FAQ zur Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in Frankfurt

FAQ zur Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in Frankfurt

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Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2

FAQ zur Maskenpflicht in Frankfurt

Die neue Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wirft für viele Fragen auf. Hier gibt es Antworten.

Fragen beantwortet die Hotline des Landes Hessen telefonisch unter 0800/5554666 täglich von 8 bis 20 Uhr oder per E-Mail an buergertelefon@stk.hessen.deInternal Link.

Weitere Hinweise gibt es auch auf der Corona-Spezial-Seite des GesundheitsamtesInternal Link  sowie unter https://soziales.hessen.de/presse/pressemitteilungen/13External Link  und https://www.hessen.de/fuer-buerger/aktuelle-informationen-zu-corona-hessenExternal Link


Stand: 24. April 2020, 11.30 Uhr

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Ab wann und wo gilt die Pflicht Nase und Mund zu bedecken?

Der Nasen- und Mundschutz soll von Montag, 27. April getragen werden – und zwar beim Einkaufen und beim Benutzen öffentlicher Verkehrsmittel. Grundlage ist eine Verordnung des Landes Hessen.

Praktisch heißt das: Bürger müssen ab dann eine Maske oder Bedeckung tragen, bevor sie die Fahrzeuge des öffentlichen Personennahverkehrs nutzen oder Geschäfte, Bank- und Postfilialen sowie Wochenmärkte betreten. An Tankstellen gilt dies nicht nur für die Verkaufsräume, sondern auch den Bereich um die Zapfsäulen. Diese Regelung gilt nach Angaben der Bahn nicht für Züge des Fernverkehrs. In den Verkaufsstellen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Mitarbeiter entbehrlich, soweit anderweitige Schutzmaßnahmen, insbesondere Trennvorrichtungen, bestehen.

Das Land empfiehlt zusätzlich, eine Maske auf Bahnsteigen, in Einkaufszentren und in Schlangen vor Geschäften zu tragen. Denn hier werde häufig der Sicherheitsabstand von 1,50 Meter unterschritten.


Drohen Bußgelder bei Verstößen?

Das Nichttragen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Wenn Bürger keine Mund-Nasen-Bedeckung aufhaben und trotz Aufforderung keine aufsetzen, kann ein wiederholter Verstoß mit einem Bußgeld von 50 Euro belegt werden.

Grundsätzlich ist jedoch damit zu rechnen, dass Geschäfte niemanden ohne einen Mund-Nasen-Schutz in ihre Verkaufsräume lassen. Auch können Beförderungsunternehmen im ÖPNV die Mitnahme verweigern.


Die Stadt Frankfurt am Main setzt jedoch auf Aufklärung und Einsicht. Das hat in den vergangenen Wochen sehr gut geklappt. Denn die Frankfurter halten zusammen und verhalten sich in den meisten Fällen mustergültig und solidarisch.

Was bringt eine Bedeckung von Mund und Nase?

Auch bereits eine selbst gemachte Mund-Nasen-Bedeckung schützt andere Menschen vor Ansteckung. Denn man kann das Covid-19-Virus in sich tragen und verbreiten, ohne Krankheitssymptome zu bemerken. Der Hintergrund ist, dass das öffentliche Leben, teilweise auch die Schulen und der Einzelhandel, derzeit wieder hochgefahren wird.  Die Maskenpflicht schützt nicht davor, sich selbst anzustecken. Hierfür sind besondere Masken erforderlich, die nicht für den alltäglichen Gebrauch bestimmt sind.  Daher gilt auch weiterhin die Abstandsregelung, und häufiges und richtiges Händewaschen bleibt erforderlich.


Welche Erzeugnisse sind erlaubt?

Am einfachsten sind selbstgenähte Community-Masken aus Baumwolle zu bekommen. Viele Geschäfte in unserer Stadt sowie Schneidereien und Kleidungsvertriebe bieten solche Erzeugnisse an. Nachbarschaftsinitiativen, Vereine, Religionsgemeinden und Corona-Solidaritätsgruppen vermitteln Kontakte zu Bürgern im Stadtteil, die Masken nähen.

Auch ein Schal reicht, sofern er Mund und Nase bedeckt sowie regelmäßig desinfiziert und gereinigt wird. Diese Mittel fangen Tröpfchen in  der ausgeatmeten Luft und schützen so unsere Mitmenschen vor Ansteckung.

Da MNS (mehrlagige Mund-Nasen-Schutz)- und FFP-Masken vor allem medizinischem und pflegerischem Personal vorbehalten bleiben soll, ist solch ein textiler Schutz in den meisten Fällen das Mittel der Wahl. Wer weder über Schal noch Tuch verfügt, kann sich an die Kleiderkammern von Hilfsorganisationen und Kirchengemeinden wenden.

Wie ist ein solcher Schutz zu pflegen?

Zu beachten ist, dass das dichte Anliegen der Behelfsmaske sowie Waschen nach dem Tragen bei mindestens 60 Grad mit Vollwaschmittel (idealerweise bei 95 Grad) gewährleistet werden muss. Durchnässte oder kontaminierte Behelfsmasken müssen gewechselt werden. Ebenso sollte die Innenseite, aber auch die Außenseite der Behelfsmaske nicht berührt werden. Vor dem An- und nach dem Ablegen sollten die Hände gründlich mit Seife gewaschen werden.


Zum weiteren hygienischen Umgang mit Community-Masken wird auf die Empfehlungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) verwiesen https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.htmlExternal Link.

Gelten die Abstandsregeln und andere Vorsichtsregeln weiter?

Ja, denn das Tragen von Masken kann zentrale Schutzmaßnahmen nicht ersetzen. Es handelt sich um einen Baustein.
Um das Risiko einer Ansteckung weiter zu minimieren, müssen – neben der Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern – auch die Husten- und Niesregeln, eine gute Händehygiene sowie die Selbstisolierung bei einer Erkrankung weiterhin strikt eingehalten werden.
Textile Masken und MNS-Masken schützen den Träger nicht vor Ansteckung. Das tun nur FFP-Atemschutzmasken, die den Angehörigen medizinischer und pflegerischer Berufe vorbehalten sein sollten.

Müssen auch Kinder Mund und Nase bedecken?

Da gerade Kinder potentielle Überträger des Coronavirus sind, empfiehlt es sich auch für sie in der Öffentlichkeit eine Maske aufzusetzen - weniger zu ihrem eigenen Schutz, sondern viel mehr zum Schutz anderer. Unter sechs Jahren sind sie allerdings von der Pflicht ausgenommen.

Ich kann aus medizinischen Gründen oder wegen einer Behinderung keine Maske tragen. Wie habe ich mich zu verhalten?

Die Pflicht gilt nicht für Menschen, die aufgrund einer nachgewiesenen gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können. Nach Angaben des Landes empfiehlt es sich, eine ärztliche Bescheinigung mit sich zu führen.

Wie verhält sich die Bedeckung von Mund und Nase zu dem Vermummungsgebot im Versammlungsgesetz?

Im alltäglichen Leben sind keine Konsequenzen zu befürchten, da das Versammlungsgesetz nur für Demonstrationen, Kundgebungen und ähnliche Veranstaltungen einschlägig ist. Ohnehin sind Zusammenkünfte aktuell verboten. Sollte es dennoch zu einer grundgesetzlich geschützten Demonstration oder Kundgebung unter freiem Himmel kommen, sind die Einzelheiten durch den anmeldenden Veranstalter mit der zuständigen Ordnungsbehörde zu klären.