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Bauer, Ella

Ella Bauer stammt aus München und war ledig. Sie wohnte in der Wiesenau 53, zuletzt in der Lindenstraße 22/II.

Das Vermögen von Ella Bauer unterlag einer „Sicherungsanordnung“ der Devisenstelle vom 9. März 1940 beschlagnahmt, die den monatlichen „Freibetrag“ auf 200 Reichsmark festsetzte. Ihr Vermögen belief sich am 14. März 1940 noch auf 2.500 Reichsmark, daneben bezog sie eine Rente. Laut Verfügung vom 26. November 1941 in den Devisenakten wurde das Vermögen von Ella Bauer zu Gunsten des Reiches eingezogen und verwertet.

Geboren sind die beiden Schwestern in der Hochstraße 53, aufgewachsen bei den Eltern in der Leerbachstr. 16, von 1896 an wohnten sie in der Feldbergstraße 23/2. Stock. Von dort zogen sie 1927 in die Wiesenau 53. Dort war Helene noch 1939 gemeldet, während Fanny mit ihrer Schwester Mathilde in der Schwindstraße 12/I wohnte.

Die letzte Adresse war die Eppsteiner Straße 43, wo um 1940 die „Pension Atlantik“ untergebracht war. Bei dieser Anschrift handelte es sich vermutlich um ein „Judenhaus“, in dem antisemitisch Verfolgte vor ihrer Deportation aus Frankfurt zwangsweise konzentriert wurden.

Personen
Ella Bauer
Geburtsdatum:12.1.1881
Deportation:19.10.1941 nach Lodz
Todesdatum:unbekannt
Stolperstein Wiesenau 53 Ella Bauer  © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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