FAQ zum Coronavirus SARS-CoV-2

FAQ zum Coronavirus SARS-CoV-2

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Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2

Fragen?

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2

Fragen und Antworten
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Hier finden Sie die Antworten auf die am häufigsten an das Gesundheitsamt gerichteten Fragen.

 

Weitere Internetseiten, die Fragen und Antworten zum Thema Coronavirus SARS-CoV-2 bereithalten, finden Sie hier:

 

Robert Koch-InstitutExternal Link

Hessisches Ministerium für Soziales und IntegrationExternal Link

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)External Link

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) External Link- Erklärvideos auf YouTube

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Fragen und Antworten

Was ist SARS-CoV-2?

Bei dem neuartigen Coronavirus, welches erstmalig am 08.12.2019 in Wuhan (China) Erkrankungen verursachte, handelt es sich wie bei dem SARS-Virus (2003) um ein beta-Coronavirus.

Der Name COVID-19 leitet sich ab von Corona, Virus und Disease (dem englischen Wort für Krankheit), ergänzt um das Jahr der Entdeckung 2019. Auch der Auslöser der Krankheit, das Virus, erhielt einen eigenen Namen: SARS-CoV-2.

Welche Symptome verursacht das SARS-CoV-2?

Wie andere respiratorische Erreger kann eine Infektion zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, einige Betroffene leiden auch an Durchfall.

Wie wahrscheinlich ist ein schwerer Krankheitsverlauf?

Es gibt ein großes Spektrum verschiedener Krankheitsverläufe von fehlenden Symptomen bei nachweisbarer ansteckungsfähiger Infektion bis hin zu schweren Lungenentzündungen, die tödlich enden können. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. Derzeit liegt der Anteil der Todesfälle an den labordiagnostisch bestätigten Erkrankungen bei etwa 2 Prozent. Es ist aber wahrscheinlich, dass dieser Anteil tatsächlich geringer ist, weil sich die Daten auf hospitalisierte Patienten beziehen.

Besonders anfällig sind Personen, deren Immunsystem geschwächt ist, die eine chronische Lungenerkrankung haben und/oder älter als 60 Jahre sind.

Wie lange ist die Inkubationszeit?

Die Ansteckungsfähigkeit beträgt maximal 14 Tage, in der Regel 2-10 Tage. Krankheitszeichen, die erst nach der Inkubationszeit auftreten, sprechen gegen eine Infektion mit dem SARS-CoV-2.

Wie wird das SARS-CoV-2 übertragen?

Die Übertragung von Mensch zu Mensch geschieht in erster Linie durch Atemwegströpfchen wie bei der Grippe. Im Allgemeinen setzt die Ansteckungsfähigkeit mit Beginn der Symptome ein. Ausnahmsweise können auch Patienten mit milden oder fehlenden Symptomen ansteckend sein. Daneben kommt auch eine Kontakt-
oder Schmierinfektion grundsätzlich in Betracht. Daher ist, wie bei Influenza, eine gute Händehygiene sinnvoll.

Kann man sich durch Importe aus China wie Porzellan, Metalle und andere Materialien infizieren?

Von importierten Waren, Postsendungen oder Koffern, die keine lebenden oder toten Tiere bzw. frische Tierprodukte enthalten, geht nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation und dem Bundesinstitut für Risikobewertung kein Infektionsrisiko aus. Eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines symptomatischen Patienten gehören, z.B. importierte Postsendungen oder Gepäck, erscheint unwahrscheinlich. Generell ist das gründliche Händewaschen ein wichtiger Bestandteil, um sich vor Infektionen zu schützen. Dies trifft auch für importierte Banknoten aus China zu.

Gibt es Medikamente gegen das Virus?

Die Symptome können bisher nur symptomatisch behandelt werden. Ein spezielles Medikament gegen das Virus gibt es nicht.

Wie kann man sich als Bürger vor einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 schützen?

