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27.11.2019

19. Euroforum Jahrestagung Chemie- und Industrieparks 2019 in Frankfurt

(ffm) Am Dienstag, 26., und Mittwoch, 27. November, hat die 19. Euroforum Jahrestagung Chemie- und Industrieparks 2019 bereits zum zweiten Mal in Kooperation mit der Stadt Frankfurt am Main im Plenarsaal des Frankfurter Römers stattgefunden.

Mit über 60 Geschäftsführern, Mitgliedern der Geschäftsleitung, Bereichs- und Abteilungsleitern sowie leitenden Mitarbeitern von Chemie-Unternehmen, Chemieparkbetreibern und in Chemieparks ansässigen Standortgesellschaften aus ganz Deutschland, bildet die Fachtagung ein wichtiges Forum zu Fragen der Standortentwicklung von Chemie- und Industrieparks. Die Veranstaltung ist eine bedeutende Vernetzungsplattform für ein breites Branchenspektrum, das von der Chemie und Petrochemie über Lebensmittel, Pharma, Energieerzeugung und Stahlerzeugung reicht, bis hin zu industrienahen Dienstleistungen – etwa in den Bereichen Energieversorgung, Ver- und Entsorgung, Technik, Logistik, Instandhaltung und Beratung.

In seiner Begrüßung unterstrich Wirtschaftsdezernent Markus Frank die Bedeutung eines zukunftsgerichteten Dialoges zur Stärkung der deutschen Chemie. „Mit der Euroforum Jahrestagung Chemie- und Industrieparks stärken wir den industriepolitischen Dialog am Standort. Frankfurt am Main verfügt über ein traditionell starkes Chemie- und Pharma-Cluster, mit drei Industrieparks im Stadtgebiet, einer herausragenden Infrastruktur sowie zahlreichen ansässigen Marktführern und branchenspezifischen Institutionen wie zum Beispiel dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) oder der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie. Hierauf sind wir sehr stolz und freuen uns, dass wir mit dem Frankfurter Römer einen besonderen Austragungsort für dieses hochkarätig besetzte Fachforum zur Verfügung stellen können“, sagte Frank.

Einen Schwerpunkt der diesjährigen Tagung bildete die Diskussion um die Voraussetzungen für zukunftsfähige Chemie- und Industrieparks am Standort Deutschland. Hierzu brachten auch zahlreiche Frankfurter Experten ihr Wissen und ihre Erfahrung mit ein. Wolfgang Böhm, Geschäftsführer der Allessa GmbH und der AllessaProduktion GmbH, berichtete am Beispiel Cassella über die Transformation eines Industrieparks im Laufe seiner 150-jährigen Geschichte. Eine aktuelle Standortbestimmung von Chemie- und Industrieparks in Europa unternahm Jürgen Vormann, Vorstand der Fachvereinigung Chemieparks im Verband der Chemischen Industrie (VCI) und Vorsitzender der Geschäftsführung von Infraserv Höchst. Eine standortpolitische Einordnung nahmen Wirtschaftsdezernent Frank und Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt am Main, im Rahmen der Podiumsdiskussion „Wirtschaftsstandort Deutschland – Rahmenbedingungen, Herausforderungen, Visionen, Standort Frankfurt“ vor. Unter der Moderation von Holger Bengs, CEO der BCNP Consultants, wurden neue Märkte und Geschäftsideen und die Rolle von Startups erörtert. Auch das Verhältnis von Industrie und Stadtentwicklung wurde näher beleuchtet. So berichtete Michael Stapf, General Manager bei der SSP Deutschland, in einem praxisnahen Fachvortrag über den Umgang mit Gefahrguthallen in der Stadtentwicklung.

Bereits im Vorjahr wurde auf der Euroforum Jahrestagung Chemie- und Industrieparks die Vereinbarung der Stadt Frankfurt mit den Unternehmen und Standortgesellschaften der Industrieparks Höchst, Griesheim und Allessa in Fechenheim zur Umsetzung der Seveso-III-Richtlinie vorgestellt. Die Vereinbarung hat deutschlandweit Modellcharakter und schafft durch einen vorgesehenen Mindestabstand von 500 Metern zwischen den Industrieparks und neuen Schutzobjekten wie Wohngebiete, Planungs- und Investitionssicherheit für die betreffenden Unternehmen. Die Nutzung der Potentiale der Industrieparks ist als Leitlinie im Masterplan Industrie verankert, der eine wichtige Grundlage für die Wirtschafts- und Strukturpolitik der Stadt Frankfurt bildet.