Cannabis als Medizin

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Projekte und Kampagnen

Cannabis als Medizin

Trotz der Änderung des Betäubungsmittelgesetzes bleibt der Zugang zu Cannabisarzneimitteln für Schwerkranke häufig erschwert.

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Stadt Frankfurt startet Projekt Medizinisches Cannabis © ©Africa Studio - stock.adobe.com, Foto: Drogenreferat

Seit der Änderung des Betäubungsmittelgesetzes im März 2017 stehen schwerkranken Menschen neue Möglichkeiten offen, Cannabisarzneimittel auf Rezept zu erhalten. Doch auch nach der Gesetzesänderung bleibt der Zugang zu Cannabisarzneimitteln häufig erschwert. Um bestehende Hürden zu beseitigen, vor denen schwerkranke Menschen nach wie vor stehen, hat das Drogenreferat der Stadt Frankfurt am Main im Jahr 2018 ein zunächst auf drei Jahre angelegtes Projekt zu Medizinischem Cannabis gestartet.
Ziel dieses Projektes ist es, dass es genügend gut informierte Ärztinnen und Ärzte in Frankfurt gibt, die Cannabis bei entsprechenden Indikationen verschreiben, und dass sich die Patienteninnen und Patienten über Behandlungsmöglichkeiten und über ihre Rechte ausführlich informieren können.

Begleitstudien und Expertengremium

Das Projekt umfasst zwei wissenschaftliche Begleitstudien, die das Zentrum für interdisziplinäre Suchtforschung der Stadt Hamburg und das Centre for Drug Research der Goethe-Universität Frankfurt in Kooperation organisieren. Diese Studien sollen umfassende Erkenntnisse über die Versorgungssituation schwerkranker Patienten und Patientinnen mit Cannabisarzneimitteln in Frankfurt liefern und Versorgungshindernisse und Versorgungslücken aufzeigen. 

Ein wichtiger Teil des Projektes ist ferner ein Expertengremium, das sich aus Frankfurter Ärztinnen und Ärzten aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen zusammensetzt. Durch den intensiven Austausch innerhalb des medizinischen Fachpersonals wird die Expertise gebündelt.

Aufbauend auf den Erkenntnissen der Begleitstudien und des Expertengremiums sollen zukünftig Fortbildungen für Ärztinnen und Ärzte sowie Informationsveranstaltungen für Patientinnen und Patienten angeboten werden. Langfristig soll eine Clearingstelle für alle Ratsuchenden folgen.

Beratungen und Newsletter

Begleitend zum Projekt gibt das Drogenreferat in regelmäßigen Abständen einen Newsletter heraus, um Ärztinnen und Ärzte, Patientinnen und Patienten und andere Interessierte über die aktuellen Entwicklungen zu medizinischem Cannabis zu informieren. (http://newsletter-medizinisches-cannabis.de/abo/anmelden.html)

Bereits seit Juni 2015 können sich Patientinnen und Patienten in dem bundesweit einmalige Beratungsangebot „Medical Marihuana Project“ über Cannabisarzneimittel beraten lassen. Ein erfahrener Mediziner und ein Rechtsanwalt informieren über die Indikationsstellung, Risiken und Nebenwirkungen von Cannabisarzneimittel.


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