Als Schutzmaßnahme sind Bürger dazu angehalten, weiterhin einfache Hygieneregeln zu beachten. Durch häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife, vor allem vor dem Essen kann man das Risiko einer Ansteckung mit verschiedenen Viren wie Grippeviren vermindern. Die Nies- und Hustenetikette sollte eingehalten werden und es sind Einmaltaschentücher zu verwenden. Diese sollten nach jedem Gebrauch entsorgt werden. Im Falle einer Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel sollten nach Festhalten an Griffen in Bussen/Straßenbahnen/U-Bahnen die Hände anschließend gereinigt werden.

Medizinisches Personal schützt sich bei der Betreuung von Patienten, die an dem neuartigen Coronavirus erkrankt sind, durch angemessene Schutzkleidung.

Welche Mittel sind geeignet bei Desinfektionsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2?

Als behülltes Virus ist SARS-CoV-2 relativ leicht zu inaktivieren. Grundsätzlich genügen dazu Wasser und Seife. Zur chemischen Desinfektion sind folgende Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit anzuwenden: Wirkungsbereich begrenzt viruzid oder besser.

In welchen Situationen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Allgemeinbevölkerung zum Schutz vor akuten Atemwegserkrankungen sinnvoll?

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist dann sinnvoll, wenn eine erkrankte Person sich im öffentlichen Raum bewegen muss. Außerhalb des medizinischen Bereiches wird das Tragen von Masken für Gesunde im Allgemeinen nicht empfohlen.

Der wichtigste und effektivste Schutz ist eine gute Händehygiene, korrekte Hustenetikette und Einhalten eines Mindestabstandes (ca. 1 bis 2 Meter) von hustenden Personen.

Wie kann sich ein Bürger, der sich noch in einem Risikogebiet aufhält, vor einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 schützen?

Eine gute Händehygiene (Waschen mit Seife) sollte durchgeführt werden. Menschenansammlungen sollten, wenn möglich, vermieden werden. Der Kontakt zu Personen, die eine akute Atemwegsinfektion haben, sollte ebenfalls vermieden werden. Im Falle eines erkrankten Familienmitgliedes ist das Tragen eines Mundschutzes in den eigenen Räumen unbedingt zu empfehlen.

Wie verhalte ich mich als Reiserückkehrer im Verdachtsfall?

Wenn Sie aus einem Risikogebiet zurückkehren und unter Fieber, Husten oder Atemnot leiden, vermeiden Sie engen Kontakt zu Personen. Suchen Sie einen niedergelassenen Arzt nur nach telefonischer Voranmeldung auf, um sich untersuchen zu lassen. Dies gilt auch für Personen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt mit einem nachweislich Erkrankten hatten. Der Arzt, der bei einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit COVID-19 stellt, muss dies dem Gesundheitsamt gemäß der Coronavirus-Meldepflicht, die seit dem 01.02.2020 in Kraft ist, melden. Ein Rachenabstrich wird dann von dem Arzt durchgeführt und in ein Institut für Virologie geschickt. In dem Institut selbst werden keine Rachenabstriche vorgenommen.

Benötigen erkrankte Reiserückkehrer aus Nichtrisikogebieten nach Genesung von einem gewöhnlichen Infekt für den Kindergarten bzw. Arbeitgeber ein Attest, bevor sie wieder in die Einrichtung bzw. Arbeitsstätte gehen dürfen?

Personen, die wegen einer Atemwegsinfektion zu Hause bleiben, brauchen bei Genesung kein ärztliches Attest, um wieder die Einrichtung bzw. Arbeitsstätte zu besuchen.

Darf der Arbeitgeber bzw. Schule oder Kindereinrichtungen einen Nachweis über eine SARS-CoV-2-Testung von der Person verlangen, die vor kurzem aus Risikogebieten nach Deutschland zurückgekehrt und beschwerdefrei sind?

Eine Untersuchung beschwerdefreier Personen, die aus Risikogebieten zurückgekehrt sind und keinen Kontakt zu nachweislich an COVID-19 Erkrankten hatten, wird von dem Gesundheitsamt weder befürwortet noch durchgeführt.

Welche Maßnahmen werden empfohlen bei Personen, die aus Risikogebieten kommen und unter Atemwegsbeschwerden leiden?

