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01.06.2018

‚Das Leben als Kunst!‘ - Afrobrasilianisches Festival im Weltkulturen Museum

Die 'Töchter von Iansa' beim Fest der Heiligen Barbara, Salvador da Bahia 2016, © Weltkulturenmuseum Frankfurt, Foto: Ayrson Heráclito
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(ffm) Unter der brasilianischen Redewendung „A vida é arte – das Leben als Kunst!“ widmet sich das Weltkulturen Museum von Donnerstag, 7. Juni, bis Dienstag, 12. Juni dem urbanen Brasilien der Gegenwart: Kunst, Spiritualität, Alltag, Wissenschaft, Politik – alles ist aufs Engste miteinander verbunden. Das einwöchige Afrobrasilianische Festival bildet den Höhepunkt des Begleitprogramms zur Ausstellung „Entre Terra e Mar. Zwischen Erde und Meer. Transatlantische Kunst“.

Der wohl spektakulärste Tag wird Samstag, 9. Juni, 19.30 Uhr mit der Performance „Transmutação da Carne - Die Verwandlung des Fleisches“ mit Ayrson Heráclito (Salvador da Bahia) im Park des Museums. In Trockenfleischkostümen werden die Trägerinnen und Träger vom Künstler gebrandmarkt. So soll das Leid der Versklavten nachempfunden werden.

Am Donnerstag, den 7. Juni, führt um 19 Uhr Ayrson Heráclito mit „Sacudimento“ und „Buruburu“ eine rituelle Reinigung durch. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, den Künstler bei einem Cocktail zu treffen und sich auszutauschen.

Neu im Programm: Am Sonntag, den 10. Juni um 16 Uhr bestimmt Doté Amilton Costa, Candomblé-Priester und Leiter der Kultstätte Vodun Zo, Salvador da Bahia gegen einen Spende mit Hilfe des Orakels für Besucherinnen und Besucher, die das wünschen, welches „ihr“ Orixa ist. Ein Themenabend ab 18 Uhr diskutiert das Frauenbild und Alltagswiderstände in Brasilien mit den Ethnologinnen Jane de Hohenstein (Salvador da Bahia) und Nádia dos Santos Aguiar (Gießen).

Am Freitag, 8. Juni, stellt um 18 Uhr Doté Amilton Costa das Orakel im Candomblé vor. Am Dienstag, den 12. Juni um 18 Uhr geben Doté Amilton Costa, der auch Hersteller der ausgestellten Götterkostüme ist, Ayrson Heráclito und Kuratorin Jane de Hohenstein spezielle Einblicke in die aktuelle Ausstellung „Entre Terra e Mar“.

Mit dem Festivalpass für 15 Euro können Interessierte alle Veranstaltungen sowie die Ausstellung besuchen. Im Pass ist außerdem ein Drink am Donnerstag und ein Wunschbändchen am Samstag enthalten. Auch Einzelbesuch ist möglich.