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Veith, Julius und Marie Johanna

Julius und Marie Veith wurden in Grötzingen bzw. in Mannheim geboren. Sie hatten zwei 1913 und 1919 in Frankfurt zur Welt gekommene Söhne. Julius Veith machte eine kaufmännische Ausbildung bei der Metallfirma „Oscar Baer & Co.", Rankestraße 26, deren Teilhaber er ab 1908 war. Er vertrat das Geschäft im Ausland und besorgte den Ein- und Verkauf. 1939 wurde das Unternehmen „arisiert" und an die Firma „Gustav Fischer" verkauft. Er musste zwangs¬weise die „Judenvermögensabgabe" in Höhe von 49.650,22 Reichsmark, die Reichsfluchtsteuer in Höhe von 32.300 Reichsmark, die „Dego-Abgabe" in Höhe von 7.100 Reichsmark sowie eine Sonderabgabe an die Jüdische Gemeinde in Höhe von 9.044 Reichsmark entrichten.

Kettenhofweg 128 im Jahr 1930
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Die Familie wohnte bis 1933 in der Lindenstraße 39, dann im Kettenhofweg 128 und schließlich wieder in der Lindenstraße. Den beiden Söhnen gelang die Flucht in das US-amerikanische beziehungsweise britische Exil. Julius und Marie Veith flüchteten in das niederländische Exil nach Amsterdam, Amstelkade 166 a, wo sie 1943 verhaftet wurden.

Die Stolpersteine wurden initiiert von der Enkelin Jenny Hartland/York/GB, die bei der Verlegung anwesend war.

Personen
Marie Johanna Veith, geb. Oppenheimer
Geburtsdatum:24.6.1889
Deportation:17.3.1943 von Westerbork nach Sobibor
Todesdatum:unbekannt
Julius Veith
Geburtsdatum:11.7.1889
Deportation:17.3.1943 von Westerbork nach Sobibor
Todesdatum:unbekannt
Stolperstein Kettenhofweg 128 Julius Veith © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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Stolperstein Kettenhofweg 128 Marie Johanna Veith © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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