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30.05.2018

‚Kurze Fahrten, kleinerer Preis‘: Fahrten über Frankfurts Stadtgrenzen werden günstiger

RMV-Aufsichtsrat beschließt niedrigere Fahrpreise für kurze Fahrten über Frankfurts Stadtgrenze - Preise für Einzel- und Tageskarten innerhalb Frankfurts bleiben konstant

(ffm) „Jahrelang wurde darüber geredet, jetzt ist es endlich soweit: Ab Januar 2019 gibt es endlich preisgünstigere Fahrkarten für kurze Fahrten über Frankfurts Stadtgrenzen wie nach Offenbach“, fasst RMV-Aufsichtsratsvorsitzender und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann die Entscheidung des RMV-Aufsichtsrats zusammen. Einstimmig beschloss das Gremium eine feingliedrigere Einteilung der Tarifgebiete, welche kurze Fahrten über die Frankfurter Stadtgrenze günstiger macht.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (r) und Ulrich Krebs, Landrat des Hochtaunuskreises, an der Endstation der U-Bahn-Linie U3 Oberursel/Hohemark anlässlich eines Arbeitsbesuchs, 12. Mai 2015, © Taunus Touristik Service
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„Statt eines einheitlichen Preises gilt nun für zahlreiche kurze Fahrtrelationen zwischen Frankfurt und Offenbach, Eschborn, Neu-Isenburg und Bad Vilbel das Prinzip ‚kurze Fahrten, kleinerer Preis‘“, führt Ulrich Krebs, Landrat des Hochtaunuskreises und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, weiter aus.

„Wer von Oberrad zum Marktplatz in Offenbach fuhr, hat bislang genauso viel bezahlt, wie jemand, der 27 Kilometer von Zeilsheim nach Bieber fuhr“, verdeutlicht RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. „Die feingliedrigere Einteilung der Tarifgebiete hat Modellcharakter für das gesamte Verbundgebiet. Wir verbessern damit das Preis-Leistungsverhältnis des RMV-Tarifs und erhöhen die Attraktivität unseres Angebots.“

Beispielsweise sinkt der Preis von Frankfurt-Oberrad zum Offenbacher Marktplatz von 4,90 Euro auf 3,25 Euro und von Hanau nach Frankfurt Innenstadt von 8,50 Euro auf 6,80 Euro. „In Wiesbaden, Mainz und Frankfurt bleiben im nächsten Jahr zudem die Preise für Einzelfahrkarten und Tageskarten konstant“, saqt Feldmann weiter. „Damit setzen wir Anreize, dass noch mehr Menschen Bus und Bahn nutzen.“ Verbundweit hatte der RMV-Aufsichtsrat zudem bereits 2017 eine Deckelung der Preisanpassung in den nächsten beiden Jahren beschlossen.

Die genauen Fahrpreise werden rechtzeitig vor dem Start der Gültigkeit der neuen Preise am 1. Januar 2019 auf http://www.rmv.de eingearbeitet. Dort kann dann individuell und ganz konkret von Haltestelle zu Haltestellen nachgeschaut werden, ob sich der Fahrpreis geändert hat. Ein Preisvergleich zu ausgewählten Verbindungen ist angefügt.

Prof. Knut Ringat, Sprecher der Geschäftsführung der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV), © Foto: Herbert Fischer, RMV
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RMV-Geschäftsführung verlängert Verträge

Außerdem wurde die Verlängerung der Verträge der RMV-Geschäftsführer Knut Ringat und André Kavai bis zum Jahr 2023 beschlossen. Ringat, welcher zugleich Vizepräsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ist, ist bereits seit dem Jahr 2009 Geschäftsführer sowie Sprecher der Geschäftsführung. Kavai ist seit 2014 RMV-Geschäftsführer.

Weiteres Thema war die Weiterführung des innovativen Pilottarifs RMVsmart um zwei Jahre. In dem Innovationstarif wird seit 2016 getestet, wie ein RMV-Tarif ohne starre Tarifgrenzen und stattdessen vornehmlich anhand der Entfernung funktioniert. Außerdem ist der RMV der Wiesbadener CityBahn GmbH beigetreten, welche die Einführung einer Stadtbahnstrecke von Mainz über Wiesbaden nach Bad Schwalbach zum Ziel hat.