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Triathlon extrem: Mainova IRONMAN European Championship Frankfurt

Ausdauer-Sport auf die Spitze getrieben: Der IRONMAN! In Frankfurt am Main findet am 8.7.2018 die Mainova IRONMAN European Championship Frankfurt statt.

Frühmorgens starten die Eisenmänner und
-frauen mit 3,8 km Schwimmen in ihren Tag, fahren dann 180 km auf dem Rennrad und absolvieren zum Abschluss noch einen Marathonlauf mitten in Frankfurt am Mainufer entlang ...

Logo des Mainova IRONMAN European Championship  Frankfurt © IRONMAN Germany GmbH
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2016 wurde das 15-jährige Jubiläum des IRONMAN gefeiert, so lange bereits ist in Frankfurt Rhein-Main die Ironman-Weltklasse am Start. Titelsponsor ist seit 2016 der regionale Energieversorger Mainova AG.


Rd. 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 60 Nationen und hunderttausende Zuschauer machen den IRONMAN zu einem internationalen Fest. 2005 hat der Weltverband den IRONMAN in Frankfurt zur „IRONMAN European Championship“ aufgewertet.

Internationale Champions machen die Veranstaltung zu einem Triathlon-Spitzensportereignis. Wie in den Vorjahren waren auch für 2018 alle Startplätze schon Monate vor der Veranstaltung vergeben.

Die Stimmung entlang der Strecke ist für Teilnehmende und Publikum jedes Jahr wieder unglaublich. Nach der Schwimmstrecke im "Langener Waldsee" sorgen entlang der Radstrecke durch Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet Stimmungsnester mit ausdrucksvollen Namen wie "The Hell" oder "The Beast" dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Die Marathonstrecke am Frankfurter Mainufer und Zieleinlauf auf dem Römerberg: Spannung bis in den späten Abend hinein.

Für weitere Infos nutzen Sie den IRONMAN-Link in der rechten Spalte.

Wie in den Vorjahren werden zwei große IRONMAN-Sideevents veranstaltet:

NightRun presented by Helaba, am 5. Juli 2018:

Der IRONMAN NightRun presented by Helaba ist ein Staffellauf für Freizeit- und Hobbysportler. Jede Staffel besteht aus drei Teammitgliedern, die jeweils eine Strecke von 5 km laufen. Das Mindestalter beträgt 14 Jahre. Alle Teilnehmer/innen erhalten ein NightRun presented by Helaba T-Shirt.

Der Startschuss zum IRONMAN NightRun presented by Helaba wird um 19 Uhr gegeben. Gelaufen wird ein Rundkurs am Main vor der Frankfurter Skyline. Start, Staffelwechsel und Ziel sind am Mainkai. Dort wird bereits ab 18 Uhr ein hr1 DJ für Stimmung und Unterhaltung sorgen.

IRONKIDS presented by Mainova, am 7. Juli 2018:

Dort wo einen Tag später die IRONMAN Weltelite um die Europameisterschaft kämpft, dort gibt es auch eine große Bühne für den Nachwuchs – die IRONKIDS, Kids von 5-13 Jahren.

Um 10 Uhr wird gestartet.
Kinder von 5 bis 7 Jahren laufen eine Runde, für 8- bis 9-Jährige ist die Strecke zwei Runden lang und für Kinder von 10 bis 13 sind drei Runden zu bewältigen.

Im Vordergrund steht bei den IRONKIDS der Spaß und das Dabeisein. Es gibt keine Zeitmessung. Alle teilnehmenden Kinder erhalten eine IRONKIDS Medaille, ein IRONKIDS Finisher Shirt und Zielverpflegung.
Die Startgebühr beträgt 12€ (+ 8% Active Service Gebühr) bei Voranmeldung (bis 1.7.2018). Eine Nachmeldung am Veranstaltungstag ist nach Verfügbarkeit bis 30 Minuten vor dem Start möglich und kostet 15€. Das Registrierungszelt ist auf dem Mainkai beim "Eisernen Steg".


Mehr Information über NightRun und IRONKIDS bieten die Links in der rechten Spalte.