Die Personen sollten sich umgehend mit ihrem Arzt in Verbindung setzen. In diesem Fall ist eine Testung auf SARS-CoV-2 gerechtfertigt. Bis zum Erhalt des Befundes ist die Person angehalten, sich nur in den eigenen Räumen aufzuhalten. Sollten mehrere Personen im Haushalt wohnen, ist enger Kontakt zu vermeiden und die hygienischen Vorschriften einzuhalten.

Wie verhalten sich Personen, die Kontakt zu einem nachweislich COVID-19 Erkrankten hatten?

Zunächst ist zu klären, ob ein enger Kontakt (Face to Face >15 min.) innerhalb der letzten 14 Tage bestand. Im vorliegenden Fall ist die Empfehlung, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. Haushaltsgegenstände sollten nicht mit anderen geteilt werden. Ggf. kann eine zeitliche Trennung erfolgen, z.B. Räume, die gemeinsam benutzt werden, nacheinander zu nutzen. Desweiteren sollte auf eine gute Belüftung der Räume geachtet werden. Zu klären ist mit dem Arbeitgeber, ob Homeoffice möglich ist.  Arbeitnehmer, die beruflich sehr viel Kontakt zu anderen Menschen oder Kontakt zu gefährdeten Menschen haben, erhalten ein Besuchs- bzw. Tätigkeitsverbot bis zum 14. Tag nach dem letzten Kontakt zu dem bestätigten Fall. Dies gilt auch für Schüler/Studenten. Diese Verfügungen werden von dem zuständigen Gesundheitsamt ausgestellt.

Sollten die Kontaktpersonen Atemwegsbeschwerden innerhalb der folgenden 14 Tage nach letztem Kontakt entwickeln, sollte eine Testung auf SARS-CoV-2 erfolgen. In diesem Fall ist Kontakt mit dem Hausarzt, ggf. Gesundheitsamt, aufzunehmen.

Welche Maßnahme ergreift das Gesundheitsamt, wenn eine Person positiv auf SARS-CoV-2 getestet wird?

Zunächst wird Kontakt zu der positiv getesteten Person aufgenommen. Es folgt eine Befragung, mit welchen Personen ein enger Kontakt innerhalb der letzten 14 Tage bestand. Diese werden zunächst telefonisch oder elektronisch benachrichtigt. Je nach Indikation entscheidet das Gesundheitsamt, ob ein Test nötig ist und ob eine häusliche Quarantäne angeordnet wird.

Welche Strategie gilt bei der Erkennung und Versorgung von COVID-19-Patienten in Frankfurt am Main?

Die medizinischen Leistungserbringer untersuchen und behandeln COVID-19-Patienten auf der Schutzstufe von Influenza. Grundsätzlich muss jeder niedergelassene Arzt und jedes Krankenhaus einen COVID-19-Patienten versorgen. Bei engem Kontakt zu einem Verdachtsfall (etwa bei der Untersuchung oder der Probengewinnung) schützt sich das Personal gegen Tröpfcheninfektionen mit:

 

  • Schutzbrille
  • Mund-Nasenschutz, mindestens FFP2-Maske
  • Handschuhe
  • Schutzkittel

Wie ist der Ablauf beim niedergelassen Arzt?

  • Der Verdachtsfall meldet sich beim Hausarzt telefonisch an.
  • Termin mit räumlicher oder zeitlicher Trennung von anderen Patienten wie bei Influenza.
  • Anamnese, Untersuchung.
  • Bei Indikation (s. u.) gewinnt der Hausarzt einen Rachenabstrich zur Testung auf SARS-CoV-2.
  • Die Probe wird in ein geeignetes Labor versandt (Frankfurt: Uniklinik Frankfurt, Hessen: Virologie Marburg).
  • Stationäre oder ambulante Betreuung

Patienten, die nur leicht erkrankt sind, müssen nicht zwangsläufig stationär aufgenommen werden. Nach Materialgewinnung für den Test und Meldung des Verdachtsfalls an das zuständige Gesundheitsamt können sie unter häusliche Beobachtung gestellt werden. Sobald das Laborergebnis vorliegt (i.d.R. am gleichen Tag, wenn die Probe bis mittags im Labor eintrifft, sonst am Folgetag), wird das weitere Vorgehen vom Gesundheitsamt festgelegt. Die stationäre Behandlung muss in einem Isolierzimmer mit der oben beschriebenen Schutzausrüstung erfolgen.

