Passiver Schallschutz und Entschädigung

Passiver Schallschutz und Entschädigung

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Fluglärm

Passiver Schallschutz und Entschädigung

Anträge nimmt das Regierungspräsidium Darmstadt entgegen

Haus- und Wohnungseigentümer, Erbbauberechtigte und schutzbedürftige Einrichtungen haben Anspruch auf passiven Schallschutz und Entschädigungszahlungen. Grundlagen sind das Fluglärmgesetz und das Regionalfondsgesetz. In Frankfurt sind die südlichsten Gebiete von Niederrad, Sachsenhausen und Oberrad anspruchsberechtigt. Die Antragsformulare und detaillierte Infos sind beim Regierungspräsidium Darmstadt erhältlich.

Tag-Schutzzone 1 und Nachtschutzzone nach Fluglärmgesetz
Tag-Schutzzone 1 und Nachtschutzzone nach Fluglärmgesetz; Daten: Regierungspräsidium Darmstadt, 2015 © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Umweltamt

Außenwohnbereichsentschädigung nach Fluglärmgesetz

In der Tag-Schutzzone 1 des Lärmschutzbereichs des Flughafens Frankfurt gibt es Anspruch auf eine einmalige Entschädigung für fluglärmbedingte Beeinträchtigungen der Nutzung des Außenwohnbereichs (zum Beispiel Rasenflächen, Gärten, Terrassen, Balkone, Dachgärten). Betroffen sind etwa 1500 Haushalte im Süden von Sachsenhausen und Niederrad. Für ein Einfamilienhaus beträgt die Entschädigung 3700 Euro, die von der Fraport AG gezahlt werden, wobei der Wert der Immobilie pauschal mit 250.000 Euro angenommen wird. Der Anspruch besteht für Immobilien, die vor dem 13.10.2011 errichtet worden sind oder für die vor diesem Datum eine Baugenehmigung vorlag. Liegt der Verkehrswert über der Pauschale, gibt es mehr Geld. Sofern Eigentümer den Verkehrswert ihres Grundstücks höher einschätzen (maßgeblich ist der Verkehrswert am 18.12.2007) muss im Antrag „erhöhte Entschädigung“ angekreuzt werden. In diesem Fall erfragt das Regierungspräsidium beim Gutachterausschuss eine vereinfachte Verkehrswertermittlung. Diese ist für den Antragsteller kostenlos. Der Verkehrswert kann auch durch ein Gutachten festgestellt werden. Die Kosten für ein Gutachten müssen zunächst vom Antragsteller vorfinanziert werden. Wenn der Verkehrswert über dem Pauschalbetrag liegt, werden die Kosten von der Fraport AG übernommen. Bei der Antragstellung muss kein Gutachten mitgeschickt werden. Der Anspruch endet am 12.10.2021. Weitere Infos zur AußenwohnbereichsentschädigungExternal Link finden Sie beim Regierungspräsidium Darmstadt.

Baulicher Schallschutz

  1. Fluglärmgesetz
    Laut Fluglärmgesetz haben Eigentümer, deren Immobilie in einer Lärmschutzzone liegt, Anspruch auf Erstattung von Aufwendungen für baulichen Schallschutz. Je nach Zone gelten unterschiedliche Ansprüche. So werden in der Nacht-Schutzzone Maßnahmen (z.B. Fenster, Lüfter) in Schlafräumen finanziert, in der Tag-Schutzzone 1 gilt der Anspruch für Aufenthaltsräume. Der Anspruch endet am 12.10.2021.Weitere Infos zur Erstattung von baulichem Schallschutz External Linkfinden Sie beim Regierungspräsidium Darmstadt.
  2. Regionalfondsgesetz
    Nach dem Regionalfondsgesetz können Eigentümer in der Regionalfondskontur (diese ist in Frankfurt identisch mit der Tag-Schutzzone 1) – über die bundesgesetzlichen Ansprüche nach dem Fluglärmgesetz hinaus – Zuschüsse bis zu 4350 Euro für baulichen Schallschutz und zur Verbesserung des Raumklimas beantragen. Konkret kann das Geld unter anderem für Fenster, Klimaanlagen oder Belüftungsgeräte verwendet werden. Der Anspruch endet am 31.12.2021. Die Frist wurde auf Initiative von Umweltdezernentin Rosemarie Heilig um vier Jahre verlängert. Weitere Infos zum RegionalfondsExternal Link finden Sie beim Regierungspräsidium Darmstadt.

Weitere Informationen

Die Anträge können beim Regierungspräsidium Darmstadt gestellt werden.  Die Antragsformular, Erläuterungen zu den Verfahren, eine Informationsbroschüre und Antworten auf häufig gestellte Fragen erhalten Sie beim Regierungspräsidium. Die interaktive Datenbank des Regierungspräsidiums Darmstadt External Linkgibt Auskunft, für welches Grundstück welcher Anspruch besteht.

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