Häusliche Absonderung

Häusliche Absonderung

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Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2

Häusliche Absonderung

Häusliche Absonderung Coronavirus
Bleiben Sie zu Hause - Halten Sie die Kurve flach © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stock.adobe.com

Wer sollte sich in die häusliche Absonderung begeben?

Eine Absonderung wird durch das für das für die Meldeadresse zuständige Gesundheitsamt angeordnet bzw. empfohlen für

  • bestätigte Covid-19-Erkrankte bzw. einem begründeten Verdacht (Isolierung)
  • und für Personen mit engem Kontakt (Face-to-Face-Kontakt >15min) zu einem bestätigten Fall mit Covid-19 (Quarantäne)  
  • Personen, die aus einem Risikogebiet nach Hessen einreisen. Diese sind gemäß der Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums vom 6. August 2020 verpflichtet, sich unverzüglich testen zu lassen und sich bis zum Erhalt des Testergebnisses auf direktem Weg in häusliche Quarantäne zu begeben.

 

Da die Inkubationszeit, das heißt die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Nachweis von SARS-CoV-2, maximal bis zu 14 Tage beträgt, soll mit der Quarantäne für enge Kontaktpersonen verhindert werden, dass diese in dieser Zeit andere Menschen anstecken.
Auch die Isolierung erstreckt sich über zwei Wochen, beginnend mit dem Symptombeginn, sofern an den letzten zwei Tagen keine Symptome mehr bestanden.

 

Was bedeutet Absonderung konkret?

Absonderung, d.h. die Isolierung von Erkrankten und die Quarantäne bei möglicher Ansteckung, bedeutet konkret, dass Sie zu Hause bleiben, nicht zur Arbeit etc. gehen und keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen.
Bei einer behördlich angeordneten häuslichen Absonderung ist das Verlassen Ihrer Wohnung bzw. Ihres Krankenzimmers, wenn Sie im Krankenhaus behandelt werden, nicht erlaubt und wird bei Missachtung geahndet.
Minimieren Sie soweit wie möglich Ihre Kontakte zu Anderen. Sie sollten in der häuslichen Absonderung keinen Besuch empfangen, vor allem nicht von älteren Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen. Für den Kontakt zu anderen Personen in Ihrem Haushalt gilt:

 

  • Nach Möglichkeit Einhaltung einer zeitlichen und räumlichen Trennung von den anderen Haushaltsmitgliedern:
  • Eine zeitliche Trennung kann z.B. dadurch erfolgen, dass die Mahlzeiten nicht gemeinsam, sondern nacheinander eingenommen werden.
  • Eine räumliche Trennung kann z.B. dadurch erfolgen, dass Sie sich in einem anderen Raum als die anderen Haushaltsmitglieder aufhalten,
    insbesondere getrennt von allen anderen schlafen.
  • Halten Sie beim Husten und Niesen Abstand zu anderen und drehen Sie sich weg; halten Sie die Armbeuge vor Mund und Nase oder benutzen Sie ein Taschentuch, das sie sofort entsorgen.
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife und vermeiden Sie das Berühren von Augen, Nase und Mund.
  • Lüften Sie regelmäßig


Was muss ich in der häuslichen Absonderung noch tun?

Bis zum Ende der häuslichen Absonderung müssen Sie:

  • zweimal täglich Ihre Körpertemperatur messen (morgends und abends);
  • täglich ein Tagebuch zu Symptomen, Körpertemperatur, allgemeinen Aktivitäten und Kontakten zu weiteren Personen führen (für die zurückliegenden Tage bitte soweit Sie sich erinnern).

Das Gesundheitsamt wird sich regelmäßig nach Ihrem Gesundheitszustand erkundigen. Sollten Sie Symptome entwickeln, kontaktieren Sie bitte das Gesundheitsamt.
Sollten Sie ärztliche Hilfe benötigen, informieren Sie bitte, dass Sie mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert oder möglicherweise infiziert sind. Zeigen Sie der Person das Schreiben des Gesundheitsamtes.

Bei Personen mit Symptomen kann die häusliche Absonderung erst beendet werden, wenn Sie seit mind. 48 Stunden beschwerdefrei sind (nach Rücksprache mit ärztlicher Betreuung). Eine behördlich angeordnete häusliche Isolierung ist hierbei solange gültig, bis sie vom zuständigen Gesundheitsamt wieder aufgehoben wird, die Quarantäne wird zu einem zuvor festgelegten Zeitpunkt aufgehoben, sofern bis dahin keine Symptome aufgetreten sind.

 

Wo finde ich bei Bedarf psychosoziale Unterstützung?

Die Corona-Pandemie, besonders auch die Situation in der häuslichen Absonderung, bedeutet für sehr viele Menschen eine existentielle und auch psychische Ausnahmesituation.
Hier finden Sie Informationen zur psychosozialen VersorgungInternal Link

 

Wer kann mir bei Besorgungen und beim Einkaufen helfen, wenn ich in häuslicher Absonderung bin?

Wenn Sie allein leben, bitten Sie Verwandte, Nachbarinnen/Nachbarn oder Freundinnen/Freunde für Sie einzukaufen. Sollte dies nicht möglich sein, fragen Sie nach Lieferdiensten Ihres örtlichen Supermarktes. In Frankfurt gibt es außerdem vielerorts Initiativen zur Unterstützung hilfsbedürftiger Bürgerinnen und Bürger während der Corona-KriseInternal Link

 

Wer bekommt Entschädigungszahlungen bei Verdienstausfall?

Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) einem Tätigkeitsverbot unterliegt oder unterworfen wird, beziehungsweise abgesondert wurde, und einen Verdienstausfall erleidet und dabei nicht krank ist, erhält grundsätzlich eine Entschädigung. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall. Welche genauen Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, entnehmen Sie dem nachstehenden Link: Verdienstentschädigung nach dem InfektionsschutzgesetzExternal Link

Das Gesundheitsamt ist laut Beschluss des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat rückwirkend nicht mehr zuständig für die Bearbeitung von Entschädigungsansprüchen nach § 56 Infektionsschutzgesetz (IfSG), siehe Pressemitteilung vom 24.04.2020External Link.

 

Wo und wie muss der Antrag gestellt werden?

Sollten Sie bereits einen Antrag auf Entschädigung nach § 56 IfSG an das Gesundheitsamt geschickt haben, so darf dieser hier nicht bearbeitet werden. Sie müssen Ihren Antrag neu, online, beim Regierungspräsidium Darmstadt stellen.

Weitere Informationen zum Antrag bei Quarantäne oder Tätigkeitsverbot bzw. zum Antrag bei Schul- und Kitaschließungen finden Sie hierExternal Link.

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