Einsatzgruppenversorger "Frankfurt am Main"

Einsatzgruppenversorger "Frankfurt am Main"

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Patenschaften

Einsatzgruppenversorger Frankfurt am Main

Einsatzgruppenversorger Frankfurt am Main in See
Einsatzgruppenversorger Frankfurt am Main in See © © 2010 Bundeswehr/ PIZ Marine

Das Patenschiff „Frankfurt am Main“ ist in Kiel beheimatet und gehört zum Trossgeschwader der Zerstörerflotte in Wilhelmshaven. Der Einsatzgruppenversorger (Klasse 702) stellt zusammen mit dem Schwesternschiff „Berlin“ die größte schwimmende Einheit der Marine dar. Das Schiff bildet die Hauptversorgungsplattform einer Einsatzgruppe und ermöglicht einem Einsatzverband, bis zu 45 Tage ohne landgebundene Versorgungseinrichtungen zu operieren.

Am 5. Januar 2001 taufte die Oberbürgermeisterin Petra Roth das Schiff auf den Namen der Stadt. Mit einer Stammbesatzung von 11 Offizieren, 22 Portepeéunteroffizieren, 24 Unteroffizieren und 92 Mannschaften ist das Schiff weltweit im Einsatz.

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Aufgaben des Einsatzgruppenversorgers

Im Verbund mit den anderen Unterstützungseinheiten der Marine hat der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ folgende Unterstützungsaufgaben in routinemäßigen Übungs- und Einsatzvorhaben der Zerstörerflottille, in gemischten Einsatzverbänden und im Rahmen übergreifender Unterstützung zu erfüllen:

 

  

  • Nachversorgung mit Mengenverbrauchsgütern (Kraftstoff, Öle und Fette, Frischwasser und Kesselspeisewasser, Verpflegungsmittel und Marketenderwaren, Munition)
  • Nachversorgung und Bewirtschaftung von Nicht- und Einzelverbrauchsgütern in einsatz- und verbrauchsabhängigen Versorgungspaketen einschließlich Sanitätsmaterial sowie technischen und medizinischen Gasen
  • schnelle Transportfähigkeit für Material und Personal sowohl verbandsintern als auch auf Land/See durch eine Hubschrauberkomponente
  • erweiterte sanitätsdienstliche Unterstützung des Leistungsbereiches A (Echolon 2 – erste klinische Versorgung, begrenzte stationäre Pflege) für 25, maximal 50 Verwundete durch das Zusammenwirken von schiffseigenen Sanitätseinrichtungen mit dem an Bord fallweise zu betreibenden „Marine Einsatzrettungszentrum (MERZ)"; lageabhängig kann das Schiffslazarett durch Zuführung eines mobilen Notarztteams (NAT) die Funktion einer Rettungsstation mit übernehmen.
  • Entsorgung der zu unterstützenden Einheiten von sortiertem, vorbehandelten Festmüll, Alt-/Schmutzöl, Schwarz- und Bilgenwasser, Sondermüll und Munitionsleergut
  • Transport und Betrieb einer definierten Anzahl von ISO-Containern
  • Ergänzung/Entlastung anderer (flottillenspezifischer) Unterstützungseinheiten Tender 404
  • Möglichkeit eines Lufttransports (MH 90, interimsweise Sea King (MK 41), optional Sea Lynx); der Einsatz der Hubschrauber erfolgt im taktischen Lufttransport von Material und Personal, für Verbands-SAR und für Medical Evacuation
  • Transportunterstützung bei der Verlegung von Komponenten eines Nationalen Abstützpunktes oder einer Forward Logistic Site in ein mögliches Einsatzgebiet
  • Führungsunterstützung

 

Allgemeine Schiffsdaten

Bauentscheidung:

22. August 1997

Bauwerften:

Flensburger Schiffbaugesellschaft, Lürssen Werft, Kröger Werft

Baubeginn:

28. August 2000

Werftprobefahrt:

18. Februar bis 20. Februar 2002

Indienststellung:

27. Mai 2002

Länge:

174,00 m

Breite:

24,00 m

Tiefgang:

7,60 m

Einsatzverdrängung:

ca. 18.637 BRZ

Antrieb:

2 Dieselmotoren mit je 5.340 KW (> 14.500 PS)

Geschwindigkeit:

ca. 20 Knoten (ca. 34 km/h)

Vorgesehene Bewaffnung:

2 x RAM, 4 x MLG 27 mm, Fliegerfaust

Hubschrauber:

2 Westland "Sea King" MK 41