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01.08.2019

Institut für Stadtgeschichte stellt Veranstaltungsprogramm für September bis Dezember vor

Institut für Stadtgeschichte, © Institut für Stadtgeschichte
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(ffm) Das Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main legt sein neues Programmheft für die Monate September bis Dezember 2019 vor. Es ist im Karmeliterkloster, Münzgasse 9, erhältlich oder über die Webseite https://www.stadtgeschichte-ffm.de als PDF zum Download verfügbar.

„Wir haben ein vielfältiges Programm aus Ausstellungen, Führungen, Vorträgen, Konzerten und speziellen Veranstaltungen für Kinder zusammengestellt. Höhepunkte sind das Geburtstagskonzert zu Clara Schumanns 200. Geburtstag am 13. September und unser zweitägiges Symposion zur Paulskirche als Ort der deutschen Demokratie am 30. September und 1. Oktober“, sagt Dr. Markus Häfner, Leiter der Abteilung Public Relations im Institut für Stadtgeschichte.

Ausstellungen und Führungen

Noch bis zum 26. Januar 2020 zeigt das Institut für Stadtgeschichte in Kooperation mit der Robert-Schumann-Gesellschaft Frankfurt die Schau „Clara Schumann: Eine moderne Frau im Frankfurt des 19. Jahrhunderts“ und beleuchtet hiermit das Wirken der bedeutendsten Pianistin ihrer Zeit im Wechselspiel mit der kulturellen Entwicklung Frankfurts.

In Kreuzgang und Refektorium lädt die Dauerausstellung „Jörg Ratgeb (um 1480–1526)“ ein, das Karmeliterkloster zu entdecken. Ihre herausragende kunsthistorische Bedeutung erhielten die Klosterbauten durch die Wandmalereien des schwäbischen Malers Jörg Ratgeb, die didaktisch fundiert in einer Dauerausstellung präsentiert werden. Neben den Wandbildern ist in den Foyers bis zum 16. Februar 2020 die Ausstellung „Farbfelder“ mit Werken des Künstlers Gerd Winter zu sehen.

Das Institut für Stadtgeschichte gestaltete ebenso die beiden Dauerausstellungen „Die Paulskirche: Symbol demokratischer Freiheit und nationaler Einheit“ und „Kunst für die Demokratie: 150 Jahre künstlerische Ausgestaltung der Paulskirche“, die täglich von 10 bis 17 Uhr in der Paulskirche zu sehen sind.

Der Eintritt zu allen Ausstellungen des Instituts für Stadtgeschichte ist frei. Die Teilnahme an den regelmäßig angebotenen Führungen kostet sechs Euro, ermäßigt drei Euro. Die Termine finden sich im Programmheft und auf der Webseite. Es besteht auch die Möglichkeit individuell gebuchter Führungen.

Ab dem 10. Dezember dient zudem das Refektorium des Karmeliterklosters als Ausstellungsort für die Schau „Quanga – Die Geschichte Grönlands als Graphic Novel“, die das Archäologische Museum Frankfurt zeigt. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro.

Sonderführungen

Zusätzlich zu den Kuratorinnenführungen bieten Dr. Ulrike Kienzle und Dr. Fabian Rieser (Dr. Hoch’s Konservatorium) eine spezielle Familienführung durch die Ausstellung Clara Schumann an. Am 22. September um 15 Uhr erzählt Kienzle Geschichten und Violinist Fabian Rieser spielt dazu auf der Geige. Das Angebot für Kinder und Erwachsene kostet 6 Euro pro Familie oder Einzelperson, ermäßigt 3 Euro.

In Zusammenarbeit mit der Initiative Stolpersteine in Frankfurt am Main finden am 9. November zwei Führungen statt. Um 11 Uhr führt der Rundgang zu Stolpersteinen um Philanthropin und Musterschule, um 15 Uhr werden in einer Lesung mit anschließendem Rundgang die Stolpersteine in Fechenheim vorgestellt. Der Eintritt ist frei.

