Logo FRANKFURT.de

Fulda, Heinrich Zacharias und Amalie

Amalie Fulda, geborene Oppenheimer, verwitwete Altschüler, wurde in Gießen geboren. Am 12.3.1902 heiratete sie in zweiter Ehe den Sanitätsrat und Nervenarzt Dr. Heinrich Zacharias Fulda in Frankfurt. Sie hatte eine Tochter und einen Sohn aus erster Ehe, die nach dem Zweiten Weltkrieg in der Schweiz beziehungsweise in Ungarn lebten. Heinrich Fulda hatte einen unehelichen Sohn namens Johann Heinrich Konrad Kunkel, der am 7.7.1893 in Kitzingen geboren ist.
Heinrich Fulda hatte sich 1894 mit einer großen Praxis in Frankfurt niedergelassen. Sie befand sich in der Eschersheimer Landstraße 24, die Wohnung in der Staufenstraße 3, zuletzt in der Feldbergstraße 45. Nach Umsatzeinbußen nach den Boykotten wurde ihm zum 1.6.1937 die Approbation entzogen. Er musste eine „Judenvermögensabgabe" in Höhe von 18.750 Reichsmark und eine Reichsfluchtsteuer in Höhe von 50.000 Reichsmark entrichten. Die geplante Flucht in das Exil scheiterte. Er wurde am 2.4.1940 beerdigt. Seine Grabstelle liegt auf dem alten Jüdischen Friedhof in der Rat-Beil-Straße (Nummer Abteilung 3. 237/10). Amalie Fulda nahm sich einen Tag nach der zweiten großen Deportation aus Frankfurt in das Ghetto Minsk, das Leben.

Die Stolpersteine wurden zunächst irrtümlich in der Staufenstraße 3 verlegt. Die Stolpersteine wurden initiiert von der Enkelin Roswitha Kunkel/München. Sie nahm zusammen Heidi Lenzen (Enkelin)/Gröben-zell, Kathrin Lenzen (Urenkelin)/München und Marcus Ohlhaut an der Verlegung teil.

Personen
Amalie Fulda, geb. Oppenheimer
Geburtsdatum:13.3.1870
Todesdatum:12.11.1941 (Suizid)
Heinrich Zacharias Fulda
Geburtsdatum:12.2.1866
Todesdatum:25.3.1940 (Suizid)
Stolperstein Feldbergstarße 45 Heinrich Zacharias Fulda © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
Dieses Bild vergrößern.
Stolperstein Feldbergstraße 45 Amalie Fulda © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
Dieses Bild vergrößern.