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29.11.2019

Oberbürgermeister Feldmann unterstützt Initiative ‚Cities for Life, Cities against Death Penalty – Städte für das Leben, Städte gegen die Todesstrafe‘

(ffm) Blaues Licht strahlt am Samstagabend, 30 .November, die St. Bernhard-Kirche im Nordend an. Frankfurt setzt so ein Zeichen für die Abschaffung der Todesstrafe. Oberbürgermeister Peter Feldmann unterstützt mit seiner Unterschrift die Initiative „Cities for Life – Cities against Death Penalty“. Träger der Kampagne ist die katholische Laienorganisation Sant’Egidio.

Diese organisiert seit 2002 jeweils an diesem Tag in Kooperation mit anderen Organisationen Initiativen auf kommunaler Ebene, um auf die Ungerechtigkeit der Todesstrafe hinzuweisen. Das Datum ist bewusst gewählt, denn am 30. November 1786 schaffte das Großherzogtum Toskana als erster Staat die unmenschliche Strafe ab. Mittlerweile beteiligen sich tausende Städte weltweit, indem sie ein symbolisches Gebäude oder einen ausgewählten Platz in besonderer Weise beleuchten. In Frankfurt lässt die Gemeinde St. Bernhard mit finanzieller Unterstützung eines ihrer Mitglieder die Kirche in der Koselstraße anstrahlen.

„Die Todesstrafe verstößt gegen die Menschenwürde und hat in zivilisierten Gesellschaften nichts verloren. Aus diesem Grund unterstütze ich gerne den Aufruf des Netzwerkes“, erklärte Oberbürgermeister Feldmann. „Cities for Life – Cities against Death Penalty“ setzt sich in Europa und weltweit für die Abschaffung der Todesstrafe ein. Aus Deutschland haben sich beispielsweise der Regierende Bürgermeister Berlins, Michael Müller, das Dortmunder Stadtoberhaupt Ulrich Sierau und der Erste Bürgermeister Hamburgs, Peter Tschentscher, dem Aufruf angeschlossen. „Meine besondere Anerkennung gilt der Gemeinde St. Bernhard, die die Initiative in Frankfurt mit Leben erfüllt.“

St. Bernhard lädt am Aktionstag zur Veranstaltung „Life on Death Row – Leben im Todestrakt“ in ihre Räume in die Koselstraße 11-13 ein. Es handelt sich um eine Lesung von Briefen und Texten von Häftlingen aus Todestrakten US-amerikanischer Gefängnisse. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr.