Lyon

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Partnerstädte

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Städtepartnerschaft seit 15. Oktober 1960

Die Stadt am Zusammenfluss der Rhône und der Saône ist die drittgrößte Stadt des Landes nach Paris und Marseille.

Lyon Altstadt, Saône
Lyon Altstadt, Saône © Marie Perrin, Foto: Marie Perrin

Mit dem im Rhônetal gelegenen Lyon verbindet Frankfurt die längste Städtepartnerschaft. Als Zeichen des friedlichen und freundschaftlichen Verhältnisses von Deutschland und Frankreich spielte die Städtepartnerschaft eine wichtige Rolle für die deutsch-französische Annäherung nach dem zweiten Weltkrieg. 

Das wirtschaftliche Zentrum des französischen Südostens hat sich mit 59 umliegenden Gemeinden zu einer bedeutenden Metropolregion genannt ,,Grand Lyon" entwickelt. Ähnlich wie Frankfurt ist Lyon weltbekannt für seine kulinarischen Genüsse und die Lyoner Messe. Auch kulturell und touristisch bspw. mit dem Lichtfestival ,,Fête des Lumières" hat Lyon viel zu bieten. 

 

In nahezu 60 Jahren Städtepartnerschaft zwischen Lyon und Frankfurt fanden bereits unzählige gemeinsame Projekte und gegenseitige Begegnungen statt. Neben den vielen Schulaustauschen ist in den letzten Jahren besonders der Jugendsportaustausch EUROPOD gemeinsam mit der Partnerstadt Birmingham Anzugspunkt für hunderte Kinder und Jugendliche. 

Regelmäßig bereichern kulturelle Austausche von Frankfurter Vereinen, dem Institut français Frankfurt oder dem Goethe Institut Lyon die jeweiligen kulturellen Landschaften. Ein Höhepunkt der vergangenen Jahre war die Illumination des Römers während der Buchmesse 2017 mit Frankreich als Gastland.

Austauschprojekt mit Kinderbuchautorinnen und -Autoren im Rahmen der Partnerschaft zwischen Frankfurt und Lyon

Institut français Frankfurt
Alexandra Maxeiner liest aus zwei ihrer Bücher – Kinder aus zwei Lyoner Schulen hören zu © Institut français Frankfurt, Foto: Institut français Frankfurt
Im Rahmen der Buchmesse 2017, war Frankreich Gastland der Buchmesse und Gast in Frankfurt. Unter dem Motto „Frankfurt auf Französisch“ verwandelte sich die Stadt in eine französische Kulturlandschaft. In diesem Rahmen wurde das deutsch-französische Austauschprojekt mit Kinderbuchautorinnen und -autoren gestartet. Seitdem besuchen Kinderbuchautorinnen und -autoren jedes Jahr Schülerinnen und Schüler in der Partnerstadt. Als Botschafter ihrer jeweiligen Sprache vermitteln sie spielerisch den Zugang zur Kultur des jeweiligen Nachbarlandes. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Päckchen mit Bildern, Texten und Informationsmaterialien der Autorinnen und Autoren, die sie im Unterricht bearbeiten. Am Abschluss des Projektes stehen Lesungen und Besuche der Autorinnen und Autoren in den Partnerstädten.

2020 findet der Austausch zum dritten Mal statt. Da aufgrund der Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung von CoVid19 Reisen in die Partnerstädte nicht möglich waren, wird der Austausch virtuell fortgesetzt.

Das Projekt wurde initiiert und wird organisiert durch das Institut français Frankfurt und das Goethe-Institut Lyon, unterstützt und gefördert vom Referat für Internationale Angelegenheiten der Stadt Frankfurt und dem Service des Relations Internationales der Stadt Lyon.


Delphine Perret aus Lyon besucht - digital - die Kinder von fünf Klassen aus zwei Schulen.
Im Rahmen des Projekts zwischen den Partnerstädten Lyon und Frankfurt sollte Delphine Perret Ende Mai nach Frankfurt reisen und in Schulen auftreten. Angesichts der Umstände, die mit der Ausbreitung des Virus' zusammenhingen, musste alles abgesagt werden. Aber die Krise förderte die Kreativität: so werden die Klassen 2b und 4b der Textorschule, die am Projekt teilnehmen, einen verfilmten Auftritt von Delphine Perret bekommen. Dieses Video wird den Schülerinnen und Schüler ermöglichen, ein ganz spezielles Schuljahr mit einem spannenden Ereignis zu beenden. In der französischen Schule wollten die Lehrerinnen von drei dritte Klassen den ersehnten Besuch nicht so leicht aufgeben. Weil die Schule schon den online-Unterricht organisiert hatte, konnte Delphine Perret digital die Kinder treffen, auf ihre Frage antworten und für jede Klasse live eine Zeichnung anfertigen. 


Delphine Perret
Zeichnung für eine Frankfurter Schulklasse aus Lyon © Delphine Perret, Foto: Delphine Perret
Zeichnung für eine Frankfurter Schulklasse aus Lyon © Delphine Perret, Foto: Delphine Perret
Eine Zeichnung für die Klasse per Videokonferenz.

Die Premiere fand am Mittwoch, den 10. Juni mit dem CE2C statt, CE2B und D waren am 17. Juni dran. Die Lehrerin Véronique Ristori hatte Delphine Perret im Voraus die Fragen ihrer 19 Schülerinnen und Schüler geschickt, die von zu Hause aus an dem Treffen teilnahmen. Nach der Begrüßung beantwortete die Autorin die Fragen per Videokonferenz, bevor sie ihre Kamera auf ein Blatt Papier richtete und eine Live-Zeichnung für die Klasse anfertigte, wobei sie die ihr gegebenen Anweisungen genau befolgte.
So hatten sich die Kinder eine Zeichnung mit Pedro Crocodile und George Alligator gewünscht, zwei Helden aus einem Bilderbuch von Delphine Perret, aber nicht nur das: Sie wollten auch ein Kaninchen, ein Pferd, ein Netz, einen Zirkus, eine Bibliothek, einen Zoo, Josephine...

 

„Sie zeichnen zu gut!“
Der einmütige Ausruf: "Sie zeichnen zu gut!" war die spontane Reaktion der Kinder. Mit einem Blick auf das fertige Werk springt der Enthusiasmus der Kinder sofort auf einen selbst über, denn der Illustratorin ist es ausgezeichnet gelungen, alle Wünsche der Kinder in einer Zeichnung unterzubringen. 
Am Ende des Treffens erklärte eine Schülerin Delphine Perret, wie „glücklich sie war, die Ehre gehabt zu haben, Sie kennenzulernen, auch wenn es nicht im wirklichen Leben war". Und auch die Lehrerin bestätigte, hinter den Bildschirmen funkelnde Kinderaugen gesehen zu haben.

 

Alexandra Maxeiner aus Frankfurt liest ihre Bücher vor und chattet mit Lyon
Andersrum schickte die Frankfurter Autorin Alexandra Maxeiner ein Video mit schöne Grüßen nach Lyon s. u. und verfilmte Lesungen mit zwei ihrer Bücher: „Alles lecker“ und „Karlas ziemlich fabelhafter Glücksplan“. Die Kinder aus vier Klassen, die mit der Autorin korrespondiert hatten und Briefe und Päckchen ausgetauscht, haben die sehr lebendige Lesungen sehr genossen, vor allem als Alexandra erklärte, was ihr „Eckelessen“ ist: „Rosinen sind wie zermatschte Fliegen und Leber kann ich nicht schlucken“. Die Frankfurter Autorin hatte in das Video zu „Karlas ziemlich fabelhafter Glücksplan“ - Video auch ein kleines Spiel miteingefügt: Auf verschiedenen Bildern, wie zum Beispiel Wolken, sollen die Kinder Hasenformen finden, genau wie die Heldin Karla aus dem Buch.

 

Am 26. Juni wird die Autorin von Frankfurt aus Kinder aus zwei Lyoner Schulen (Cité Scolaire Internationale und Ecole Dominique Vincent) per Videokonferenz treffen und mit ihnen chatten können. Auch wenn sie der Autorin nicht „in echt“ begegnen können, freuen sich die Schüler und Schülerinnen der Partnerstadt Lyon schon riesig auf diesen Termin.


Für die Facebook-Ankündigung des Austauschprojektes mit Kinderbuchautorinnen und -autoren auf der Facebookseite des Institut Français Frankfurt klicken Sie bitte hier:

Institut Francais - Facebook Ankuendigung