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Levy, Aenne

Aenne Levy, geb. Sondheimer, kam in Darmstadt als Tochter des Lehrers Wolf Sondheimer und von Regina Sondheimer, geb. Bender zur Welt. Sie war verheiratet mit einem Diplom-Ingenieur und lebte mit ihm und der 1926 geborenen Tochter seit Juli 1928 in Hannover, bis 1932 Lönsstraße 2, dann Geibelplatz 6. Die Familie beschäftigte eine Hausgehilfin. Der Ehemann war seit 21.12.1933 als „auf Reisen" gemeldet; ihm gelang 1934 die Flucht in das Exil nach Palästina.
Aenne Levy zog gemeinsam mit der Tochter im Sep¬tember 1933 nach Frankfurt um, wo sie in einer Drei-Zimmer-Wohnung Auf der Körnerwiese 8, nach 1938/39 in der Parkstraße 9, wohnten. Die Tochter besuchte das Philanthropin. Ihr gelang Ende Februar 1940 im Alter von 13 Jahren mit einem „Kindertrans¬port" die Emigration. Auch Anne Levy besaß bereits eine Schiffsfahrkarte für die Flucht in das Exil, die jedoch scheiterte. Zuletzt wohnte sie allein in einem Zimmer in der Wöhlerstraße 4.

Aenne Levy wurde am 19.10.1941 bei der ersten großen Deportation aus Frankfurt nach Lodz verschleppt, wo sie ums Leben kam. Ehemann und Tochter lebten nach dem Zweiten Weltkrieg in Israel.

Der Stolperstein wurden initiiert von dem Neffen Michael (Werner) Zuntz/Californien/USA und dessen Tochter Barbara Zuntz Bahr/Kassel. Bei der Verlegung waren Barbara Bahr-Zuntz und Ehemann Wolfgang Bahr/Kassel, Rebecca Bahr/Marburg, Benjamin Bahr/ Witten und Yafit Segel/Tel Aviv/Israel anwesend.

Personen
Aenne Levy, geb. Sondheimer
Geburtsdatum:15.10.1897
Deportation:19.10.1941 nach Lodz
Todesdatum:unbekannt

Quelle

Literatur: Marlies Lehmann-Brune, Der Koffer des Karl Zuntz: Fünf Jahrhunderte einer jüdischen Familie, Düsseldorf 1997.

Stolperstein Auf der Körnerwiese 8 Aenne Levy © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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