Der Salzpfad

Der Salzpfad

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Belletristik

Der Salzpfad

von Raynor Winn

Ute Hahn empfiehlt "Der Salzpfad".
Ute Hahn empfiehlt "Der Salzpfad". © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Ute Hahn
Ute Hahn aus der Schulbibliothek in der Carl-von-Weinberg-Schule empfiehlt: Ich weiß nicht mehr, mit welchen Worten ich auch meinen Mann dafür gewinnen konnte, dieses wunderbare Buch zu lesen. War es der Prolog, den ich ihm stellenweise vorlas?

„Das Geräusch der Brandung ist unverwechselbar. Im Hintergrund das untrügliche Rauschen, darüber das Klatschen der ankommenden Welle und dann das saugende Geräusch, wenn der Rückstrom einsetzt. Es war stockfinster, kaum ein Fünkchen Licht, doch mir genügte das laute Klatschen, dass es nah sein musste. Unser Zelt stand ein gutes Stück über der Flutlinie ...“

Gerade weil es sich um einen ganz besonderes Reisetagebuch handelt, macht es große Lust, den South West Coast Path auf unserer To-do-Liste zu ergänzen.
Am schönsten finde ich die Beschreibungen der Natur, wie der Wind weht und an den beiden Wanderern zerrt, wie ihnen die Gischt beim Öffnen des Zelts ins Gesicht spritzt, wie sie mit großen Tümmlern schwimmen. Am meisten hat mich beeindruckt, welchen Seelenfrieden es ihnen bringt, einen Schritt vor den anderen zu setzen.
Gut finde ich auch den kleinen Kartenausschnitt vom Südwesten Großbritanniens zu Beginn des Buches, wo der Salzpfad eingezeichnet ist und auf den ich immer wieder schaue konnte, um zu sehen, wo Ray und Moth entlangwandern.
Doch wer sind die beiden, deren wahre Geschichte hier erzählt wird, eigentlich?
Raynor und Moth Winn, seit 32 Jahren ein Paar, hatten eine Farm in Wales. Über Jahrzehnte bauten sie diese auf, renovierten auf eigene Faust die Gebäude, hielten Schafe und Hühner, vermieteten Ferienwohnungen – lebten ihren Traum, der eines Tages zerstört wird. Von jetzt auf gleich werden sie obdach- und mittellos. Alles was ihnen augenscheinlich geblieben ist, sind der Inhalt ihrer Rucksäcke, ein billiges Zelt und so wenig Geld, das kaum zum Leben reicht.

>> Die abenteuerliche Wanderung auf Englands bekanntesten Küstenweg scheint für sie der einzige Ausweg aus der momentanen Situation. Und tatsächlich bringt ihnen jeder Schritt mehr Kraft und Zuversicht.


Raynor Winn
DER SALZPFAD
Ostfildern, DuMont Reiseverlag

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