Verhaltensempfehlungen bei Kontakten

Verhaltensempfehlungen bei Kontakten

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Hygieneregeln, Maskenpflicht & Kontaktverbot, Demonstrationen

Verhaltensempfehlungen bei Kontakten

So können Bürger_innen in Frankfurt helfen, die Weiterverbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 zu verlangsamen.

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Verhaltensempfehlungen bei Kontakten

Was kann ich tun?

Die konsequente Einhaltung der AHA-L-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, Lüften) hilft, nicht nur sich selbst, sondern auch andere davor zu bewahren, dass es überhaupt zu einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus kommt!

Die Einhaltung der im Moment gültigen Verordnungen und daraus resultierenden Maßnahmen ist zur Eindämmung von COVID-19 sehr wichtig. Sie finden Sie immer aktualisiert hier: 
www.frankfurt.de/coronavirus-fragen-und-antwortenInternal Link

Darüber hinaus sollte jeder seine persönlichen Begegnungen mit Freunden, Familie und beruflichen Kontakten daraufhin prüfen, ob sie im Moment unbedingt notwendig sind. 

Wie sollen sich positiv auf das SARS-CoV-2 Virus Getestete verhalten, noch bevor sie vom Gesundheitsamt kontaktiert werden?

Wichtig zu wissen: Wer positiv auf das Coronavirus getestet wurde, kann andere anstecken, auch dann, wenn er oder sie selbst keine Krankheitssymptome hat. 
Damit das nicht passiert, müssen sich positiv Getestete, sobald sie vom Hausarzt/von der Hausärztin oder vom Labor über das Testergebnis informiert wurden, umgehend in häusliche Isolation begeben. Das gilt kraft einer Allgemeinverordnung des Landes Hessen, auch ohne eine Anordnung durch das Gesundheitsamt.

Sie dürfen die Wohnung nicht mehr verlassen und keinen Besuch empfangen!

Alle Personen, die im selben Haushalt leben, müssen sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben und dürfen die Wohnung nicht verlassen. Falls möglich, sollten positiv Getestete direkten Kontakt zu anderen Haushaltsmitgliedern vermeiden. Wichtig ist, die Abstands- und Hygieneregeln unbedingt zu beachten!

Müssen positiv Getestete das Gesundheitsamt informieren?

Nein. Die Testlabore übermitteln automatisch die positiven Testergebnisse an das zuständige Gesundheitsamt des Wohnortes. Dies kann mit Verzögerung geschehen, so dass die Getesteten die Ergebnisse zeitlich vor dem Gesundheitsamt erhalten. Das ist insbesondere bei privaten Anbietern von Schnelltests der Fall.

Das Gesundheitsamt meldet sich schnellstmöglich bei den positiv Getesteten. Das kann aufgrund der hohen Zahl an Neu-Infektionen zurzeit ein paar Tage dauern. Von den Laboren übermittelte positive Testergebnisse beinhalten häufig keine Kontaktinformationen, so dass diese vom Gesundheitsamt erst über das Meldeamt abgefragt werden müssen. Auch dadurch kann es zu Verzögerungen bei der Benachrichtigung kommen.

Das Gesundheitsamt wird sowohl für die positiv getestete Person als auch für alle Personen in ihrem Haushalt eine Isolation bzw. Quarantäne schriftlich anordnen. Bis dahin bitte unbedingt in häuslicher Absonderung bleiben! 

Die schriftliche Anordnung der Isolierung bzw. Quarantäne kann dem Arbeitgeber später nachgereicht werden. 

Was sollen positiv Getestete tun, wenn Krankheitssymptome auftreten oder diese sich verstärken?

Wichtig: Mit einem positiven Testergebnis niemals unangekündigt in eine Arztpraxis gehen!

Wenn Krankheitssymptome auftreten, sollte umgehend die Hausärztin/der Hausarzt angerufen und über das positive Testergebnis sowie die bestehenden Krankheitssymptome informiert werden. 

Abends und am Wochenende ist der ärztliche Notdienst unter der Telefonnummer 116 117 erreichbar. 

Was können positiv Getestete tun, um die Arbeit des Gesundheitsamtes zu unterstützen?

Positiv Getestete können so schnell wie möglich eine Liste aller ihrer Kontaktpersonen erstellen. Auf diese Liste gehören alle, zu denen zwei Tage vor Symptombeginn bzw. – wenn keine Erkrankungssymptome vorhanden sind – ab zwei Tage vor Testung ein Risikokontakt (Definition siehe unten) bestand. 

Die Liste sollte die Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen aller Kontaktpersonen – wenn vorhanden auch deren Anschrift und Geburtsdatum – beinhalten.

Was ist ein Risikokontakt?

Man spricht von einem Risikokontakt, wenn der Kontakt ohne Mund-Nasen-Bedeckung für mind. 15 Minuten und ohne den Mindestabstand von 1,5 Metern (ein sog. Gesicht-zu-Gesichtskontakt) stattgefunden hat. Flüchtige Gesprächskontakte oder Begegnungen stellen kein Risiko für eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus dar.

Wer informiert die Kontaktpersonen, wenn das Gesundheitsamt das nicht zeitnah schafft?

