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28.11.2019

Gemeinschaftliches Wohnen hat seinen Platz am Campus Bockenheim

Außenansicht der Liegenschaft der bisherigen Akademie der Arbeit in Bockenheim, November 2019, © Amt für Wohnungswesen Frankfurt am Main
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Konzeptverfahren für Akademie der Arbeit

(ffm) Die städtische Mehrheitsgesellschaft KEG Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft hat die Liegenschaft der bisherigen Akademie der Arbeit vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) erworben. Im Rahmen einer Konzeptvergabe soll nun das Grundstück für gemeinschaftliches Wohnen weiterveräußert werden. Das haben Planungsdezernent Mike Josef und Stefan Körzell vom DGB am Donnerstag, 28. November, mitgeteilt.

„Mit der Entwicklung der Akademie der Arbeit zeigen wir, dass gemeinschaftliches Wohnen fester Bestandteil einer sozial-gerechten Stadtentwicklung ist und gehen einen wegweisenden Schritt zur Entwicklung des Kulturcampus“, sagt Josef. „Es ist der Startpunkt dafür, diesen Ort wieder mit Leben zu füllen. Ich bin sehr froh, dass wir das Areal mit Hilfe der KEG für eine Konzeptvergabe sichern konnten. Es wird dem Markt entzogen und einer gemeinwohlorientierten Entwicklung zugeführt. Hier nutzen wir unsere Gestaltungsmöglichkeiten und stoßen eine wichtige Entwicklung an.“

Stefan Körzell, DGB-Vorstandsmitglied sagt: „Die Akademie der Arbeit hat das Schulungs- und Internatsgebäude über 60 Jahre genutzt, um dort Beschäftigte für Aufgaben in Betrieben, Verwaltungen und anderen Einrichtungen des wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens auszubilden. Uns war und ist wichtig, dass es zu einer sozialverträglichen Nachnutzung kommt. Deshalb wurde im Kaufvertrag die Absicht des Käufers aufgenommen, das Gebäude für ein Projekt gemeinschaftlichen Wohnens, beziehungsweise als Azubi-Wohnheim zu nutzen.“

Ansicht eines Flurs in der Liegenschaft der bisherigen Akademie der Arbeit in Bockenheim, November 2019, © Amt für Wohnungswesen Frankfurt am Main
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KEG-Geschäftsführer Rainer Wrenger ist froh, „dass mit dem Ankauf der Akademie der Arbeit ein wichtiger Schritt zur Realisierung eines gemeinschaftlichen Wohnprojektes genommen ist.“ Das Areal an der Mertonstraße 30/Gräfstraße 62 hat ein Potenzial von mehr als 30 Wohnungen. Bereits während der Laufzeit des Konzeptverfahrens wird es bis zum Sommer 2021 eine Zwischennutzung als Wohnheim für Auszubildende und Studierende geben Die Veranstaltungsräume werden ebenfalls für Aktivitäten rund um das gemeinschaftliche Wohnen genutzt. Während der Konzeptvergabe soll das gemeinschaftliche Wohnen am Campus bereits präsent sein, darüber sind sich alle Akteure einig.

„Mit dem Erwerb der Akademie der Arbeit hat das Planungsdezernat einen wichtigen Meilenstein erreicht für den Campus Bockenheim und gemeinschaftliches Wohnen im Besonderen. Zudem hat sich die Geduld der selbstorganisierten gemeinschaftlichen Wohninitiativen gelohnt“, sagt Birgit Kasper, Leiterin der Koordinations- und Beratungsstelle Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen. „Nun können sie für diesen Standort am Bedarf orientierte die innovative Wohnformen entwickeln. Sie werden einen zukunftsweisenden Einfluss auf die Quartiersentwicklung nehmen.“ Denn gemeinschaftliche Wohnprojekte sind in der Regel flächensparsam, inklusiv, nachhaltig, sozialgerecht, innovativ und für alle langfristig erschwinglich.

„Gemeinschaftliches Wohnen ist ein fester Bestandteil unserer Planungen. Wir sorgen für Vielfalt im Wohnungsbau und schaffen gemeinwohlorientierten Akteuren Zugang zum Wohnungsmarkt. Und ich löse hiermit mein Versprechen ein, dass die gemeinschaftlichen Wohnprojekte einen Platz auf dem Kulturcampus haben werden“, sagt Josef. „Die Stadt Frankfurt braucht innovative Wohnprojekte – und hier wird eines in kürzester Zeit entstehen.“

Aktuelle Informationen zum Start der Ausschreibung finden sich auf der Internetseite des Amtes für Wohnungswesen unter http://www.wohnungsamt.frankfurt.de im Internet.