Kampagne "voll nüchtern!" gestartet

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Kampagne "voll nüchtern!" gestartet

Kein Alkohol an Jugendliche: Stadt Frankfurt und Polizei wenden sich gemeinsam an Gewerbetreibende

Eröffnung der Kampagne "voll nüchtern!" durch Stadträtin Dr. Rottmann und Stadtrat Frank
Eröffnung der Kampagne "voll nüchtern!" durch Stadträtin Dr. Rottmann und Stadtrat Frank © Stadt Frankfurt am Main, Foto: ohne Angabe

Kein Alkohol an Jugendliche unter 16, Hochprozentiges nur über 18: Das ist das Ziel der neuen Kampagne „voll nüchtern“ der Stadt Frankfurt am Main und der Polizei. Gemeinsam wollen sie Gewerbetreibende dazu motivieren, beim Verkauf von Alkohol das Jugendschutzgesetz einzuhalten. Im Haus am Dom stellten Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann, Ordnungsdezernent Markus Frank und Polizeivizepräsident Gerhard Bereswill die Kampagne gestern einer breiten Fachöffentlichkeit vor. Rund sechzig Teilnehmer waren interessierte Zuhörer von Vorträgen und einer Talkrunde zum Thema Alkoholkonsum Jugendlicher in Frankfurt.

 

Die meisten Jugendlichen probieren Alkohol irgendwann aus, im Durchschnitt findet der erste Alkoholkonsum mit 13 Jahren statt. „Dieses Probierverhalten ist nicht nur jugendtypisch, sondern auch sinnvoll im Rahmen des Erwachsenwerdens, da Jugendliche lernen müssen, auch mit Risiken umzugehen“, sagte Stadträtin Rottmann. Das Jugendschutzgesetz ermöglicht dieses Ausprobieren, indem es den Konsum von Alkohol außer Spirituosen ab dem 16. Lebensjahr erlaubt.

 

Handlungsbedarf besteht jedoch dann, wenn Jugendliche sehr früh, regelmäßig oder übermäßig viel Alkohol trinken, wenn sie Spirituosen oder so viel Alkohol trinken, dass sie als Notfall im Krankenhaus landen. Eine grundlegende Voraussetzung für riskanten Alkoholkonsum ist der Zugang zu Alkohol. Hier setzt die Kampagne „voll nüchtern“ an. Sie will den Zugang zu Alkohol für Jugendliche erschweren, indem sie Gewerbetreibende dabei unterstützt, das Jugendschutzgesetz konsequent einzuhalten. „Es geht nicht darum, jeden neuen Konflikt mit einem neuen Verbot zu regeln, sondern vorhandene Regeln konsequent anzuwenden“, erklärte Stadträtin Rottmann.

 

Gewerbetreibende können die Unterlagen der Kampagne beim Drogenreferat oder direkt im Internet auf der Website der Kampagne www.vollnüchtern.de bestellen und eine Selbstverpflichtungserklärung unterschreiben. Sie werden dann als Unterstützer auf der Website genannt und erhalten Infomaterial und einen Aufkleber für die Ladentüre. Dieser signalisiert den Jugendlichen, dass sie hier ohne Altersnachweis keine alkoholischen Getränke kaufen können.

 

Gewerbetreibende, die sich beim Verkauf von Alkohol nicht an das Jugendschutzgesetz halten, müssen mit einem Bußgeld bis zu 400 Euro und einem Strafverfahren rechnen.

 

Die Kampagne „voll nüchtern“ wurde unter Federführung des Drogenreferats in Kooperation mit dem Jugend- und Sozialamt, dem Ordnungsamt, der Jugendkoordinatorin der Polizei, dem Netzwerk gegen Gewalt und der Geschäftsstelle des Präventionsrates entwickelt.

 

Rückfragen an:

Drogenreferat der Stadt Frankfurt am Main, Telefon: 069 212 30124, email: drogenreferat@stadt-frankfurt.de

Auf dem Bild sehen Sie Stadtrat Markus Frank, Kioskbetreiberin Anna Minisci und Stadträtin Manuela Rottmann.

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