Die Personen, mit denen ein Risikokontakt bestand, sollten vom Infizierten selbst so schnell wie möglich über das positive Testergebnis informiert werden. In dieses Gespräch gehört auch die Information, dass das Gesundheitsamt sich in nächster Zeit melden wird und dass sie zuhause bleiben, soziale Kontakte vermeiden und unbedingt Abstands- und Hygieneregeln konsequent einhalten müssen.

Setzt sich das Gesundheitsamt auch mit den (Risiko-)Kontaktpersonen in Verbindung?

Ja, aber zurzeit u. U. mit einigen Tagen Verzögerung. Hier ist die bereits erstellte Liste der Kontaktpersonen besonders hilfreich! Das Gesundheitsamt befragt positiv Getestete zu allen Risikokontakten, die im relevanten Zeitraum bestanden. Kontaktpersonen, bei denen ein erhöhtes Infektionsrisiko angenommen werden kann, werden vom Gesundheitsamt ebenfalls kontaktiert und unter Quarantäne gestellt. 

Was schicke ich meinem Arbeitgeber?

Wenn von der Hausärztin/vom Hausarzt eine Krankschreibung vorliegt, sollte sie dem Arbeitgeber zugeschickt werden. Ist das nicht der Fall, sollte der Arbeitgeber darüber informiert werden, dass eine Isolierungsverfügung im Falle eines positiven Testbefundes bzw. eine Quarantäneverfügung bei (Risiko-)Kontaktpersonen nachgereicht wird. 

Wie können sich Kontaktpersonen (mit Risikokontakt) von positiv auf das SARS-CoV-2 Virus Getesteten verhalten, noch bevor sie vom Gesundheitsamt kontaktiert werden?

Zuhause bleiben! 

Das Gesundheitsamt befragt alle auf das neuartige Coronavirus positiv getesteten Personen nach den persönlichen Kontakten der letzten Tage. Um Infektionsketten zu unterbrechen, werden enge Kontaktpersonen (mit Risikokontakt), d.h. mindestens 15 Minuten Kontakt mit zu-gewandten Gesichtern (ohne Maske) und Abstand von weniger als 1,5 Metern vom Gesundheitsamt kontaktiert und ggfs. unter Quarantäne gestellt.
Da es aktuell sehr viele neue Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Frankfurt gibt und bevorzugt die Personen kontaktiert werden, bei denen Kontakte zu Mitarbeitenden im Bereich der kritischen Infrastruktur, zu chronisch Kranken und anderen vulnerablen Gruppen bestehen, kann es mehrere Tage dauern, bis das Gesundheitsamt sich bei den Kontaktpersonen meldet.

Alle, die in den letzten 14 Tagen persönlichen und ungeschützten Kontakt zu einer Person hatten (Risikokontakt), die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurde, sollten deshalb Folgendes unbedingt beachten:

- Für den Zeitraum von 14 Tagen nach dem letzten Kontakt mit dem/der positiv auf COVID-19 Getesteten möglichst zu Hause bleiben und persönliche Kontakte zu anderen Personen vermeiden. 
Wenn das nicht geht, ist es von größter Wichtigkeit, sich an die AHA-L-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, Lüften) zu halten.

- Als Risikokontaktperson sollte man den positiv Getesteten bitten, die Kontaktdaten (Name, Anschrift, Geburtsdatum, Telefonnummer und E-Mail-Adresse) an das Gesundheitsamt weiterzugeben. 
Nur die Personen, die von der positiv Getesteten als (Risiko-)Kontaktperson genannt werden, können vom Gesundheitsamt angerufen werden.

- Als mögliche Risikokontaktperson ist es wichtig, auf COVID-19-typische Krankheitsanzeichen bei sich selbst zu achten. 
Bei Krankheitsanzeichen wie Husten, Halsschmerzen, Fieber oder Geruchs- und Geschmacksstörungen sollten die Kontaktpersonen unbedingt zu Hause bleiben und telefonisch Kontakt zum Hausarzt/zur Hausärztin aufnehmen. Der Hausarzt/die Hausärztin muss darüber informiert werden, dass ein Risikokontakt zu einer infizierten Person bestand. 
Wichtig: Den Hausarzt/die Hausärztin bei Arbeitsunfähigkeit um eine Krankschreibung bitten und auf das neuartige Coronavirus testen lassen!

- Haushaltsangehörige der positiv getesteten Person müssen sich in häusliche Quarantäne begeben.
 
Dazu gehört: 
Zuhause bleiben! 
Alle Personen desselben Haushalts dürfen weder die Wohnung verlassen noch Besuch empfangen. Das Gesundheitsamt wird Kontakt aufnehmen und die Quarantäne anordnen.
Das kann aktuell mehrere Tage dauern. Unbedingt trotzdem ab sofort zuhause bleiben!

- Ob für eine Kontaktperson eine Quarantäne notwendig ist, entscheidet sich danach, wann und wie eng der Kontakt zur infizierten Person war. Die genauen Umstände klärt das Gesundheitsamt im direkten (telefonischen) Kontakt. 

Bis man weiß, ob ein Risikokontakt bestand: Zuhause bleiben, Kontakte zu anderen Personen auf das absolut Notwendigste beschränken und die bekannten Abstands- und Hygieneregeln konsequent beachten!