Jahr offiziell eröffnete „Zentrum am Bügel“ am Ben-Gurion-Ring vereint Sozialstation, Jugendgesundheitszentrum und Bürgerhaus unter einem Dach und ist für die Einwohner von Bonames, Nieder-Erlenbach, Kalbach, Harheim und Nieder-Eschbach zuständig.
Richtfest für das mehr als 10.000 Quadratmeter große Bürogebäude „Phoenix-Haus“ in der Berner Straße 119 (geplante Fertigstellung: Ende 1995).
Mit einer symbolischen Pflanzaktion an der Einmündung Deuil-La-Barre-Straße in die Homburger Landstraße durch den Umweltdezernenten Thomas Koenigs wird der „Stadtpark Nieder-Eschbach“ begründet, der die Freifläche zwischen Bonames, Harheim und Nieder-Eschbach vor künftiger Bebauung schützen soll.
In Nieder-Eschbach und Bonames, vor allem aber im zu beiden Ortsteilen gehörenden Wohngebiet Am Bügel, finden mehrwöchige städtische Kulturwochen unter dem Motto „Vielfalt finden, Grenzen überwinden, Heimat gründen“ statt.
Mit einer akademischen Feier wird die gymnasiale Oberstufe an der Otto-Hahn-Schule eröffnet.
Der islamische Sender „Muslim Television Ahmadiyya“ eröffnet in Nieder-Eschbach sein erstes Fernsehstudio in Deutschland.

1996:
Das Eschbach-Wehr in Höhe des abzweigenden Mühlgrabens wird durch eine rauhe Sohlrampe ersetzt, wodurch der Bach an Strömung gewinnt.
Das Frankfurter Denkmalamt gräbt unmittelbar neben der Autobahn 5 die Fundamente eines römischen Gutshofes aus, die durch die Verbreiterung des Standstreifens gefährdet sind; bei den geomagnetischen Untersuchungen in diesem Zusammenhang werden außerdem die Überreste einer Siedlung der später Jungsteinzeit entdeckt.
Die Gesellschaft für Jugendarbeit und Bildungsplanung eröffnet den Neubau der Kindertagesstätte „Lila Hexenkessel“ auf dem Gelände der Otto-Hahn-Schule; wegen der dortigen Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe war der Auszug der Kita aus den Schulräumlichkeiten notwendig geworden.
Auf einem Zehntel des ungefähr drei Hektar großen Pfingstwäldchens muss der gesamte Pappelbestand wegen Überalterung gefällt werden; direkt nach dem Einschlag werden 900 junge Laubbäume gepflanzt.
Der erste Nieder-Eschbacher Weihnachtsmarkt findet in der Straße Alt-Niedereschbach statt.

1997:
In der Hochhaussiedlung Am Bügel werden eine Bürgerinitiative gegen die Verwahrlosung der Anlage, ein Mädchentreff und ein Präventionsrat zur Verbrechensbekämpfung gegründet.
Die Deutschlandzentrale der Tandem Computers GmbH zieht von Nieder-Eschbach in ihren Neubau in Ober-Eschbach.
Die Deutschen Meisterschaften Großflugmodelle werden auf dem Gelände des Aero-Clubs Nieder-Eschbach ausgetragen.
Nach fünfzehnmonatiger Sanierung der Hofreite in der Deuil-La-Barre-Straße 60 ist dort ein moderner Gebäudekomplex mit 32 Wohnungen entstanden.
Die elektrotechnische Fabrik „Schoeller & Co.“, bislang in Sachsenhausen ansässig, beginnt mit dem Neubau ihres Firmensitzes an der Züricher Straße (geplante Fertigstellung: Mitte 1998).
Erster Spatenstich am Bauvorhaben „Dorflinde“ an der Deuil-La Barre-Straße im Ortszentrum; sieben zweigeschossige Gebäude mit 66 Eigentumswohnungen sowie Läden, Büros und einer Filiale der Frankfurter Sparkasse werden entstehen (geplante Fertigstellung: Sommer 1998).

1998:
Alle Nieder-Eschbacher Haushalte werden mit der Biotonne ausgerüstet.
Die Deutsche Post AG schließt das Postamt in der Straße An der Bornhohl und eröffnet statt dessen eine Postagentur in einem Schreibwarengeschäft in der Straße An der Walkmühle.
Die Henninger Brauerei AG, die 1996 bereits die Verlegung ihres Logistikzentrums auf das ehemals als Schlachthof vorgesehene Gelände im Gewerbegebiet Nieder-Eschbach erwogen hat, beschließt die Verlagerung des gesamten Produktionsstandortes dorthin (geplante Inbetriebnahme: 2002).

