Fischerei

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Jagen, Angeln, Fischen

Fische und Fischereirecht

Welche Fischarten gibt es in Frankfurt im Main?

Im Main leben ca. 40 Fischarten, wie die Karausche, die Nase oder der Wels. Vor über 180 Jahren schwammen auch Stör, Lachs und Flunder im Main. Jedoch sind mit ihnen noch sechs weitere Fischarten im Main nicht mehr zu finden.

 

In den 1970er Jahren galt der Fluss als "biologisch tot". Chemikalien, Abwässer und Gifte veränderten ihn. Nur fünf Fischarten, Rotauge, Blicke, Ukelei, Hasel und Brachse überlebten knapp. Heute ist der Main wieder lebensfreundlicher geworden.

 

Auch vom Menschen eingebrachte Fischarten (Neozooen) wie die Regenbogenforelle, der Zander oder Zucht-, Silber-, und Graskarpfen leben und schwimmen nun in Frankfurt im Main.


Welche Anforderungen stellen Fische an den Main?

Grundvoraussetzung für das Fischleben ist Wasser guter Qualität. Der Main entspricht heute der Wassergüteklasse 2 und ist somit als "gut" eingestuft. Fische brauchen nicht nur sauberes Wasser um leben zu können. Das Gewässer sollte auch so naturnah wie möglich sein. Das Ufer sollte den Fischen Laichräume bieten. Jungfische halten sich im flachen Wasser aus, um vor ihren Feinden (z.B. Hecht) sicher zu sein. Jedoch bieten Steinschüttungen und Uferverbauungen nur weinige Aufenthalts- und Versteckmöglichkeiten. Durch den Wellenschlag des Schiffverkehrs geraten die Fische zusätzlich in Gefahr.

Warum müssen Gewässer für Fische passierbar sein?

Einige Fischarten wie Lachse und Maifische verbringen ihr Leben im Meer, müssen aber zum Laichen die Flüsse hinaufwandern. Für diesen beschwerlichen Weg ist die Passierbarkeit eines Gewässers entscheidend. Wehre, Staustufen und Querverbauungen sind Hindernisse, die meist nur über so genannte "Fischtreppen" überwunden werden können.

 

Wer kümmert sich um die Fische im Stadtgebiet?

Die Stadt Frankfurt am Main (Umweltamt) ist Inhaber der Fischereirechte im Stadtgebiet. Diese Rechte sind seit 1949 an die Frankfurter Fischer- und Schifferzunft verpachtet. Die Frankfurter Fischer- und Schifferzunft stellt eine der ältesten Zünfte Deutschlands dar. Sie wurde 945 n.Chr. gegründet.

Für Genehmigungen und den Gesetzesvollzug sowie die Ausgabe des Fischereischeins ist die Untere Fischereibehörde im Ordnungsamt zuständig.


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