Wann soll eine Person auf SARS-CoV-2 untersucht werden?

Bei begründetem Verdachtsfall nach RKI-Definition:

I. Respiratorische Symptome unabhängig von deren Schwere

UND

Kontakt mit einem bestätigten Fall von COVID-19 während der vorangehenden 14 Tage

 

II. Akutes respiratorisches Syndrom (mit oder ohne Fieber sowie mit oder ohne Husten), bei der basierend auf klinischen, radiologischen oder histopathologischen Hinweisen auf ein entzündliches Infiltrat der Verdacht besteht, dass die unteren Atemwege betroffen sind (z.B. Pneumonie oder Akutes Atemnotsyndrom)

UND

Aufenthalt in einem Risikogebiet während der letzten 14 Tage.

 

III. Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in betroffenen Ländern, nicht jedoch in den ausgewiesenen Provinzen/Städten, aufgehalten haben und grippale Symptome aufweisen, sollten auf Influenza untersucht und bei negativem Befund nur nach Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt auf SARS-CoV-2 getestet werden.

Wie gehen Ärzte und Krankenhäuser bei der Laboruntersuchung vor?

Für den PCR-Nachweis von SARS-CoV-2 genügt nach aktueller Einschätzung ein tiefer Rachenabstrich (alternativ: ein tiefer Nasen-/Rachenabstrich
oder ein kombinierter Nasen- und Rachenabstrich)
, da sich das Virus auch im oberen Atemtrakt nachweisen lässt.

Wichtig ist, dass sogenannte „Virusabstriche“ (am besten mit Universaltransportmedium – keinesfalls Gelabstriche) verwendet werden.

Eine Untersuchung kann u.a. im Institut für Medizinische Virologie des Universitätsklinikums Frankfurt durchgeführt werden oder im Institut für Virologie der Philipps-Universität in Marburg. Die Proben müssen über eine Arztpraxis abgenommen und für eine Untersuchung in Frankfurt am Main mit ausgefülltem Begleitschein - im Internet verfügbar unter:

Medizinische Virologie, Universitätsklinikum FrankfurtExternal Link

an das Institut per Post oder Boten transportiert werden. Die Untersuchungskosten von ca. 130,- € pro Probe werden als Privatrechnung in Rechnung gestellt, bei entsprechender Indikation aber von der Krankenkasse übernommen. Die Testdauer beträgt 1-4 Tage – abhängig vom aktuellen Probenaufkommen.

Sind Hausärzte, Krankenhäuser, Rettungsdienst sowie Gesundheitsämter für diesen Fall informiert und gerüstet?

Die Beschäftigten in medizinischen Einrichtungen sind vom Robert Koch-Institut und von den Gesundheitsämtern darüber informiert worden, wie sie sich im Verdachtsfall zu verhalten haben. Dazu gehören das Anlegen der Schutzausrüstung, die aus Atemschutz, Schutzbrille und Handschuhen besteht sowie die Isolierung des Verdachtsfalles durch Einzelunterkunft. Grundsätzlich sind alle Krankenhäuser in Hessen darauf vorbereitet, Erkrankte mit solchen Erregern zu versorgen. Ob eine Behandlung auf einer Isolierstation erfolgen muss, wird je nach Schwere der Erkrankung entschieden.

Welche Maßnahmen werden getroffen, wenn die Praxis nicht über eine ausreichende Schutzausrüstung verfügt?

In vielen Arztpraxen fehlen die entsprechenden Schutzausrüstungen. Vor allem fehlt es den niedergelassenen Ärzten an Atemmasken. Daher können viele Ärzte, die im niedergelassenen Bereich arbeiten, keine Abstriche auf COVID-19 vornehmen, da sie sich und ihr medizinisches Personal schützen müssen. In diesem Fall sollte der Ärztliche Bereitschaftsdienst kontaktiert werden (Telefonnummer: 116 117), um zu erfragen, welche Praxen über die nötigen Schutzausrüstungen verfügen und entsprechend die Personen testen können. 