1999:
Im September werden 150 Jahre Nieder-Eschbacher Kerb gefeiert.

seit 2000

2000:
Die unter Denkmalschutz stehende evangelische Dorfkirche wird innen und außen gründlich renoviert.
Der Vereinsring hängt an den Ortseinfahrten Begrüßungsschilder auf.
Die Tennishalle des TuS Nieder-Eschbach wird durch Blitzschlag zerstört.
Umzug der Geschäftsstelle des Stadtteilzentrums Nord der Volkshochschule Frankfurt vom Rathaus Nieder-Eschbach in das Zentrum Am Bügel.

2001:
Seit diesem Jahr ist Nieder-Eschbach an das Frankfurter Nachtbusnetz angeschlossen.
Die Binding Brauerei AG übernimmt Henninger, wodurch die Umzugspläne nach Nieder-Eschbach hinfällig werden.

2002:
Die Siedlung Am Bügel wird in das kommunale Projekt „Soziale Stadt“ aufgenommen; die für die Förderung bereitgestellten Mittel sind unter anderem für die Errichtung eines Stadtteilbüros und die Verbesserung des Wohnumfeldes gedacht.
Baubeginn für die Verlängerung der Züricher Straße, die das Gewerbegebiet Nieder-Eschbach mit dem geplanten Anschluss an die Autobahn 661 verbinden wird (geplante Fertigstellung: 2003).

2003:
Im Dezember Baubeginn für den Erweiterungsbau der Otto-Hahn-Schule, der in Fertigteilbauweise aus großformatigen Betonsandwich-Elementen errichtet und neben 13 neuen Unterrichtsräumen auch eine Kantine beinhalten wird, wodurch dann eine Ganztagsbetreuung möglich sein wird (geplante Fertigstellung: Anfang 2005).

2004:
Die neue Sporthalle der Otto-Hahn-Schule, die auch von Vereinen genutzt werden soll, wird nach anderthalb Jahren Bauzeit in Betrieb genommen; statt über eine teure Klimaanlage wird die Kühlung der Halle über eine moderne Betonkernaktivierung erreicht.
Durch die in diesem Jahr intensivierte Zusammenarbeit mit der ehrenamtlich tätigen Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft bei der Beckenaufsicht kann die Bäder Betriebe Frankfurt GmbH die Personalkosten im Freibad Nieder-Eschbach erheblich reduzieren; wegen des Erfolgs wird dieses Kooperationsmodell nicht nur verlängert, sondern soll auch in anderen Schwimmbädern eingeführt werden.
Der Autobahnanschluss Nieder-Eschbach an die A 661wird im Februar eröffnet.
Die von der Stadt seit vergangenem Jahr angestrebte Verlegung des Frankfurter Rollschuhsportvereins FREC vom Mainufer auf die Anlage an der Heinrich-Becker-Straße wird wieder verworfen.

2005:
Die jahrelangen Planungen für die Verlängerung der sogenannten D-Strecke (der U-Bahn-Linie 4) von Bockenheim über Ginnheim, Nordweststadt und Riedberg bis Nieder-Eschbach sind abgeschlossen (geplanter Baubeginn: 2007; geplante Fertigstellung: 2013).
Die Hornbach Baumarkt AG eröffnet neben dem Autobahnanschluss Nieder-Eschbach ihre zweite Frankfurter Filiale.
Nieder-Eschbach erhält einen neuen Wochenmarkt, der von nun an immer samstags auf dem Festplatz an der Deuil-La-Barre-Straße abgehalten wird.
Die Stadtteilbibliothek, untergebracht in der Otto-Hahn-Schule, schließt im Oktober für voraussichtlich zwei Jahre wegen der anstehenden Sanierung der Schule.
Der Parkplatz vor dem Freibad an der Heinrich-Becker-Straße soll neu gestaltet werden; daher wird mit der Neuordnung des Areals begonnen.
Die sogenannte „Westumgehung“, die Kreisstraße 824 zwischen Homburger Landstraße und dem Autobahnanschluss Nieder-Eschbach, wird für den Verkehr freigegeben.
„Ikea“ erwirbt zwei Grundstücke auf dem erst als Schlachthof vorhergesehenen, später für Henninger Bräu reservierten Areal im Gewerbegebiet, um hier eine weitere Filiale zu errichten (geplante Fertigstellung: Anfang 2007).
Das Hotel „Darmstädter Hof“ hat nach zwei Jahren Leerstand einen neuen Eigentümer, der die Gästezimmer und das Lokal übernimmt; die Stadt subventioniert das Gebäude wegen seiner Bürgerhausfunktion.
Den 2003 vom Ortsbeirat beschlossenen Stadtteilpreis für herausragende ehrenamtliche Tätigkeit erhält in diesem Jahr die Ortsgruppe Nieder-Eschbach der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft.

Chronik wird nicht fortgesetzt.