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26.11.2019

Frankfurter Schulen engagieren sich für Klimaschutz

Bildungsdezernentin Weber und Baudezernent Schneider würdigen Einsparung von 3300 Tonnen CO2

(ffm) Die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens erfordern es, den Energieverbrauch deutlich zu reduzieren. Auch an Schulen sind Klimaschutzmaßnahmen nötig. Das bewährte Frankfurter Projekt „Erfolgsbeteiligung für Energie- und Wassereinsparungen bei Nutzung und Betrieb“ hat neuen Schwung bekommen. Es wird vom Energiemanagement des Amtes für Bau und Immobilien in Zusammenarbeit mit dem Verein Umweltlernen in Frankfurt im Auftrag des Stadtschulamts mit den beteiligten Schulen durchgeführt.

In Frankfurt haben sich Schüler zusammen mit Lehrkräften und Schulhausverwaltungen auf den Weg gemacht, um einen eigenen und konkreten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. „Energieteams“ mit Schülern führen „Energierundgänge“ durch, entwickeln Pläne zur Reduzierung des Energieverbrauchs an ihrer Schule und setzen sie gemeinsam mit den Schulhausverwaltungen um. Die Frankfurter Schulen reduzierten im Jahr 2018 auf diese Weise die CO2-Emmission um 3300 Tonnen. Sie sparten gleichzeitig Energie- und Wasserkosten in Höhe von über eine Million Euro ein. Bildungsdezernentin Sylvia Weber und Baudezernent Jan Schneider gratulierten den Vertretern von 98 Frankfurter Schulen zu diesem Erfolg.

Um die Energiebilanz zu verbessern, entwickeln die beteiligten Schulen Maßnahmen im technischen sowie pädagogischen Bereich. „Energiedetektive“ spüren Einsparpotentiale im Klassenraum auf: Stoßlüften bei abgedrehtem Heizkörper, ausschaltbare Steckerleisten gegen Energieverbrauch durch Stand-by-Betrieb und Aufkleber wie „Licht ausgeschaltet?“ sind Beispiele guter Praxis im Schulalltag.

„Klimaschutz wirkt sich auch positiv aufs Lernklima aus!“, stellte Weber fest und verweist auf vielfältige Bildungsangebote, die an den Energiesparschulen stattfinden. „Nachhaltigkeit, Teilhabechancen und Demokratiefähigkeit gehen dabei Hand in Hand. Denn unser Ziel ist es nicht nur, Kinder und Jugendliche zum verantwortungsbewussten Verbrauch zu erziehen, sondern die Fähigkeit zu vermitteln, die Bedingungen zu hinterfragen, unter denen zum Beispiel auch unsere Produkte hergestellt werden, und mitzuhelfen, diese zu verbessern.“ Das Angebot reicht von der Lernwerkstatt „Strom“ für die Grundschule bis zur Lernwerkstatt „Energiewende“ für die Sekundarstufe ab Jahrgang 9, gefördert vom Energiereferat. Wichtige Schulveranstaltungen sind auch das jährliche Solarrennen Frankfurt-Rhein-Main oder das Klimabildungsfestival im September dieses Jahres in Zusammenarbeit mit dem Stadtschulamt.

Den technischen Bereich decken die Schulhausverwalter im Fachbereich Objektmanagement zusammen mit der Abteilung Energiemanagement des Amtes für Bau und Immobilien ab: Sie optimieren die Heizungseinstellungen, regeln die Lüftungsanlagen bedarfsgerecht und melden technische Probleme und Vorschläge für Optimierungen an das Amt für Bau und Immobilen. Der „Energiecoach“ von Umweltlernen in Frankfurt unterstützt Nutzer bei einem „Energierundgang“ durch das Gebäude, analysiert die Gesamtsituation und gibt erste Tipps für Einsparmöglichkeiten. Dadurch entsteht im Austausch und Verbund der Überblick über die Möglichkeiten der selbstorganisierten Einsparmöglichkeiten durch Nutzer des Schulgebäudes.

„Junge Menschen fordern zu Recht wirksame Maßnahmen für den Klimaschutz“, sagte Baudezernent Schneider. „An den Schulen können sie helfen, einen ganz konkreten Beitrag zu leisten. Das Energiemanagement im Amt für Bau und Immobilien unterstützt dabei gerne. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die 98 beteiligten Schulen haben insgesamt 3300 Tonnen CO2 und Kosten in Höhe von über eine Million Euro eingespart.“

Die im Energiebereich aktiven Schulen sind an der erzielten Einsparung finanziell beteiligt. Sie erhalten die Hälfte der erzielten Summe zur eigenen Verwendung, wobei Schulhausverwaltung sowie Kinder und Jugendliche gleichermaßen berücksichtigt werden. Die andere Hälfte investiert das Amt für Bau und Immobilien in bauliche sowie technische Maßnahmen zur Energieeffizienz.

Für ihre engagierte Arbeit werden die Schulen mit einem symbolischen CO2-Zertifikat gewürdigt. Ein Zertifikat der CO2-Gesamteinsparung aller Frankfurter Schulen nimmt Claudia Schury vom Klimabündnis entgegen.

Nähere Informationen zum Energiespar-Projekt an Frankfurter Schulen finden sich unter http://umweltlernen-frankfurt.de/Energie und
https://energiemanagement.stadt-frankfurt.de/ im Menüpunkt „Erfolgsbeteiligung Nutzung und Betrieb“.