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05.09.2019

Letzte Ausstellungswoche: ‚Sagmeister & Walsh: Beauty‘ im Museum Angewandte Kunst

Porträt Stefan Sagmeister und Jessica Walsh, © John_Madere
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(ffm) Rund 85.000 Menschen besuchten seit der Eröffnung im Mai in Frankfurt am Main mit „Sagmeister & Walsh: Beauty“ das neue Ausstellungsprojekt von Stefan Sagmeister und seiner Studiopartnerin Jessica Walsh. Nach dem großen Erfolg seiner „Happy Show“ vom 23. April bis 25. September 2016 kehrte der in New York lebende Superstar des Grafikdesigns Stefan Sagmeister zurück ins Museum Angewandte Kunst.

Mit der Ausstellung Beauty liefern das renommierte Designduo Sagmeister & Walsh ein ganz persönliches, visuell beeindruckendes Plädoyer für die Lust am Schönen. Mit spektakulären interaktiven Installationen nehmen die Beiden die Besucher mit auf eine sinnlich-vergnügliche Suche: Was ist Schönheit und warum fühlen wir uns von ihr angezogen?

Die eigens für die Ausstellung produzierten Installationen animieren zusammen mit zahlreichen Beispielen aus Produktdesign, Stadtplanung, Architektur und Grafikdesign zum Sehen, Riechen und Fühlen und treten den Beweis an, dass schön gestaltete Arbeiten die menschliche Wahrnehmung stimulieren und damit besser funktionieren. Unterstützt von Erkenntnissen aus der psychologischen Ästhetik, aus Geschichte, Philosophie und den Naturwissenschaften vertreten Sagmeister & Walsh den Standpunkt, dass Schönheit mehr ist als eine rein oberflächliche Strategie: Sie beeinflusst unseren Alltag, stimuliert unsere Wahrnehmung und macht die Welt zu einem besseren Ort.

Nahezu im gesamten 20. und 21. Jahrhundert war und ist Schönheit im Designdiskurs eher negativ besetzt. Dieser Antipathie setzen Sagmeister & Walsh beeindruckende Argumente entgegen und machen Schönheit als einen zentralen, funktionalen Aspekt ansprechender Gestaltung erlebbar. Nach ihrer Premiere in Wien, durchflutet nun noch eine Woche die in Kooperation mit dem MAK, Wien entstandene Ausstellung das gesamte erste Obergeschoss des Museum Angewandte Kunst. Rund 70 Objektgruppen, gegliedert in sechs Ausstellungsthemen – „Was ist Schönheit?“, „Die Geschichte der Schönheit“, „Im Auge des Betrachters“, „Schönheit erleben“, „Transformierende Schönheit“ und „Contemplating Beauty“, entfachen einen ästhetischen Diskurs zur Schönheit als Paradigma für hochwertige Gestaltung.

Die Ausstellung „Sieben Schätze. Eine Wunderkammer des japanischen Cloisonnés“ ist noch bis 22. September im 1. Obergeschoss zu sehen. Direkt im Anschluss bleibt das Museum Angewandte Kunst wegen den umfangreichen Umbauarbeiten für die Ausstellung „House of Norway“ geschlossen. Die neue Ausstellung zeigt ab 11. Oktober im Rahmen des Ehrengastlandauftritts zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse herausragende Positionen aus Norwegens Kunst und Kultur. Zu den besonderen Highlights von „House of Norway“ gehören noch nie ausgestellte Zeichnungen von Edvard Munch sowie ein Gastspiel des „Sámi National Theatre Beaivváš“ mit insgesamt 24 Aufführungen auf einer eigens dafür geschaffenen Bühnenlandschaft innerhalb der Ausstellung.

Die Ausstellung ist eine Kooperation vom Museum Angewandte Kunst und dem MAK, Wien. Danach wandert die Ausstellung in das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg. Weitere Stationen folgen.

Die öffentlichen Führungen am Sonntag, 8. September, und am Sonntag, 15. September, jeweils um 15 Uhr, sind im Eintrittspreis inbegriffen. Eine Anmeldung zur Führung ist nicht erforderlich.

Eine öffentliche Führung mit dem Direktor des Museums Angewandte Kunst, Prof. Matthias Wagner K, findet am Dienstag, 11. September, um 18.30 Uhr statt und ist im Eintrittspreis inbegriffen.
Eine Anmeldung ist erforderlich unter 069/212-38522 oder per E-Mail an create.angewandtekunst@stadt-frankfurt.de .