Vortragsprogramm

Am 2. September wird der ausgefallene Vortrag aus der Reihe „Frankfurter Kriminalgeschichte(n)“ Frankfurter Kriminalgeschichte im Nationalsozialismus - eine Annäherung von Marcus Velke nachgeholt.

Melemsches Stammbuch, Illustration zur Vortragsreihe 'Frankfurter Familiengeschichte(n) in Straßennamen' im Institut für Stadtgeschichte, © ISG Holzhausenarchiv K170
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Eine neue Vortragsreihe der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte spürt die „Frankfurter Familiengeschichte(n) in Straßennamen“ auf. Die Vortragsreihe beginnt am Montag, 23. September, mit dem Vortrag von Prof. Rainer Pöppinghege zu „Straßennamen zwischen Orientierungs- und Erinnerungsfunktion“. Reinhard Frost setzt die Reihe am 21. Oktober mit seinem Porträt der Kaufmannsfamilie Melem fort. Am 18. November spricht Pfarrer Bendix Balke über die „Familie de Neufville: Flüchtlinge, Bankiers und ein Pazifist“

Anlässlich des 150. Geburtstages von Frankfurts berühmtester Mainbrücke beleuchtet der Architekt Prof. Christoph Mäckler am 29. September die Geschichte des Eisernen Stegs.

In Kooperation mit der Robert-Schumann-Gesellschaft Frankfurt am Main bietet das Institut für Stadtgeschichte ein breites und abwechslungsreiches Vortragsprogramm zur Ausstellung Clara Schumann an. Am 2. Dezember stellt Prof. Dr. Bernd Zegowitz die Sammlung Manskopf, zu der auch die lebensgroße Porträtbüste Clara Schumanns gehört, in seinem Vortrag „Friedrich Nicolas Manskopf: Weinhändler und Museumsdirektor“ vor.

Die Vorträge beginnen jeweils um 18 Uhr im Dormitorium des Karmeliterklosters. Der Eintritt beträgt vier Euro, ermäßigt drei Euro.

Zudem sprechen an der Goethe-Universität in der Cafeteria Juridicum Prof. Dr. Janina Klassen und Prof. Dr. Heinz von Loesch nach einer Einführung von Prof. Dr. Thomas Betzwieser über „Vernissage mécanique: Das neu restaurierte Reproduktionsklavier“. Der Eintritt zu diesem Vortrag am 4. November ist frei.

Symposium zur Frankfurter Paulskirche

Wie kein anderer Ort symbolisiert die Paulskirche die Tradition einer demokratischen und freiheitlichen Verfassung für die deutsche Nation. Das vom Institut für Stadtgeschichte und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung veranstaltete zweitägige Symposion beleuchtet am 30. September und 1. Oktober in neun Vorträgen und einem Stadtrundgang die Baugeschichte der Paulskirche, die Bedeutung der Beschlüsse der Nationalversammlung für die demokratische Entwicklung sowie die Erinnerungskultur an diesen bedeutenden Ort der deutschen Geschichte bis heute. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung über die Hessische Landeszentrale erforderlich. Die Teilnehmereigenleistung beträgt 20 Euro.

Konzerte

Zum 200. Geburtstag von Clara Schumann am 13. September spielt die vielfach preisgekrönte, international renommierte litauische Pianistin Guoda Gedvilaite im Karmeliterkloster Werke Schumanns. Im Eintrittspreis von 15 Euro ist der Klavierabend ab 19 Uhr mit anschließendem Umtrunk eingeschlossen.

Zu zwei Konzerten für Grundschulkinder unter dem Motto „Spurensuche mit Clara – fanTASTische Abenteuer an Klavier und Violine“ laden am 13. September Dr. Sarah-Lisa Beier am Klavier und Dr. Fabian Rieser an der Violine um 10 Uhr und 11.30 Uhr in Dr. Hoch’s Konservatorium ein. Es handelt sich um ein kostenfreies Angebot für jeweils eine Schulklasse. Um vorherige Anmeldung per E-Mail an caroline.prassel@drhochs-frankfurt.de wird gebeten. Die Konzertreihe zur Ausstellung schließt mit dem Salonkonzert „Hommage à Clara Schumann. Komponistinnen im Spiegel der Zeit“ am 27. September. Das Konzert ist ausgebucht.