IRONMAN, auf der Radstrecke © Rüdiger Jeske
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Verkehrsinfos

Busse und Bahnen machen Platz für die Mainova IRONMAN European Championship. Für eine ungehinderte Fahrt an diesem Tag empfehlen RMV und traffiQ die S- und U-Bahnen zu nutzen.

Wegen des Triathlons müssen zahlreiche Straßenbahn- und Buslinien zeitweise umgeleitet, unterbrochen oder eingestellt werden.

Alle Informationen zu Fahrplänen, zusätzlichen Fahrten und Umleitungen bieten das RMV-Servicetelefon unter 069/2424-8024
und die Links zu RMV und traffiQ in der rechten Spalte.

Blick in die Geschichte des IRONMAN

(KUS) Am Anfang stand eine Vision: Tausende von Triathleten laufen im Ziel auf dem Römerberg ein, bejubelt von einer Menschenmenge, im Hintergrund ragt die Skyline auf. Ein mutiger Gedanke, denn bis zum Ende des 20. Jahrhunderts fanden Ironman-Veranstaltungen weitestgehend in der freien Natur statt. Doch Kurt Denk, Gründer des Ironman Frankfurt, hatte im Jahr 2001 einen klaren Plan, wie sich die Innenstadt in eine Sportarena verwandeln ließ. Und in der Frankfurter Stadtverwaltung fand er Mitstreiter.

„Als Austragungsort für Ausdauersportarten galt Frankfurt schon lange als Vorbild für andere Großstädte“, sagt Sportdezernent Markus Frank. Ob der Radklassiker am 1. Mai oder der Frankfurt-Marathon, der 1981 als erster Stadtmarathon Deutschlands am Main seine Premiere feierte: „Die Stadt bietet seit jeher einen Nährboden für sportliche Events – da passt der Ironman wunderbar dazu.“

So hatte der Initiator Kurt Denk nicht nur im Sportamt schnell Unterstützer – auch die damalige Oberbürgermeisterin Petra Roth stimmte für die Ironman-Pläne. Andererseits war das Vorhaben, einen kompletten Tag lang die Großstadt quasi lahmzulegen, durchaus nicht unumstritten. Doch Kurt Denk motivierte die Menschen, sich mit der Veranstaltung zu identifizieren.

Das war der Schlüssel zum Erfolg, erinnert er sich: „Von Beginn an habe ich felsenfest an meine Vision geglaubt – und die Menschen spüren, wenn jemand bereit ist, für seine Idee alles zu geben.“ Das öffne früher oder später die notwendigen Türen. Mit seinem Reiseunternehmen hatte der Frankfurter seit Mitte der 1980er-Jahre Reisen zum Ironman nach Hawaii organisiert. Dort fragte ihn die World Triathlon Corporation (WTC) als amerikanischer Ironman-Lizenzgeber im Jahr 2001, ob er jemanden wüsste, der in Deutschland eine Ironman-Qualifikation anstelle von Roth in der fränkischen Provinz auf die Beine stellen könnte. Nach einer Nacht Bedenkzeit schlug Denk sich selbst als Organisator und seine Heimatstadt als Austragungsort vor. „Dann habe ich mit heißem Herzen und klarem Kopf für den Ironman Germany in Frankfurt gekämpft.“ Das Sportamt habe ihn von Anfang an zu 100 Prozent unterstützt, betont Denk: „Dafür bin ich bis heute sehr dankbar.“

Das erste Jahr war hart, da es keine Vorbilder gab. Alle 14 Tage traf sich die Organisationsrunde, auch noch in der Nacht vor dem ersten Ironman. Während in Hawaii die Athleten neben den Autos radeln, wird in Frankfurt die Strecke für den Wettkampf aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt.

IRONMAN, Schwimmen  © Stadt Frankfurt am Main, Schwimmen
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Am 18. August 2002 war es dann soweit: Rund 1.800 Athleten stürzten sich zum Startschuss am Langener Waldsee ins Wasser - und immerhin 1.500 erreichten nach 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und 42,195 Kilometern Laufen das Ziel auf dem Römerberg. Die Veranstaltung war gleich ein voller Erfolg, zumal Lokalmatador Lothar Leder gewonnen hatte. Seitdem hat sich der Ironman zum Selbstläufer entwickelt. Die Verantwortlichen erhielten eine gewisse Routine, viele Logistik-Aufgaben wurden an Dienstleister vergeben, die Orga-Runde kommt jetzt nur noch ein- bis zweimal pro Jahr zusammen.

