Die Hospizbewegung in Frankfurt

Die Hospizbewegung in Frankfurt

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Palliativ- und Hospizbewegung

Die Hospizbewegung in Frankfurt

Geschichte des Christophorushauses

  • 1985 erste Planungen für ein stationäres Hospiz, das Christophorushaus
  • 1992 stellte die Stadt Frankfurt den Initiatoren ein Haus im Frankfurter Westend zur Verfügung.
  • 1994 wurde das Christophorushaus mit insgesamt 40 Betten eröffnet. Es entstand nach langer Planungsphase aus einem zunächst ambulanten, hospizlichen Betreuungsangebot, das an eine Schmerzpraxis angebunden war.

 

Das Haus konnte nicht in den Krankenhaus-Bedarfsplan für die Stadt Frankfurt aufgenommen werden, die Mitfinanzierung durch die Krankenkassen war noch nicht in Kraft.

  • 1995 musste das Christopherushaus deshalb schließen.
  • 1997 wurden gesetzlich geregelte Mindestzuschüsse der Krankenkassen zur vollstationären Hospizversorgung in den Finanzierungsplan aufgenommen. Diese kamen für das Christophorushaus zu spät.

 

Das Gebäude wurde später von der Cronstetten-Stiftung übernommen und beherbergt heute das Altenpflegeheim Justina von Cronstetten Stift gGmbH.

Hospizbewegung und die Ausbreitung von AIDS in den 80'er Jahren

Auch in Frankfurt ist die Geschichte der Hospizbewegung von Mitte der 80er Jahre bis in die Mitte der 90er Jahre mit der Ausbreitung von AIDS und dem Sterben insbesondere junger Menschen durch AIDS verbunden.

 

  • 1985 wurde die AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. gegründet.
  • 1990 folgte die Gründung des Christlichen AIDS-Hilfsdienst e.V.
  • 1992 wurde das Franziskushauses als Hospiz für AIDS-Kranke eröffnet. Träger war der Deutsche Caritasverband e.V. Frankfurt am Main.

 

AIDS-Hilfe und Christlicher AIDS-Hilfsdienst unterhalten ambulante Pflegedienste. Fachspezifische Teams sorgen dafür, dass an AIDS erkrankte Menschen ihr Leben trotz krankheitsbedingter Einschränkungen selbstbestimmt und weitestgehend autonom in ihrem gewohnten Umfeld gestalten können.

Weitere Meilensteine in der Hospizbewegung in Frankfurt

  • 1992 wurde am Bürgerinstitut (damals noch: Institut für Sozialarbeit) das Projekt "da sein" ins Leben gerufen, das als Besuchsdienst mit 10 Frankfurter Pflegeheimen kooperiert und seitdem eine fachlich begleitete Lebens- und Sterbebegleitung durch Ehrenamtliche bietet. Insbesondere steht dieser Dienst für Heimbewohner zur Verfügung, die wenige oder gar keine sozialen Kontakte haben.
  • 1996 wurde das "Evangelische Hospital für Palliative Medizin" nach vierjähriger Planungsphase in zentraler Lage der Stadt Frankfurt am Main eröffnet. Träger war die evangelische Gesellschaft gGmbH.
  • 2002 wurde die ambulante Hospizgruppe am Bürgerinstitut gegründet, die diagnoseunabhängig sterbende Patienten in ihren Familien zu Hause palliativ berät und psychosozial begleitet.
  • 2003 nahm der an das Hospital für palliative Medizin angeschlossene Ambulante Palliative Beratungsdienst seine Tätigkeit auf, der ehemalige Patienten des Hospitals, aber auch andere Menschen zu Hause in Palliativ-Pflege berät und auch vereinzelt pflegerisch versorgt.
  • 2005 wurde nach zweijähriger Vorbereitungszeit das Hospiz Sankt Katharina auf dem Gelände des Sankt Katharinen Krankenhauses in Seckbach eröffnet. Das Hospiz verfügte zunächst über 9 Betten. Träger sind das katholische Sankt Katharinen Krankenhaus und das evangelische Sankt Katharinen- und Weißfrauenstift.
  • 2006 nahm der ambulante Kinderhospizdienst seine Tätigkeiten in Frankfurt am Main auf.
  • 2007 Eröffnung des Zentrums für Palliativmedizin am Krankenhaus Nordwest mit 10 Betten. 2008 wurde die Bettenzahl vom Hospiz Sankt Katharina auf 13 erhöht.
  • Ende 2008 haben die Städtischen Kliniken Frankfurt am Main-Höchst und der Caritasverband Frankfurt eine ambulante Hospizgruppe gegründet.
  • 2009 Verlegung der 20 Betten des Hospitals für palliative Medizin in das Markus–Krankenhaus. Eingliederung in die Fachklinik für Anästhesie unter dem Stationsnamen "Hospital für Palliativmedizin".
  • 2009 Umwandlung des "Evangelische Hospital für Palliative Medizin" in ein stationäres Hospiz; Eröffnung November 2009. Mittelfristig sind insgesamt 12 Betten geplant.

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