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Vergabekriterien Integrationspreis

Magistrats-Beschluss Nr. 663 vom 06.06.2008

Kriterien zur Vergabe eines Frankfurter Integrationspreises

Präambel:
Frankfurt am Main ist eine internationale Bürgerstadt, die sich durch große kulturelle Vielfalt und traditionelles bürgerschaftliches Engagement auszeichnet. Rund 40% der Frankfurter Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund. In der Mainmetropole leben Menschen aus etwa 170 Nationen, sie sprechen unterschiedliche Sprachen und gehören verschiedenen Religionen an. Die Vielfalt unserer Bevölkerung beschränkt sich aber nicht auf Herkunftsgeschichten, sondern umfasst zugleich die Lebenserfahrungen mehrerer Generationen, eine große Spannbreite beruflicher Werdegänge und sozialer Lagen, sehr unterschiedliche Interessen und Wünsche für ein selbstbestimmtes Leben, mannigfache Erwartungen an Familie, einen Beruf und an unser Zusammenleben. Die Idee der zivilen Gesellschaft und die Offenheit gegenüber anderen Kulturen gehören von jeher zur Bürgerstadt Frankfurt am Main. Der Magistrat und die städtischen Gremien arbeiten gemeinsam mit Organisationen und Vereinen im Sinne der Integration, die weiteres bürgerschaftliches Engagement erfordert. So kommt der Förderung der multikulturellen Vereine und der im Bereich Integration arbeitenden Organisationen entscheidende Bedeutung zu.

§ 1
Die Stadt Frankfurt am Main verleiht den Integrationspreis in Anerkennung und Würdigung des Engagements von Personen und innovativen Projekten, die sich im alltäglichen Leben um die Integration und Gleichberechtigung aller Frankfurterinnen und Frankfurter gleich welcher Herkunft, Sprache oder kulturellen Prägung und Lebensweise verdient gemacht haben und für eine gegenseitige Anerkennung der Kulturen eintreten.

§ 2
Der Integrationspreis ist mit 15.000,- € dotiert und wird jährlich vergeben. Eine Aufteilung des Preises auf mehrere Preisträger ist zulässig. Die Verleihung erfolgt durch den Magistrat auf Vorschlag der zuständigen Jury. Darüber hinaus kann der Magistrat auf Vorschlag der Jury beschließen, weitere Einrichtungen, Personen oder innovative Projekte, die nicht das Preisgeld erhalten haben, lobend zu erwähnen und mit Ehrenurkunden auszuzeichnen.

§ 3
Der Preis kann verliehen werden an
Privatpersonen, die in Frankfurt am Main wohnen oder Vereine, Verbände, Institutionen aus Frankfurt am Main, die im Bereich der Integration von Migrantinnen und Migranten herausragendes Engagement bewiesen haben.

§ 4
Die Jury wird vom Magistrat berufen. Ihr gehören an:

  • die Dezernentin/der Dezernent für Integration sowie
  • zwei weitere Magistratsmitglieder,
  • der/die Stadtverordnetenvorsteher/-in,
  • drei Vertreter/-innen der in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen,
  • der/die Vorsitzende der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung
  • drei Mitglieder von Organisationen und Initiativen aus der Migrantenarbeit, die auf Vorschlag der Magistratskommission für Gleichberechtigung und Integration vom Magistrat jeweils für ein Jahr berufen werden.



§ 5
Beschlussfassung
Die Jury ist unabhängig. Sie entscheidet mit der Stimmenmehrheit ihrer Mitglieder. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der/des Vorsitzenden.