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13.09.2018

Klimagourmet-Woche Frankfurt Rhein-Main geht in die fünfte Runde

(ffm) Umweltdezernentin Rosemarie Heilig hat am Donnerstag, 13. September, die Klimagourmet-Woche 2018, die über 60 Aktionen rund um nachhaltigen Genuss und Klimaschutz präsentiert, eröffnet. Ein Streetfood-Markt, kreative Kochworkshops, Diskussionsabende, Rundgänge, sowie Klimafrühstücke und Lernwerkstätten in Schulen – vom 13. bis 23. September liefert die Initiative ein vielfältiges Programm mit ganz unterschiedlichen Formaten in Frankfurt und Umgebung.

Inhaltlich haben die Veranstaltungen von über 40 Mitgliedern aus dem Klimagourmet-Netzwerk verschiedene Schwerpunkte: Ob regionale oder saisonale Ernährung, Veganes oder Bio, Zero Waste oder Urbanes Gärtnern – all das trägt zu einem besseren Klima und zur Erhaltung der Umwelt bei.

Erstmals veranstaltet Klimagourmet einen Streetfood-Markt und einen Streetfood-Lunch. Beide haben ein rein vegetarisches Angebot. Denn eine Ernährung mit möglichst wenig Fleisch und tierischen Fetten spart Treibhausgase und schont die Umwelt sowie das Klima. Neu ist auch eine Führung im Senckenberg Museum, die vermittelt, wie man klimafreundlich kocht und was das mit der dortigen Ausstellung zu tun hat.

Logo Klimagourmet, © Energiereferat Stadt Frankfurt am Main
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Eine weitere Premiere bietet die mehrfach von der Unesco ausgezeichnete Klimagourmet-Ausstellung in der Stadtbücherei: Die neue Installation „Ver(sch)wendet“ informiert interaktiv über Lebensmittelverschwendung in Deutschland. Auch andere Zusammenhänge zwischen Mensch, Ernährung, Umwelt und Klima zeigt die Ausstellung spielerisch anhand vieler Stationen. „Oft sind die Menschen überrascht, wenn sie erfahren, dass ihre Ernährung durchschnittlich so viel CO2 ausmacht wie ihr Auto“, stellt Paul Fay vom Frankfurter Energiereferat und einer der Initiatoren von Klimagourmet fest. „14 Prozent der Klimagase, die der Deutsche verursacht, gehen auf das Konto der Ernährung. Schön ist, dass klimafreundliche Ernährung Spaß macht und schmeckt.“

Ein weiteres Highlight der Klimagourmet-Woche 2018 ist der Bildungsbereich, der Aktionen für Schulen und Bildungseinrichtungen vorsieht. Eine neues Lernkonzept für Grundschulen namens „Klimagourmet Kids“ wurde zum ersten Mal von der Heinrich-Seliger-Schule bei der Blauen Tafel auf dem Römerberg am 13. September präsentiert.

Der Verein Umweltlernen und die Verbraucherzentrale Hessen verzeichnen mit ihren Angeboten für Schüler eine Nachfrage so hoch wie noch nie. Die Werkstatt Klimagourmet und das Klimafrühstück richten sich an ältere Schüler. Berufsschüler der Stauffenberg-Schule servierten leckere Klimahäppchen zum Mittag. Mit der Kochwerkstatt Klimaküche bot der Verein NAHhaft eine Bildungsmaßnahme für Azubis und Ausbildende.

Stadträtin Rosemarie Heilig, © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Sandra Mann
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„Die Klimagourmet-Woche zieht von Jahr zu Jahr größere Kreise“, sagt Rosemarie Heilig, Dezernentin für Umwelt und Frauen. „Sie trifft auch genau den Puls der Zeit: Selbst Gärtnern, saisonales Kochen, Resteverwertung oder sogar Foodkooperationen zeigen, dass ein klimafreundlicheres Leben auch zu einem neuen Gemeinschaftsgefühl führen kann – eine ganz wichtige Initiative in Zeiten, wo alles auseinanderzudriften scheint.“

Wer gerne selber kocht, kann bei den vielen Kochaktionen mit Gleichgesinnten nicht nur schnippeln und schlemmen, sondern erhält auch Mehrwert. Darunter Tipps für eine günstige Bioernährung oder etwa für klimabewusstes Einkaufen und Zubereiten. Acht- bis Zwölfjährige helfen beim Brotbacken – vom ersten Korn bis zum duftenden Produkt. Besuch aus Berlin kommt auch: Zum Beginn der Klimagourmet-Woche trifft Klimagourmet auf die Ausstellung „Food Revolution“, die aktuell in der Hauptstatt zu sehen ist und sich mit der Zukunft der Ernährung auseinandersetzt. An dem Abend stellen die Kuratorin der Ausstellung und Klimagourmet die Projekte, ihre Ideen und Themen vor Publikum gegenüber.

Die vollständige Pressemitteilung befindet sich als PDF-Dokument zum Download im Anhang.