Preisträgerin 2022

Preisträgerin 2022

Tony-Sender-Preis

„Sie bringt Steine ins Rollen“ - Die Anti-Rassistin und Feministin Eleonore Wiedenroth-Coulibaly ist die 14. Preisträgerin des Tony-Sender-Preises

Foto der Tony Sender Preisträgerin 2022 Eleonore Wiedenroth-Coulibaly
© Katharina Dubno

Nachdem sich auf Grund der Corona Pandemie die Vergabe des Tony-Sender-Preises um fast ein Jahr verschoben hat, steht die 14. Preisträgerin nun fest: Der mit 10.000 Euro dotierte Tony-Sender-Preis geht an Eleonore Wiedenroth-Coulibaly und soll am 14. Oktober feierlich überreicht werden.

 

„Eleonore Wiedenroth-Coulibaly lebt in besonderer Weise die Verbindung von anti-rassistischer und feministischer Arbeit. Seit mehr als 35 Jahren arbeitet sie dabei an der Vermittlung von Wissen und Sprache und hat dabei feministische und schwarze Bewegungsgeschichte in Frankfurt aktiv geprägt“, so die Begründung der vom Magistrat eingesetzten Jury.

 

Eleonore Wiedenroth-Coulibaly war u.a. aktiv im Frauenprojekt Gallus, der Lehrerkooperative und dem Goethe Institut. Sie hat lokal und bundesweit die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland mitgegründet und war außerdem ehrenamtlich bei agisra e.V. und als Vorstand im Frauengesundheitszentrum Frankfurt engagiert. Ob in Leitungsfunktion, im Ehrenamt oder als anti-rassistische Bildungsvermittlerin, ihre politischen Visionen waren stets geprägt von dem Wunsch eines ebenbürtigen Miteinander aller Menschen.

 

Mit dem Tony-Sender-Preis wird an die engagierte Politikerin Tony Sender (1888 - 1964) erinnert, die in Frankfurt am Main ihre, wie sie sagte, prägenden politischen Anstöße erhielt und ihre entscheidenden Entwicklungsjahre verbrachte. Der Preis wird von der Stadt Frankfurt alle 2 Jahre zur Förderung und Anerkennung hervorragender innovativer Leistungen, die der Verwirklichung des verfassungsrechtlichen Gebots der Gleichberechtigung von Mann und Frau dienen und die der Benachteiligung und Diskriminierung von Frauen entgegenwirken.

 

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