Die Reihe „Klosterkonzerte“, die das Institut für Stadtgeschichte in Kooperation mit der Agentur ALLEGRA veranstaltet, setzt am 15. September das Ensemble Castor fort. Sie spielen ab 17 Uhr Stücke von Carl Philipp Emanuel Bach, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Christian Bach. Am 13. Oktober beschließt das Ensemble Tonspuren die diesjährige Klosterkonzertreihe mit Werken von Johann Friedrich Fasch, Domenico Dreyer, Johann Ludwig Krebs, Johann Joachim Quantz sowie Christoph Schaffrath. Karten sind im Vorverkauf unter https://www.allegra-online.de erhältlich.

Archivpädagogik

Das Institut für Stadtgeschichte bietet auch in diesem Herbst wieder zielgruppenspezifische Angebote für Lehrkräfte und Schulkinder. Der Lehrerworkshop aus der Reihe „Mit Schülern ins Archiv“ am 23. Oktober stellt Lehrkräften anhand des Themas „Demokratie und Protest“ die Möglichkeiten des Archivs als außerschulischen Lernort vor.

Was bedeutete Glück in früheren Zeiten? Dieser Frage können Kinder ab der 3. Schulklasse im November im Format der „LeseEule“ nachgehen. Jeweils am 18., 19., 26. und 27. November hat eine Schulklasse die Möglichkeit, in Dokumenten und Bildern die Frankfurter Vergangenheit zu erforschen. Im Anschluss werden Glücksbringer gebastelt.

„Weihnachten früher“ können Schulklassen ab dem 3. Schuljahr im Dezember erleben. Ausgehend von Jörg Ratgebs Wandgemälde der Geburt Jesu folgt ein Rundgang, der zu alten Weihnachtsbüchern mit Geschichten, Gedichten und Bräuchen sowie zu Bildern von Spielen und Geschenken führt. Termine sind montags bis mittwochs nach Vereinbarung möglich.

Wer herausfinden will, wer seine Vorfahren waren oder einen Familienstammbaum erstellen möchte, erhält im VHS-Kurs „Auf den Spuren der Ahnen: Familienforschung im Institut für Stadtgeschichte“ an drei aufeinanderfolgenden Montagen im November (4., 11. und 18. November um 18 Uhr) fachkundige Anleitung.

Die Teilnahme an allen archivpädagogischen Angeboten bedingt eine vorherige Anmeldung. Details sind dem Programmheft oder der Webseite zu entnehmen.

Das Archiv

Historische Bildungsvermittlung durch Veranstaltungen ist nur eine der Säulen des Instituts für Stadtgeschichte. Vielmehr ist es eines der bedeutendsten deutschen Kommunalarchive und blickt auf eine Geschichte von mehr als 580 Jahren zurück. Es sammelt, erschließt und vermittelt Schrift- und Bildquellen sowie AV-Medien zur Frankfurter Stadtgeschichte. Seine Bestände reichen vom 9. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

So widmet sich das Institut für Stadtgeschichte der Aufgabe, das historische Erbe der Stadt Frankfurt am Main zu bewahren und zugänglich zu machen. Es übernimmt die in der städtischen Verwaltung anfallenden Akten und verwahrt alle für die Geschichte der Stadt wichtigen Dokumentationsmaterialien wie Nachlässe und Sammlungen von Vereinen oder Firmen. Gerne übernimmt das Archiv auch historische Zeugnisse zur Frankfurter Geschichte von Privatpersonen oder Firmen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können über die Online-Datenbanken auf der Webseite recherchieren und die gewünschten Archivalien im Lesesaal einsehen.