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20.09.2019

Erhalten und Weiterbauen der Nachkriegsmoderne: Zwischen Bild- und Substanzerhalt

(ffm) Seit Jahren steht die „Nachkriegsmoderne“ im Fokus der Denkmalpflege. Dennoch stehen den Bemühungen einer Bewertung ihrer Potenziale für Identität und Erinnerung im Denkmaldiskurs vor allem fehlende Sanierungsstrategien für ein „Erhalten und Weiternutzen“ gegenüber. Es mangelt für die Reparatur, Konservierung und eine materialgerechte Erneuerung vor allem an bautechnischem Wissen zu Konstruktionen, Materialien und Bauweisen.

Können die baulichen Zeugnisse der Nachkriegszeit überhaupt substanziell und materiell im überlieferten Zustand erhalten bleiben? Oder muss der Bestand weitgehend erneuert werden? Und was bedeutet das jeweilige Vorgehen für den Denkmalwert? Steht Denkmalpflege nicht im Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit?

Privatdozent Olaf Giesbertz, Professor für Baugeschichte und Denkmalpflege an der FH Dortmund, spricht am Mittwoch, 25. September, ab 18 Uhr Ernst-May-Saal im zweiten Stock des Dezernats Planen und Wohnen, Kurt-Schumacher-Straße 10, über dieses vielschichtige Thema. Der Eintritt ist frei.

Der Vortrag, mit dem schlaglichtartig der Umgang mit dem jüngeren Baubestand im Wandel der Denkmalwerte beleuchtet werden soll, ist als Impulsvortrag angelegt. Anlass ist die 38. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Kommunale Denkmalpflege des Deutschen Städtetags, vom 25. bis 27. September in Frankfurt.

Unter dem Titel: „Das Baudenkmal der Nachkriegsmoderne – Zwischen Bild- und Substanzerhalt“ gehen kommunale Denkmalpfleger aus ganz Deutschland in Frankfurt der Frage nach, welche Probleme und Ansätze es im Umgang mit Denkmälern der Nachkriegsmoderne gibt und welche Auswirkungen die unterschiedlichen Sanierungsanforderungen auf das Sanierungsergebnis haben.