Müssen alle SARS-CoV-2 positiv getestete Personen stationär aufgenommen werden?

Schwer erkrankte Personen (z.B. radiologisch nachweisbare Lungenentzündung, Atemnot etc.) müssen im Krankenhaus behandelt und versorgt werden. Auch Personen, die in einer Wohngemeinschaft leben und keine ausreichende Isolation zu Hause gewährleistet ist, sollten stationär aufgenommen werden, um eine Übertragung der Infektion zu vermeiden.

Personen, die nur leichte Symptome aufweisen, können ambulant versorgt werden. In diesem Fall wird vom Gesundheitsamt eine häusliche Isolation über 14 Tage angeordnet.

Kann man sich auch bei fehlenden typischen Symptomen auf eine Coronavirus-Infektion testen lassen?

Eine Testung wird erst durchgeführt, wenn ein begründeter Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion besteht.

Kann man sich im Gesundheitsamt testen lassen?

Das Gesundheitsamt Frankfurt testet ausschließlich symptomfreie Kontaktpersonen, die sich auf Anordnung des Gesundheitsamtes in häuslicher Quarantäne befinden. In diesem Fall wird eine Ärztin / ein Arzt aus dem Gesundheitsamt einen Rachenabstrich durchführen. Ein generelles Screening wird derzeit nicht angeboten.

Welche Maßnahmen werden an Flughäfen ergriffen, um ggf. erkrankte Personen, die aus Risikogebieten einreisen, zu identifizieren?

Nach den internationalen Gesundheitsvorschriften muss das Personal der Fluggesellschaften über den Flugkapitän melden, wenn eine Person an Bord ist, die eine ansteckende Krankheit haben könnte. Über den Flughafen Frankfurt werden die Informationen an den diensthabenden Arzt des Kompetenzzentrums für hochpathogene Infektionserreger in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland weitergeleitet und über die notwendigen Maßnahmen entschieden.

 

Darüber hinaus müssen nach einer Anordnung des Bundesgesundheitsministers alle Passagiere, die aus Risikogebieten direkt nach Deutschland einfliegen, sogenannte Aussteigekarten ausfüllen, die Fragen zu ihrem Flug, zu ihrem Aufenthaltsort in den folgenden 30 Tagen nach der Landung sowie zu ihrem Aufenthaltsort, zu Kontaktpersonen und zu dem gesundheitlichen Befinden beinhalten. Die Fluggesellschaften geben die Aussteigekarten aus. Noch während des Fluges werden die Aussteigekarten auf Richtigkeit kontrolliert. Sollten sich Hinweise auf eine mögliche Coronavirus-Infektion ergeben, wird diese Information an den Flugkapitän weitergegeben, der wiederum eine Meldung an den diensthabenden Arzt des Kompetenzzentrums für hochpathogene Infektionserreger veranlasst. Der zuständige Arzt geht nach Landung an Bord und befragt den betroffenen Passagier. Bei begründetem Verdacht wird dieser auf die Sonderisolierstation des Universitätsklinikum Frankfurt gebracht.

Wo können sich hessische Bürgerinnen und Bürger über das Virus informieren?

Telefonisch steht täglich von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr die Hotline zum Coronavirus des Landes Hessen unter der landesweiten Rufnummer 0800-5554666  zur Verfügung.


Die landesweite Rufnummer gilt auch für Frankfurter Bürgerinnen und Bürger - es gibt keine separate Hotline für Frankfurt. Bei Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern werden im begründeten Verdachtsfall auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 durch das Frankfurter Gesundheitsamt weitere Maßnahmen in die Wege geleitet. 

Für Bürgerinnen und Bürger aus allen Landkreisen Hessens stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hotline gerne zur Verfügung, bei konkreten Verdachtsfällen sind die örtlichen Gesundheitsämter für die weiteren Maßnahmen zuständig. Das zuständige GesundheitsamtExternal Link finden Sie über das PLZ-Tool des Robert Koch-Instituts.

Wie findet man das zuständige Gesundheitsamt?

Das zuständige GesundheitsamtExternal Link finden Sie hier über das PLZ-Tool des Robert Koch-Instituts.