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Rosenfeld, Gottlieb

Der Kaufmann Gottlieb Rosenfeld wurde in Hengstfeld bei Crailsheim in Württemberg als elftes von zwölf Kindern des Handelsmannes Isaak Rosenfeld und von Jette Rosenfeld, geb. Feldheimer, geboren.

Er war verheiratet mit Flora Rosenfeld, geb. Kohn, die am 11.7.1935 in Frankfurt starb. 1898 und 1903 wurden zwei Söhne geboren, die nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA lebten.

Gottlieb Rosenfeld besuchte die Königliche Realschule Ansbach und absolvierte anschließend eine kaufmännische Ausbildung. Von Juli 1917 bis Dezember 1918 war er als ehrenamtlicher Sachverständiger und Taxator für Leder und Schuhwaren im Hilfsdienst des Frankfurter Magistrats tätig. Er betrieb den Lederhandel en gros „Gottlieb Rosenfeld“ in Frankfurt, Holzgraben 9, Töngesgasse 7, zuletzt Eppsteiner Straße 5, der 1931 aus dem Handelsregister gelöscht, dessen Betrieb laut Rechneiamt jedoch erst am 31. März 1936 verfolgungsbedingt nach Umsatzeinbußen aufgrund der Boykotte seit 1933 eingestellt wurde.

Gottlieb Rosenfeld sammelte Briefmarken und Zinnteller beziehungsweise -krüge.

Beide Söhne studierten und promovierten; der eine wurde Zahnarzt, der zweite Jurist. Die Zulassung als Rechtsanwalt des einen Sohnes wurde 1933 widerrufen und dem anderen nach 1933 die Krankenkassenzulassung aberkannt. Infolge dieser Ereignisse erlitt die Ehefrau laut Entschädigungsakten einen seelischen Schaden, der 1935 zu ihrem Tod führte.
Einem Sohn gelang im April 1938 die Emigration in die USA.

Die Rosenfelds wohnten um 1903 in der Königsteiner Straße 48, später in der Kronberger Straße 14, zuletzt in der Liebigstraße 24/III.

Personen
Gottlieb Rosenfeld
Geburtsdatum:9.5.1869
Deportation:1.9.1942 nach Theresienstadt
Todesdatum:25.1.1943

Quelle

Die Stolpersteine wurden von der Hausgemeinschaft der Eppsteiner Straße 5 finanziert.

Stolperstein Eppsteiner Straße 5 Gottlieb Rosenfeld  © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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