Logo FRANKFURT.de

24.05.2017

Schnelle Erstversorgung bei Notfällen zu Hause

Oberbürgermeister Peter Feldmann und Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld stellen die 'Frankfurter Rettungsbox' vor, die Rettungsdiensten die gezielte Erstversorgung bei Notfällen im häuslichen Umfeld erleichtert, 24. Mai 2017, © Foto: Rainer Rüffer
Dieses Bild vergrößern.

Schnelle Erstversorgung bei Notfällen zu Hause / In Frankfurter Apotheken und im Bürgerinstitut ab 6. Juni

(kus) „Diese kleine Schachtel soll Leben retten.“ Am Mittwoch, 24. Mai, hat Oberbürgermeister Peter Feldmann die „Frankfurter Rettungsbox“ vorgestellt, die Rettungsdiensten die gezielte Erstversorgung bei Notfällen im häuslichen Umfeld erleichtert. So können diese sich schnell über den Gesundheitszustand der betroffenen Person informieren. Die Box wird mit einer Klettbefestigung neben der Wohnungstür angebracht. Ab 6. Juni ist sie in Frankfurter Apotheken und im Bürgerinstitut zum Selbstkostenpreis von zwei Euro erhältlich. Die ersten Boxen wurden bereits heute am Hilda-Mobil des Bürgerinstituts vor dem Römer verkauft.

„Bei medizinischen Notfällen muss schnell gehandelt werden. In Frankfurt finden eintreffende Rettungsdienste jetzt in der Box neben der Wohnungstür essentielle Informationen zu Vorerkrankungen und Medikamenten Das spart existenzielle Zeit.“

Die Idee einer Rettungsbox für Notfälle zu Hause stammt ursprünglich aus Großbritannien. Auch in Deutschland sind mittlerweile SOS-Rettungsboxen, aber auch andere Konzepte verbreitet. Da Feldmann in Bürgersprechstunden auf diese Konzepte angesprochen wurde, wollte er ein speziell auf Frankfurt zugeschnittenes Konzept entwickeln. Zusammen mit dem Sozialdezernat und der Leitstelle Älterwerden im Rathaus für Senioren und mit Unterstützung des Lions Clubs Frankfurt Eschenheimer Turm wurde deshalb die „Frankfurter Rettungsbox“ entwickelt.

Die 11x8 Zentimeter große Schachtel mit grünem Rettungszeichen und Frankfurter Skyline kann leicht neben der Wohnungstür angebracht werden. Für Rettungskräfte ist sie damit sofort gut sichtbar. Im Vergleich zu anderen Konzepten, bei denen die Informationen in einer Box im Kühlschrank, als gefaltetes Papier in Brieftaschen usw. aufbewahrt werden sollen, ist die Frankfurter Box damit schnell und sicher für Rettungskräfte erreichbar.

Der beiliegende Fragebogen mit Rettungsinformationen wurde in Zusammenarbeit mit Frankfurter Rettungsdiensten entwickelt. Er enthält Angaben zum Gesundheitszustand wie beispielsweise Diabetes, Allergien, gerinnungshemmenden Medikamenten, Herzkrankheiten und Blutdruck. Aber auch zum Hausarzt, zu benachrichtigenden Angehörigen, Patientenverfügung und zur Vorsorgevollmacht.
„In Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt haben wir mit der Frankfurter Rettungsbox ein einfaches Konzept entwickelt, um Rettungsdiensten bei medizinischen Notfällen zu Hause die Arbeit zu erleichtern. Da unser Lions Club seit fast 20 Jahren viele Projekte besonders für ältere Menschen in Frankfurt fördert, sind wir auf Probleme bei Notfällen in der Wohnung aufmerksam geworden. Viele Ältere wohnen allein und haben Informationen für den Notfall nicht griffbereit. Mit der Rettungsbox müssen wichtige Informationen in lebensbedrohlichen Situationen jetzt nicht mehr lange gesucht oder erfragt werden. Die dezent gestaltete Box fällt Rettungskräften sofort ins Auge“, so Andreas Kuschmann, Präsident des Lions Clubs Frankfurt Eschenheimer Turm.

Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld ist überzeugt, dass sich gerade die Frankfurter Senioren darüber freuen werden: „Das kommt dem höheren Sicherheitsbedürfnis der älter werdenden Bürger sehr entgegen. Aber auch Menschen mit Behinderungen und überhaupt alle Menschen können davon profitieren.“

Apotheken und andere Institutionen, die sich an der Aktion beteiligen und die Box vertreiben möchten, finden Ansprechpartner unter http://www.aelterwerden-in-frankfurt.de/rettungsbox .

Nähere Informationen: Jochen Mignat, Lions Club Frankfurt Eschenheimer Turm, Am Hexenpfad 11, 63450 Hanau, Telefon 06181/507 91-22, E-Mail j.mignat@mignat.de, www.lions-frankfurt.de