AKTUELL Die klassische Geflügelpest hat Frankfurt erreicht

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Ordnungsamt

Aviäre Influenza (Klassische Geflügelpest) in Frankfurt am Main

Zwei Schwäne am Mainufer, Foto: Stefan Maurer
Zwei Schwäne am Mainufer © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Maurer

Die Klassische Geflügelpest hat Frankfurt erreicht

Die Veterinäre des Ordnungsamtes informieren Geflügelhalter und planen Maßnahmen

Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, hat nun auch Frankfurt am Main erreicht. Hier wurden zwei positiv auf Geflügelpest getestete Tiere, ein toter Schwan und eine lebende Kanadagans, aufgefunden. Die durch (aviäre/auf Vögel bezogene) Influenza-Viren verursachte Erkrankung kommt bei Wildvögeln, vor allem bei Wassergeflügel vor. Je nachdem, ob die Tiere von der niedrig oder hoch pathogenen Variante des Virus infiziert wurden, sind die Tiere ggf. klinisch unauffällig oder können auch versterben. Die Geflügelpest tritt weltweit auf, seit Herbst 2020 in Deutschland und jetzt in Frankfurt am Main.

Die Veterinäre des Ordnungsamtes prüfen gegenwärtig, in Risikogebieten, z.B. entlang des Mains, die Aufstallpflicht für Geflügel zu verfügen. Die Aufstallpflicht ist ein Mittel, um die Ausbreitung von Tierseuchen zu verhindern. Frei lebende Wildtiere sollen hierbei davon abgehalten werden, Nutztiere zu infizieren.

Die Übertragung und Ausbreitung der Viren findet durch direkten Kontakt der Vögel untereinander sowie durch indirekten Kontakt über infektiösen Kot statt. Andere Tierarten sind sehr selten von einer Infektion betroffen. Der momentan stattfindende Vogelzug führt zu einer geographischen Verbreitung des Virus über die Ländergrenzen hinweg.
Aviäre Influenzaviren können nicht so leicht von Tieren auf den Menschen übertragen werden. Häufiger betroffen sind beruflich exponierte Personen, wie z. B. Tierärzte oder Vogelhalter, die sich nach intensivem Kontakt mit infizierten Tieren vor allem durch das Einatmen von verunreinigten Staubpartikeln oder durch mangelnde Handhygiene infizieren können. Auch der Kontakt mit verseuchten Federn und Sekreten kann zu einer Übertragung führen. Sollte die Geflügelpest in einem Geflügelbestand nachgewiesen werden, müssen alle Tiere des Bestandes/der epidemiologischen Einheit getötet werden.

Geflügelhalter sind jetzt besonders dazu angehalten, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Insbesondere sollte kein direkter oder indirekter Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln möglich sein. Auch Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände sind für Wildvögel unzugänglich zu lagern. Für die Tränke darf nur Wasser verwendet werden, zu dem Wildvögel keinen Kontakt haben.

Geflügelhalter finden aktuelle Informationen zu den Biosicherheitsmaßnahmen unter Geflügelpest Information des HMUELVExternal Link

Das Friedrich-Löffler-Institut empfiehlt zudem, die Risikoanalyse des eigenen Betriebes mithilfe der Risikoampel für Geflügelpest durchzuführen. Nach Abschluss der Analyse erhalten Geflügelhalter eine Optimierungsanalyse, die zeigt, welche Maßnahmen den einzelnen Betrieb noch sicherer machen Geflügelpest Risikoampel FLIExternal Link

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