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04.02.2019

Stadt und ABG Frankfurt Holding schreiben Konzeptverfahren aus

Gemeinschaftliche Wohnprojekte fürs Hilgenfeld gesucht

(ffm) Ab sofort sind gemeinschaftliche und genossenschaftliche Projekte aufgerufen, sich mit einem überzeugenden Konzept des gemeinschaftlichen Wohnens am Frankfurter Berg – im Neubauquartier Hilgenfeld – zu bewerben. Das teilten Planungsdezernent Mike Josef und der Geschäftsführer der ABG Frankfurt Holding, Frank Junker, am Montag, 4. Februar, bei einem Pressegespräch mit.

„Wir unterstützen nun schon seit einigen Jahren Wohnprojekte, die mit einem gemeinschaftlichen Konzept bauen und wohnen möchten“, sagt Planungsdezernent Josef. „Mit dem Hilgenfeld beginnen wir nun systematisch genossenschaftliche und gemeinschaftliche Wohnprojekte in Neubauquartieren zu realisieren. Bisher wurden Liegenschaften an einzelne Wohngruppen vergeben. Diesen erfolgreichen Weg setzen wir nun in größerem Maßstab fort.“

Das Konzeptverfahren wird gemeinsam mit der ABG Frankfurt Holding, die das Quartier Hilgenfeld entwickelt, durchgeführt. Zukünftig sollen gemeinschaftliche und genossenschaftliche Projekte bei Neubauvorhaben berücksichtigt werden, denn diese nicht Rendite-orientierten Akteure tragen entscheidend zu einer langfristigen Stabilisierung der Mietpreise bei und bringen wichtige Impulse für lebendige und integrierte Quartiere.

„Im Hilgenfeld am Frankfurter Berg bietet sich für Wohnprojekte die Möglichkeit, auf ein wesentlich größeres Baugebiet zuzugreifen, als es in bisherigen Ausschreibungen der Fall war“, führt ABG-Chef Junker aus. „Es werden voraussichtlich rund 850 Wohneinheiten gebaut, von denen 15 Prozent für das gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnen vorgesehen sind.“

Entwurf von Thomas Schüler Architekten Stadtplaner aus Düsseldorf und Faktorgrün Landschaftsarchitekten aus Freiburg
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Der neue Stadtteil entsteht nach einem Entwurf von Thomas Schüler Architekten Stadtplaner aus Düsseldorf und Faktorgrün Landschaftsarchitekten aus Freiburg. Bei der Entwicklung des Quartiers sollen neue städtebauliche und architektonische Wege gegangen werden. Hierzu gehört als besonderes Anliegen der Stadt Frankfurt auch die Förderung von gemeinschaftlichem und genossenschaftlichem Wohnen, da vielfach bewiesen wurde, dass von den sozialen, ökonomischen und städtebaulichen Vorteilen der Wohnprojekte auch die Nachbarschaften profitieren. Außerdem sind vier Baufelder Teil des Wettbewerbs „Wohnen für Alle: Neues Frankfurt 2018“. Darüber hinaus entstehen auf dem Areal 40 Prozent öffentlich geförderte Wohnungen.

Die einzelnen Flächen für das gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnen werden im Rahmen eines Konzeptverfahrens vergeben. Jedes Wohnprojekt, das mit guten Ideen zum gemeinsamen Wohnen, Leben und Organisieren besticht, kann sich bewerben. Das Interesse von Genossenschaften ist ausdrücklich erwünscht. Die Ausschreibung läuft bis zum 29. Mai. Detaillierte Informationen sind im Internet unter http://www.wohnungsamt.frankfurt.de , http://www.abg-fh.com/projekte oder unter www.gemeinschaftliches-wohnen.de einsehbar. Auskünfte erteilt das Amt für Wohnungswesen unter der Telefonnummer 069/212-34703.

Weitere Informationen finden sich in dem beigefügten PDF.