100 Helfer beim Verpflegungsstand der Stadtverwaltung

Vier bis sechs Wochen vor dem Start beginnt für das Sportamt die „heiße Phase“ der Vorbereitung. In dieser Zeit läuft auch die Anmeldung für den Verpflegungsstand der Stadtverwaltung: 100 Kollegen stehen beim Ironman in zwei Schichten am Nordufer des Mains bereit, um die Athleten mit Wasser, Energieriegeln und Bananen zu versorgen, ihnen Eiswürfel oder Schwämme zu reichen und aufmunternde Worte zuzurufen.
Die übers städtische Intranet vergebenen Helferplätze waren 2016 schnell ausgebucht.

Manchmal laufen sogar Kollegen am Stand vorbei. Marko Schäfer vom Frankfurter Hochbauamt nahm 2010 und 2014 am Ironman in Frankfurt teil, der seit 2005 auch als Ironman European Championship fungiert. „Überall feuern dich Menschen an, und beim Marathon am Main kommst du gleich viermal an der Strecke bei Freunden und Verwandten vorbei - das motiviert enorm“. Einmalig sei auch der Zieleinlauf auf dem Römerberg: „Du läufst über den roten Teppich, dein Name wird durchgesagt – auf diesen Moment arbeitet man hin.“ 2018 will Schäfer wieder an den Start gehen: Mit dann 50 Jahren spekuliert er in dieser Altersklasse auf eine Hawaii-Qualifikation.

Insgesamt 4.300 Helfer und 475 Polizisten waren beim Ironman 2016 im Einsatz. Manchmal haben sie auch ungewöhnliche Aufgaben zu lösen: 2006 hatte Kurt Denk für die Veranstaltung 300 Physiotherapeuten organisiert, die die Teilnehmer nach der Tortur ehrenamtlich auf dem Paulsplatz massieren sollten. Nur blieb das Massageöl bis kurz vor dem Startschuss unauffindbar: „Also habe ich den Polizeipräsidenten persönlich involviert“, erinnert sich der damalige Organisator. Tatsächlich schwärmten kurz danach 20 Polizeifahrzeuge aus, um in Pizzerien der Stadt nach Olivenöl zu fragen – und so kamen 100 Liter für die Pflege der geschundenen Körper zusammen.

Internationale Sportler am Start

2009 zog sich Kurt Denk von der Großveranstaltung in Frankfurt zurück; seitdem läuft die Organisation über die Ironman Germany GmbH. „Die Zusammenarbeit mit Frankfurt als einer der wichtigsten Sportstädte in Deutschland ist äußerst fruchtbar und vertrauensvoll“, lobt deren Geschäftsführer Björn Steinmetz. Der Ironman biete Athleten zum Anfassen, und dadurch entstehe ein Miteinander von Triathleten und Zuschauern, das weit über das sportliche Ereignis hinausgehe.

Auf dem Römerberg mit Sportdezernent Markus Frank (hinter großem Plakat, re), IRONMAN 2012 © Stadt Frankfurt am Main
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Wie reizvoll die Atmosphäre für die Teilnehmer des Ironman European Championship ist, zeigt sich auch daran, dass die Startplätze fürs kommende Jahr stets sehr schnell vergeben sind. Die Teilnehmerschaft ist internationaler als beim Marathon. Der Hessische Rundfunk überträgt live, bis die weltbesten Triathleten knapp acht Stunden später beim Zieleinlauf auf dem Römerberg bejubelt werden: „Diese Imagewerbung für die Stadt ist kaum bezahlbar“, sagt Sportdezernent Frank. Einmal gab es bei den schnellsten Frauen 2007 sogar ein Kopf-an-Kopf-Rennen, „das kann man sich bei solch einem langen Wettbewerb kaum vorstellen“.

Nicole Unruh, Amt für Kommunikation und Stadtmarketing (vormals Presse- und Informationsamt) der Stadt Frankfurt am Main