Schuleingangsuntersuchung

Schuleingangsuntersuchung

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Kinder- und Jugendmedizin

Schuleingangsuntersuchung

Einschulung_Kind mit Schultüte
Einschulung - Kind mit Schultüte © Fotolia, Foto: Uwe Annas

Alle Kinder, die das 6. Lebensjahr bis einschließlich 01.07. eines Jahrganges vollenden, sind schulpflichtig und werden im kommenden Schuljahr eingeschult. Ein wichtiger Teil des Schulaufnahmeverfahrens ist die ärztliche Schuleingangsuntersuchung: sie verbindet Aspekte der individuellen schul- und unterrichtsbezogenen Kindergesundheitsförderung mit solchen der kinderärztlichen Krankheitsfrüherkennung. Sie ist in Hessen gesetzlich vorgeschrieben.

 

Das Aussondern und Zurückstellen „schulunreifer“ Kinder gehört der Vergangenheit an; heute geht es um die zeitgerechte Begleitung aller Kinder in die ihnen gemäße Form der schulischen Betreuung und Förderung, gleich ob in Regelunterricht, Integrationsmodell, Vorklasse, Schuleingangsstufe, integrierter Schulbeginn oder primäre sonderpädagogische Förderung.

 

Die Schuleingangsuntersuchung unterscheidet sich in ihren Inhalten und in der Gewichtung ihrer Ziele ganz wesentlich von den beim niedergelassenen Kinderarzt durchzuführenden Früherkennungsuntersuchungen U8 und U9 - ungeachtet der einen oder anderen Parallele und einer zeitlichen Nähe.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Welches sind die Elemente der Schuleingangsuntersuchung?

Sehfähigkeit: Sehschärfeprüfung mittels Testgerät in der Ferne und Ausschluss einer kindlichen Übersichtigkeit.

Prüfung des räumlichen Sehvermögens und der Farbtüchtigkeit (unter den Jungen sind Farbschwäche oder Farbenblindheit nicht selten), Ausschluss von Schielen und Schwachsichtigkeit

 

Hörfähigkeit: Prüfung mittels Kopfhörer-Testgerät (Screening-Audiometer)

 

Feststellung des altersgemäßen Entwicklungsstandes anhand eines standardisierten Testverfahrens: Erfasst werden Entwicklungsbereiche wie zum Beispiel personenbezogenes Wissen (Alter, Geburtsdatum….), vorschulisches Wissen (z.B. Farben, Erfassen kleiner Mengen, Arbeiten mit dem Stift….), Sprachentwicklung (z.B. Aussprache, Deutschkenntnisse….) und sozial-emotionale Reife ihres Kindes.

 

Körperliche Untersuchung am bis auf die Unterwäsche entkleideten Kind (wichtigen Organsysteme, Haltungs- und Bewegungsapparat, Haut, Zahnstatus, Körperkonstitution, Größe, Gewicht, Blutdruck, motorische Fähigkeiten)

 

Impfberatung: Durchsicht des Impfbuches und Hinweis auf erforderliche und ausstehende Schutzimpfungen

 

Medizinische Befunde oder daraus entstehende Empfehlungen teilen wir den Eltern unmittelbar mit und händigen Ihnen entsprechende Arztbriefe aus, damit sie weitere Abklärungen und Behandlungen unverzüglich in die Wege leiten können.

 

Darüber hinaus beraten wir Sie gerne zu den individuellen kindergesundheitlichen Gesichtspunkten, soweit sie für den Schulanfang bedeutsam sind.

 

Bei besonderen Problemen, etwa im Zusammenhang mit chronischer Krankheit oder Behinderung, stimmen wir uns - in Absprache mit Ihnen - mit dem behandelnden Kinderarzt, der Klinik, der Kindertagesstätte oder der Frühförderstelle ab. Wenn es dann notwendig ist, leiten wir - ebenfalls mit elterlichem Einverständnis - die für die aufnehmende Schule wichtigen Informationen weiter.

Benötigte Unterlagen:

  • gelbes Vorsorgeheft
  • Impfpass
  • ausgefüllter Fragebogen auf der Rückseite der Einladung (im Falle einer schriftlichen Einladung)
  • sonstige medizinische Unterlagen (z.B. Arztbriefe) und Hilfsmittel (z.B. Brille oder Hörgerät)

 

weitere Informationen:

Die Anwesenheit eines Personensorgeberechtigten ist zwingend erforderlich. Ist dies nicht möglich, geben Sie bitte der Begleitperson eine unterschriebene Vollmacht mit.

Im Falle einer Freistellung durch den Arbeitgeber kann eine Bestätigung für den Arbeitgeber ausgestellt werden. Falls Sie keine ausreichende Deutschkenntnisse besitzen bringen Sie bitte jemand zu Untersuchung mit der für Sie übersetzten kann.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

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